Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 19 (1878)
- Issue
- Heft 13 (27.3.1878)
- Date
- 1878-03-27
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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320 titt die Bezeichnung 'v vorkommt, nicht mit O"ivy, sondern mit bNyOL" vertauscht. Da kam eS denn, daß ein unwissender Censor im Gebete ivm die Strophe enip -u bw vnp oynn»ar nctp tsrnp »u ~\üw zu ändern befahl "13N' bNi »np bNyvrr" nnjt» no» vnip bttyüW' -tonv »np betyoitn und so unbewußter Weise die verrätherische That übte, Segen statt Fluch auf das Haupt des Feindes vom Himmel zu erflehen." Durch vielfach eingestreute Bemerkungen und besonders durch die im Anhänge beigegebenen Noten hat der Berf. es auch verstanden, den Gegenstand seiner Behandlung dem jüdischen Gelehrten besonders werthvoll zu machen. So dürfte es z. B. nicht allgemein bekannt sein, daß die Quelle für den vielcitirten Satz, bsn d"d?b’£w bwn ’?bn, im Sohar zu Parschath -«va zu suchen ist. Die Notiz aus Ber. Rabbah Cap. 33, welche besagt , daß *e’py 'i in pir: predigte, dürfte die Auflassung der pirj7 ybp\x y"i n"i 'dm (Aboda sarah. 34 a.) gegen die Lesart Raschi's in Megillah llft. pu'iS ybp'N iopiy -d rechtfertigen.*) Gelegentlich der Erwähnung der O3.3O 'wn •j-iujd'i, woselbst die Bilder des Zodokial-Kreises im Tal- und Geschem.^ebet als andachtstörend und daher als unzulässig bezeichnet werden, ist noch eine Stelle aus dem Sefer Chasidim (Abschn. 282) nachzutragen, wie überhaupt die direct vorhergehenden und folgenden Abschnitte in genanntem Buche den Gegenstand des vorliegenden Vortrags mehrfach berühren. Der betr. Passus lautet: mpy yznNi D'ntpyb rrv.DD 3in3b ib'D ’D nrrn ms>ya mma Dni»s nry» Nbr^ ision ay wn :3iro7 miDon lb’nnnt? no o ->rs nw Nbi jb'ND in 13b miDD3 D*N’p3 I'.I D’JWMin» 'Db y33Ni nn»ya «b nyi dn"'1 "nm onrs .">Dy oni omed3 uro M'S3ir HD DM’ Nb 1"I3 nN")'K7D '3 »pn n’U3 31N3' ddi r’-N isn nusnb 1'3L n^n v»j£? nciyb dmd *pn .vjs blÖ DM1 Nb *pD n’HT Wir erinnern zum Schluffe daran, daß der 'Ertrag dieser Schrift der Förderung erner überaus großen mso, dem Unterricht der armen Ghettokindcr in Rom gewidmet ist. Seit einiger Zeit ist daselbst zu diesem Zwecke ein Talmud - Thora- 'Jnstitut gegründet worden, das aber mit sehr be- > deutenden pecuniären Schwierigkeiten zu kämpfen hat.! *) Es dürste sich übrigens schon ans dein Gegenstand der ( Frage, ob D’-OJ bw D'Jpjp erlaubt oder verboten sind, ergeben, j daß es sich hier nicht um topiy ">Q handeln kann. Tenn für diesen konnte hierüber keine Frage obwalten, br die Mischnah l"y) 72' ausdrücklich für verboten erklärt. Jene arme Kinder, welche nach der persönlichen Ueberzeugung des Herrn Verf. noch die deutlich sich markirenden Spuren des alten unverschuldeten Elends an sich tragen, unter dem die Väter fast verkommen sind, verdienen unsere volle Theilnahme. Herrn Dr. Berliner gebührt das hohe Verdienst, diese Theilnahme in so ansprechender, edler Weise angeregt zu haben, daß wir an einem ersprießlichen Erfolg nicht zweifeln. — n— Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. England. London. Die bekannte Philanthropin, Baronin Burbett Cou tts, die im Laufe des russ.- türkischen Krieges durch ihre außerordentliche Wohlthätigkeit die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich gezogen, hat in einem Schreiben an den engl. Gesandten iu Constantinopel, Herrn La Yard, sich folgendermaßen über die Juden ausgedrückt: Die Art und Weise, wie die Juden ihre eigenen Armen unterstützen, ist bewunderungswürdig. Sie haben nicht blos großmüthig zu unserm Fond beigesteuert, Herr Fernandez und sein hiesiges (Constantinopeler) jüdisches Counts haben auch den ernstesten Wunsch, alles nur Mögliche für die jüdischen Flüchtlinge zu thun, obgleich die nöthigen Mittel nicht reichlich hierzu vorhanden sind. Wenn Sie Gelegenheit haben, einigen hervorragenden Juden mitzutbeilen, wie hoch ich die Handlungsweise ihrer hiesigen Freunde schätze, würden Sie mich sehr verbinden. (Jew. Ehr.) Feuilleton. Licht und Schatten. Erzählung von Friedrich Rott. XXlX Wie eine Löwin, der man ihre Jungen geraubt, schritt Emma in ihrem Zimmer aus und nieder. „Mir das!" schrie sie und stampfte wüthend mit dem Fuße auf dem Boden, „mir das! die sie unter ihrem Herzen getragen hat — mir durch d:e Gerichte verbieten zu lassen, daß ich sie anrede. — O, es gibt keine Gerechtigkeit mehr!" „Aber Emma, ich bitte Dich um Alles, in der Welt, mäßige Dich. Hast Du denn Alles ver-