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Der Israelit · 1878-08-21 · Heft 34 (21.8.1878) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
19 (1878)
Issue
Heft 34 (21.8.1878)
Date
1878-08-21
Page
– (sequence 9)
Language
German
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XIX. Jahrgang. Erste öeilage iu Ar. 34 des Israelit. Leitender Artikel. Literarischer Wericht. Der Baal Tephillah. von Abraham Baer. Verlag von I. Kauffmann in Frankfurt a. M. Zur Charakteristik dcs vorliegenden Werkes mögen hier einige Briefe von anerkannten Fachmännern an den Verfasser ihre Stelle finden: Abschrift des Briefes von Cantor Deutsch in Breslau. Sehr geehrter Herr College! Als ich vor mehreren Jahren meine Vorbeterschule erscheinen ließ, sprach ich die Hoffnung aus, daß dieselbe meine Berufsgenossen zu weiteren umfassenden Sammlungen altjüdischen liturigischen Gesänge anregen werde. Ich brauche Ihnen daher nrcht erst zu versichern, daß Sie mir durch die Zusendung Ihres Werkes „Baal Tfillah" eine ganz besondere Freude bereitet haben, da ich meine Hoffnung sobald und über alles Erwarten in Erfüllung gehen sehe. empfangen Sie denn meinen herzlichsten Glückwunsch zur Vollendung Ihrer vortrefflichen Arbeit, die, ich zweifle nicht, gewiß auch in den nichtjüdischen Kreisen, ihre wohlverdiente Anerkennung finden wird; denn bei dem Rcichthum des Inhalts fehlt es auch nicht an einer beträchtlichen Anzahl von musikalisch werthvollen oder interessanten Weifen, die der musikalischen Literatur erhalten zu bleiben verdienen. Selbstverständlich kann und wird ein solches Werk doch nur von unseren Berufsgenossen voll und ganz gewürdigt werden. Der praktische Zweck, den Sie. geehrter Colle-e im Auge gehabt, ist ein hochverdienstlicher und die Ausführung erfüllt in befriedigenster Weise die strengsten Anforderungen. Uneingeschränktes Lob verdient Ihr eminenter Fleiß, Ihre liebevolle Hingabe, an die heil. Aufgabe, die getreue und wohlgetroffene Aufzeichnung der den versch. Riten eigenen Weisen, die Aufnahme aller liturigischen Vorschriften uud Gebräuche bis zur kleinsten Nuance, und nicht weniger Anerkennung verdient anch die außerordentlich geschickte Anordnung des ganzen reichen Inhalts mit den verschiedensten Melodien, die durchweg die Ueberficht befördert und stets klar erhält. Mit dem Wunsche, daß Ihrem Werke die wohlverdiente Anerkennung zu Theil werde zeichne ich, mit aller Achtung und freundschaftlichem Gruß Ihr ergebener (gez.) Cantor Deutsch. Abschrift des Briefes von Prof. Sulzer in Men. Geehrter Herr! Empfangen Sie hiermit meinen besten, wenn auch verspäteten, Dank für die Zusendung Ihres reichhaltigen schönen Werkentsn tya. Gemeinden, in welchen sich noch für den sogenannten „Sang der Väter" Verehrer und Anhänger finden, werden zweifelsohne Ihr verdienstliches Mühen dankbarst anerkennen, aber auch den Componisten auf diesem Gebiete, verschafft Ihre Sammlung, reichen Stoff zu neuen synagogalen Tondichtungen. Somit können Sie mit großer Befriedigung auf das Vollbrachte zurückblicken und mögen den Lohn in Ihrem Bewußtsein, in der allgemeinen Achtung und regen Theilnahme finden. Mit bestem Gruße, Ihr ergebener (gez.) S. Sulzer. Zeitnng-nachricble» & Gorrefpvndenzeu. Deutschland. Berlin. Eine Anzahl Mitglieder des Hiegen Wagner-Vereines beabsichtigt, den Antrag zu stellen, die vom Vereine bisher den „Bayreuther Blättern" gewährte Unterstützung zu entziehen. Anlaß zu diesem Vorgehen gaben die von Richard Wagner verfaßten Artikel „Was ist deutsch?" und ein offener Brief des ehemaligen Handelskammer- Sekretärs Konstantin Franz. Die Berliner Mitglieder des Wagner^Vereins wollen es nicht ruhig hinnehmen, daß das Organ, welches bestimmt ist, Zwecken der Tonkunst und specieller der Verallgemeinerung des Verständnisses für Wagner's Schöpfungen zu dienen, zum Tummelplatz für politische Tendenzmacherei und konfessionelle Hetzereien herabsinke. In Folge der genannten polemischen Artikel sind auch beim hiesigen Wagner-Verein mehrfache Austritrserklärungen angemeldet worden. (Berl. Fr. Bl.) Oesterr.-Ungar. Monarchie. Stanislarr, 10, August. (Freigesprochen von der Anklage des Mordes.) Montag den

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