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Der Israelit · 1878-05-08 · Heft 19 (8.5.1878) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
19 (1878)
Issue
Heft 19 (8.5.1878)
Date
1878-05-08
Page
– (sequence 4)
Language
German
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- ' ■ -u,1,1 ■> W 454 zuliebe taufen ließ, mit ihr nach Mährisch-Ostran gekommen, wo er am freiherrlich Rothschild'schen Schachte „Tiefbau" gleichfalls als Zimmerhauer Verwendung fand; unter Einem wurde er auch als Mitglied der Bergcapelle acceptirt. Am letzten Donnerstag war der Bruder derselben zu dem Handelsmanne Stephan in Franzensthal gekommen und ließ dahin feine Schwester bescheiden; er hatte erfahren, daß ihr Mann in der Arbeit sei. Was von da an mit der jungen Frau geschehen ist, konnte bisher nicht festgestellt werden, doch haben Augenzeugen vor Gericht die Aussage gemacht, sie Hütten an dem genannten Tage die Antonia Gribowski mit ihrem Bruder und drei anderen Männern auf dem Bahnhofe in Prziwos gesehen und bemerkt, daß die genannte Frau im Momente, als sich der nach Krakau abgehende gemischte Zug in Bewegung setzte, von ihrem Bruder sammt dem Kinde, das sie auf dem Arme trug, in das Eisenbahn-Coupe hineingezogen wurde, während die anderen drei Männer, von denen zwei bereits, und zwar der in Witkowitz beschäftigte Schlosser Bester, sowie der in Schwirkel bei Radwanitz domicilirende Gastwirth Bester, dem hiesigen Gerichte nominirt sind, die sich Sträubende in das Coupe nachschoben. (Dies Alles geschah merkwürdigerweise, ohne daß die Frau um Hilfe geschrien oder sich zur Wehre gesetzt hätte! Wenigstens weiß der Gewährsmann des Mähr. Corr. davon nichts zu erzählen.) Als der Gatte am Abende aus der Grube nach Hause kam, fand er weder Frau noch Kind und erfuhr am nächsten Tage erst einige Anhaltspunkte, auf Grund deren er die Hilfe der Behörden in Anspruch nahm. Wie wir f. Z. berichtet haben, hat der israel. Freitisch-Verein zu Prag ein Comit« eingesetzt, das die Aufgabe hat, die Leistungsfähigkeit dieses Vereins thunlich zu fordern, und war dessen erste Wirksamkeit die Versendung von Aufrufen sammt Beitrittserklärungen an die Cultusgemeinden auf dem Lande. Wie wir nun erfahren, war dieser Appell von überraschend gutem Erfolg gekrönt, da bereits trotz der kurzen Zeit seit Versendung der Aufrufe viele Cultusgemeinden und Private Jahresbeiträge und Spenden für Vereinszwecke übersandten, und noch weitere namhafte Beiträge in sichere Aussicht gestellt wurden. Dieses erfreuliche Resultat setzt den seit 20 Jahren bestehenden überaus strebsamen humanen Verein in die angenehme Lage, die Wohlthat der Verabreichung von Mittagskost an arme Studirende vom Lande in größerem Maße auszudehnen, wodurch einem längst gefühlten Uebelstande abgeholfen werden wird. Das Resultat der Beiträge beabsichtigt das Comitö durch einen öffentlichen Dank zur allgemeinen Kenntniß zu bringen. Nttolsbitrg. Mit Bezugnahme auf den in Ihrer geschätzten Zeitschrift jüngst gebrachten Bericht über eine hier stattgefundene Jubiläumsfeier bin ich in der angenehmen Lage, Ihren geehrten Lesern Aehnliches mittheilen zu können. Der verdienstvolle, rühmlichst bekannteRabbinats-Assessor, Herr M. L. Kohn, zugleich Stifs- Rabbiner der Beth-Hamidrasch-Synagoge, wo er durch seine geistreichen und belehrenden Vorträge stets, namentlich an den Festtaen, ein zahlreiches Auditorium zu fesseln weiß, begeht in letzterer Eigenschaft am >y"3n nos sein fünfundzwanzigjähriges Jubiläum. Aus diesem Anlasse und in Würdigung der nicht unerheblichen Verdienste des Jubilars um den Fortbestand benannter Synagoge wurde ihm von den derzeit fungirenden Vorstehern, den Herren I. Preßburg, M.Oser und S. Bachrach, am rat? ein prachtvoller, silbernem Pokal überreicht, worauf Herr M. L. Kohn für die ihn angenehm überraschende und ungeahnte Ehrenbezeugung in tief gerührten Worten dankte. Möge dieser wackere Volkslehrer noch recht lange sich seiner körperlichen Rüstigkeit und geistigen Frische erfreuen, auf daß es ihm auch fernerhin gegönnt sei, zum Ruhme und zur Zierde unserer Gemeinde seinem ehrbaren Berufe vorstehen zu können! Wir erhalten aus demselben Anlässe noch die nachstehende Zuschrift: Nikoilsburg, im Monat Nissan. Es sind nun 25 Jahre verflossen, seitdem unser allgemein beliebter und verehrter Rabbinats - Assessor, Hr. M. L. Kohn, das Amt eines Rabbiners in der Beth-Hamidrasch-Synagoge versieht. Aus diesem Anlasse wurde demselben am row zu seiner großen Ueberraschung — da er in seiner Bescheidenheit von einer ihm darzubringenden Ovation keine Ahnung hatte — von dem Vorstande genannter Synagoge ein werth- und prachtvoller silberner Becher als Zeichen der dankbaren Anerkennung seiner ersprießlichen Amtsthätigkeit überreicht. In Folge dessen hielt Herr Kohn am nyion t>in ns» nDD in der erwähnten, in allen Räumen von Zuhörern gefüllten Synagoge eine besonders gediegene Rede (nttnn). Anknüpfend an die Stellen des Festabfchnittes: oyn?n nt* »nnjt "oyn jn n« 'n;rvi„ "Dyn in n« jrn 'ni„ "nin dankte er mit Bezug darauf, daß 'n sm no3i in, Gott dem Herrn, der es

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