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Der Israelit · 1878-10-09 · Heft 42 (9.10.1878) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
19 (1878)
Issue
Heft 42 (9.10.1878)
Date
1878-10-09
Page
– (sequence 18)
Language
German
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1032 sich die Volkszahl auf mehr als 12 Millionen > berechnen ließ, so daß nach JosephuS während der Belagerung Jerusalems über eine Million Menschen > umgekommen sind, und man daher kaum mit der Annahme fehl geht, daß beim Untergänge des jüdischen Staats durch die Römer mindestens vier Millionen Juden in der ganzen Welt vorhanden waren, so scheint in der That trotz der vielbesprochenen Geburtsvermehrung der Inden ihre Anzahl in allen den langen Jahrhunderten des Exils stationär geblieben zu sein, und sich durch eine besondere göttliche Fügung das hier angekündigte ->rDD ’no DmxE'j?, ihr bleibet gering an Zahl, unausgesetzt zu verwirklichen." Diese wenigen Proben dürften genügen, um auf die Reichhaltigkeit schließen zu lassen, durch welche sich dieser Schlußband des großen Pentateuch- Commentars auSzeichnet. — Im Uebrigen muffen wir auf das Werk selbst verweisen, dessen Lectüre sicherlich bei jedem Leser den Wunsch rege machen wird, daß der Vers, seine handschriftlich vorhandene Ueberfttzung und Erklärung von i "j ebenfalls durch den Druck veröffentlichen möge. Möge Gott den im unablässigen Dienste des gesetze-ötreuen Judenthums ergrauten Greis noch viele, viele Jahre die Rüstigkeit und geistige Jugendfrische gewähren, die aus jeder Zeile dieses seines neuesten Werkes leuchtet, möge es ihm vergönnt sein, die Früchte seines rastlosen Strebens mn.xrni min reifen zu sehen, und so den schönsten Lohn zu empfangen, der seiner selbstlosen Hingebung bereits so beispiellos geworden ist, und durch ein derartiges monumentales Werk für alle Zeiten gesichert bleibt. — n — Zeitungsnachrichten und Correspondenzerr. Oesterreichisch-Ungarifche Monarchie. Pesth. In einem der hiesigen Gymnasien mußte die erste Klaffe in zwei Parallelklassen getheilt werden. Die Professoren benutzten diese Gelegenheit, um ihren Judenhaß dadurch zu erkennen zu geben, daß sie in eine derselben nur jüdische Schüler setzten. (P. jüd. Ztg.) Pesth. Dem in Brod eingetroffenen jüd. Feldprediger, Herrn vr. Bacher wurde daselbst die „Israel, tzeldkapelle" übergeben. Dieselbe ist ein mit Leder überzogener Kasten aus Holz, mit der Aufschrift: „Feldkapelle Nr. 202 Israelitisch" versehen. Darin befinden sich: eine schwarze Seidenkutte, ein schwarzes Seidenkäppchen, ein blau verbrämtes n^v aus weißer Seide, eine min nso, 10 Gebetbücher und Psalmen in hebräischer Sprache mit Uebersetzung und 10 Paar Diese „Feldkapelle ", welche bisher beim k. k. Militär- Bezirks-Pfarramt in Pesth sich befand, wurde nach der amtlichen Uebergabe an den Feldrabbiner in die Synagoge der israel. Gemeinde zu Brod übertragen. (W. JSr.) Pesth. Die hiesige Religions - Gemeinde stellte der Regierung 25 Betten für Kriegsverwundete in ihrem Spitale zur Verfügung. (Ung. Jsr.) Frankreich. Paris. Das bibliographische Bulletin der „Revue äeo äeurc ölonäss" vom 1. September beschäftigt sich auch mit dem Buche des Herrn Rabbiners Moses Schuhl, „Sentenzen und Sprüchwörter des Talmud und des Midrasch" und sagt: „Es befindet sich daselbst eine bisher absolut unbekannte Fundgrube großer und genialer Gedayken und eine Quelle, die von christlichen Gelehrten zu wenig studirt worden ist." Wir sind über diese dem Talmud von einer gelehrten christlichen Feder erwiesene Anerkennung entzückt, um so m.'hr, als viele Feinde des Judenthums in demselben — sicherlich aus Unwissenheit — nur eine Sammlung von Albernheiten sahen.. (Un. Jsr.) Paris. Herr Leon C ahn e, Unterbibliothekar an der Bibliothek Mazarine, wurde vom Minister des Unterrichts mit der speciellen Mission betraut, die Insel Cypern behufs anthropologischer und archäologischer Studien zu bereisen. Herr Cahne ist bereits durch seine gelehrten Studien über den Orient und namentlich über Central. Asien bekannt geworden. (Arch. Jsr.) Algerien. Algier. Im Schooße der hiesigen israel. Gemeinde scheint neuerdings große Aufregung zu herrschen. Es sind unliebsame Reibereien zwischen Gemeindemitgliedern und dem Oberrabbiner Cah en entstanden. Letzterer ließ einen Notablen der Gemeinde, Herrn Abraham Kanoni, wegen Ruhestörung in der Synagoge verhaften; am darauffolgenden Samstag verließen sämmtliche Mitglieder, als der Oberrabbiner die Synagoge betrat, das Gotteshaus. Es scheint, soweit von der Ferne zu beurrthei-

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