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Der Israelit · 1878-10-30 · Heft 44 (30.10.1878) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
19 (1878)
Issue
Heft 44 (30.10.1878)
Date
1878-10-30
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XIX. Jahrgang. M m. Der Israelit. Ein Central-Organ für das orthodoxe Iudenthum. HeranSgegeben von vr. Lehman» in Main z. Mittwoch, den 30. October 5639 (1878). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal. Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis deS Jahrgangs 10 ReichS-Mark. Man aüonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die Petitzeile oder deren Raum. — Österreichische Banknoten laut CourS. — Direkte Francozusendung unter Streifband oro Jahrgang 12 ReichS-Mark oder 7 st. österr. an die Expedition franco einzusenden. Inhalt. Leitender Artikel: Rabbi Seligmann Bär Bamberger j?"j. Zeitungsnachrichten und Corrcspondcnzen: Deutschland: Laupheim. Berlin. Cöln. — Frankreich: Paris. — England: London. Feuilleton: Rabbi Jofelmann von Rosheim. Iuyatt der ersten Aeikage: Leitender Artikel: Literarischer Bericht. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Berlin. Strelno. — Oesterr. - Ungar. Monarchie: Wien. Prag. Pesth. — Frankreich: Paris. — Palästina: Jerusalem. — Feuilleton: Simon Reding. Inhalt der zweiten zseilager Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Aus Rheinhessen. Rumänien: Bukarest. — Bosnien. — Inhalt der Hrtra-ISeilage: ^Spc.:den-Verzeichnisse. Leitender Artikel. Kabbi Keligmann Iär Aamberger i. Mainz, 23. Oct. Der verewigte DistrictS-Rabbiner von Würzburg wurde im Jahre 1606 in Wiesenbronn, unweit Kitzingen in Unterfranken, geboren. Sein Vater war ein Mann von hervorragender Frömmigkeit, seine Mutter', eine Tochter deS damaligen HeidungSfelderLandräbbrnerS. — Heidungofeld, ein kleiner Ort bei Würzburg, hatte zu jener Zeit eine große jüdische Gemeinde; in Würzburg durften Juden nicht wohnen. Der erste, der dorthin zog. war Rabbi Abraham Bing Vs't, der auch der erste Rabbiner von Würzburg wurde. Schon in früher Jugend wurde Rabbi Seligmann Bär von seinen frommen Eltern nach Fürth auf die 7>2'rv'geschickt. Die isr. Gemeinde zu Fürth gehörte in den letzten zwei Jahrhunderten zu den bedeutendsten in ganz Deutschland, bedeutend namentlich durch das Thorastudium, das dort, wie kaum anderswo, gepflegt wurde. Die großen Rabbinen, die nach einander an der Spitze der Gemeinde standen, Rabbi Joseph Steinhardt, Rabbi Baruch Rappoport, Rabbi Salomo« Cohn und viele andere, sammelten stets zahlreiche Schüler um sich. Der letzte dieser großen Lehrer, der aber nicht als Rabbiner fungirte, war Rabbi Wolf Hamburg, ein Mann von immenser Gelehrsamkeit und von Feuereifer für unsre heiligt Lehre beseelt. Rabbi Seligmann Bär y'J wurde einer seiner besten und vorzüglichsten Schüler; er hatte nicht die Absicht, Rabbiner zu werden, er lernte mm rein O’Dp dbP, und kehrte. nachdem er in Fürth schon ein großer pob geworden, nach Wiesenbronn zurück, um dort ein kleines Geschäft zu etabliren, nachdem er die einzige Tochter des Provinzial - Rabbinen zu Fulda, Rabbi Seckel Wormser geheirathet hatte. Diese edle, fromme, echt jüdische Frau rvnuffi rvD’ into D»r» wurde der Segen seines Lebens; als echte d'n nvsr hat sie ihm zur Seite gestanden, und die innigste Liebe verklärte stets und immer das wahrhaft musterhafte Eheleben der beiden Gatten.

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