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Der Israelit · 1878-10-23 · Heft 43 (23.10.1878) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
19 (1878)
Issue
Heft 43 (23.10.1878)
Date
1878-10-23
Page
– (sequence 3)
Language
German
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1053 »-..V' - nD -p '\i Ml “joyj; nx n^an nnx Id iox nwm bvo \ijnn -p /-J vm'i 3to ox ^>3x "|in nx bwp V'LN x-1 ioay ooi3ipn b'a.1 'x ,0'3 vntp nniBD ’ntcr'? .tru’BD nxi ioay b'an 'xi ipj’BD nx Noach sprach zu Moscheh: Ich bin mehr als du, denn ich bin errettet worden, als Gott die Menschheit durch die Fluth hinwegraffte; Moscheh entgegnete; Du vermochtest nur dich und deine nächsten Verwandten zu retten; ich aber habe mein ganzes Volk errettet, als Gott es ob der Sünde wegen des goldenen Kalbes hinwegraffen wollte; du gleichst dem Schiffscapitän, der sich beim Schiffbruch rettet; das Schiff aber zerschellt in den Wogen und alle Insassen ertrinken; ich aber gleiche dem Schiffsführer . der im Sturme sich und sein Schiff gerettet." Wohl selten war eine Epoche für das Judenthum in Deutschland so gefahrdrohend, wie die Zeit vor etwa vierzig Jahren. Das Schifflein des Judenthums war auf hoher See von den schrecklichsten Stürmen bedroht. Da war es der junge Rabbiner von Würzburg, der in den sichern Hafen die heilige Gotteslehre führte und das Schifflein derselben vor den gefahrdrohenden Stürmen in Sicherheit brachte. Der geehrte Vorredner hat es schon hervorgehoben, daß in einer Zeit, als das Talmudstudium in Deutschland aufzuhören im Begriff stand, der theure Dahingeschiedene demselben wieder eine Stätte gründete, an welcher Hunderte ihr talmudisches Wissen erlangten, ihren Geist nährten, ihren Charakter kräftigten und so durch den Geist ihres theuren Lehrers , seine Charaktergröße und seinen Edelmuth entflammt, eine gottgesegnete Wirksamkeit entfalteten, der wir es größtenteils verdanken, daß das Judenthum in Deutschland gerettet wurde aus den Stürmen der Zeit. □n3ij;p p "joo oxhcpoS iox oni3x .131123 »jxi 312"'3 nnx rp1? iox ntpoi o'3LN „Abraham sagte zu Moscheh: Ich bin mehr als du, denn ich habe den Reisenden gastfreundlich Nahrung gewährt. Moscheh entgegnete: Du hast Nahrung gespendet im bewohnten Lande, ich aber in der Wüste." Es heißt im 2. Buch des Capitels Koheleth: »nwy D’Dia P tj/dj crm P ’n*J3 mPTin .'IS v3 yy D,i3 ’nyoji D’DiiBi nuj 'b „Ich habe große Thaten vollbracht; ich baute mir Häuser, ich pflanzte mir Weinberge, ich bereitete mir Gärten uud Lusthaine und pflanzte darein Bäume jeglicher Fruchtart." rirsbV b«? n»jn 1310 n»x n'om 13 x".i 'i in« nitenin Px not>n Px 'nrwD i x nun 'i2i3 x^x .ni-un Px nmsDin Px tripn nn n: Rabbi Chija bar Nechemja sagte: Nicht wird hier von dem Reichthume Salomo's erzählt, sondern von den Worten der Lehre: die Mischnah, der Talmud, die Commentare, der heilige Geist, die Thoßephtoth, die Hagadoth rc. Ja, meine Freunde, in einer Zeit, die da in Bezug auf Thorakenntniß vielfach einem unbesaeten Landstriche, einer Wüste gleicht, hat der Dahingej schiedene Paläste der Gelehrsamkeit erbaut. Weinberge des Herrn angelegt, aus denen der köstlichste Rebensaft gewonnen wurde, der da die Menschen erfreut, — der köstliche Wein der Gotteslehre; hat er Gärten und Lusthaine gepflanzt, deren unschätzbaren Früchte die Herzen Tausender erquicken, lieber unsre wichtig en religiösen Vorschriften hat der, ach zu früh Heimgegangene unsterbliche Werke geschrieben, über die Wirksamkeit der v'isD, der conner, über njpin nbli nu, über naPn; er hat gelehrt in seinem nox3 xnp, wie man eindringen soll in den Geist der mündlichen Lehre. Zu ihm, dem an Wissen unendlich Reichen, dem nno x”D'n, dem Verwalter der Magazine göttlicher Gelehrsamkeit, kamen alle die Anfragen von weit und breit, und seine Entscheidungen waren maßgebend. O, dieser erhabene Baumeister, dieser geschickte Gärtner, der noch so viel hätte bauen, so viel hätte pflanzen können — er ist nicht mehr. Darob zu weinen wäre es wohl an der Zeit, wenn das Fest uns nicht zwingen möchte, den Thränenstrom gewaltsam zurückzuhalten. '33 '1X1L T.L5»DtCf "JOD bl12 ’JX HttfO1? 1DX p.1L' •y:’y 1.131 .utem 'js n\xi nnx nro i'b iox ,n3TO .’J’J/ 1.13 Ml DOS bx D’JS 0 TI121 MX „Jizchak sagte zu Moscheh: Ich bin mehr als du, denn ich habe auf dem Altäre mein Leben opfern wollen. Moscheh entgegnete: Du hast Gottes Majestät geschaut, und dein Auge wurde geblendet; ich aber habe mit Gott geredet von Angesicht zu Angesicht, und mein Mick wurde nicht verdunkelt/' Auch unser großer Lehrer, an dessen Grabe wir jetzt klagend stehen, war ein zweiter Jizchak (er hieß 311 PUL') an Aufopferungsfähigkeit und hingebungsvoller iebe zu Gott; auch er war in jedem Angenblick bereit, sich zu opfern auf dem Altäre Gottes, Leben und Gesundheit und Alles, was er besaß, hinzugeben für die Heiligung des göttlichen Namens. Und diese überströmende Liebe — er bewies sie seinen Mitmenschen gegenüber. Was er seinen Mitmenschen Gutes und Liebes erwiesen, es ist nicht zu beschreiben, nicht zu sagen; kein Hilfsbedürftiger wandte sich jemals vergeblich an ihn. Wenn ein Nothschrei zu ihm gelangte aus den entferntesten Gegenden der Welt, aus Afrika oder Asien, aus dem Norden oder aus dem Süden, so beeilte er sich zu spenden und zu sammeln, und

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