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Der Israelit · 1878-03-20 · Heft 12 (20.3.1878) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
19 (1878)
Issue
Heft 12 (20.3.1878)
Date
1878-03-20
Page
– (sequence 4)
Language
German
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286 Das sind die alten pi’djd ’na nicht, deren reinigende Kraft die mit Sünden bedeckten Besucher wieder sündenrein entläßt. Wer diese Stätten sündenrein betritt, läuft Gefahr, seine Lauterkeit zu verlieren. Als Israel seinen Gott vor dem Bilde eines Gras fressenden Thieres verleugnet hatte, gab ihm Gottes Gnade durch Errichtung eines Gottesheilig-' thumS Mittel und Wege an die Hand, das begangene schwere Unrecht wieder zu sühnen.') Was soll aber für die Verkehrtheit einer Zeit sühnend eintreten, die die Stätte der Gottesverehrung selber der Verehrung ihrer Idole weiht, u d so der einzige Ort, an dem wir noch als »ja 'N bn erscheinen könnten, erscheinen müßten, laut und unabweisbar bezeugt: dpn 'Dy Nb? Was würde jener jüdische Weise, der sich darüber gewundert hat, daß Israel gibt und spendet, ohne Rücksicht auf die Löblichkeit oder Verwerflichkeit des Zweckes, was würde er erst sagen, wenn es den Mißbrauch geißeln wollte, den unsre Zeit mit ihren Gotteshäusern treibt! „Fordert man sie zum Egel auf, so spenden sie, fordert man sie zum Mischkan auf, so spenden sie wieder;" lautet das Wort, in welches sich seine Verwunderung kleidet, daß man bie Eigenart dieses Volkes nicht ergründen könnet) Unsre Zeit spendet angeblich für's Mischkan,^ thatsächlich dient aber die Spende dem Cultus der Zeitidole. Die Gotteshäuser und die Art und Weise des Gottesdienstes sind daher mit Fug und Recht das Schibboleth, das unterscheidende Kriterium geworden , welches jüdische Gemeinden von Reformgemeinden unterscheidet. Wenn nicht alle Anzeichen trügen, so hat der Zwiespalt, welchen diese Entweihung des göttlichen Pi'via '.->2 bur« 0’bn.J b& p’ü no i’dj (2 PEG pro imi' on 'ja ton D'bm no n^>n a"vai Din 'ja ni’Dja 'Ml a"oa -p painü p^yi pba',121 pNDD njp) mso pNSi'i nuiy D’nSd p«eo pto D'DJaj .(i.a'bN ’aa Dnanpo NsaN a"nn bNbaa o»a '.a Nap in-» (3 'gi naaj ’jNiN'an a'ra no nau Dam« ipas toptp iniNa ^jyn iryao wnb n"apn aDN nnw wy ppon pn wytcoi q'dw lN'an noi anin »dtj lNon D’Dua , dtji nn wan M an: Pa dtd noi ,nanj Dlpva yrN'.n 'y ppnL itnipn nm DM iaanj D'onai tcnao) ’n Vn 'ja D,ap aoN» dpn 'Dp nb oto aoN’ a»N .(naa 'SiNby awyb bla' PN pN ndn aa Na ’aaaDN (4 panoi pB'DP pyanj pjnui biyb pyanj PNt.a .avlN bw .(n"d D'bp^ iDbr^la') Namens im jüdischen Gemeindewesen heraufbeschworen hat, bereits seinen Gipfelpunkt erreicht und überschritten. Dank der Gesinnungstüchtigkeit der Gesetzestreuen, Dank der immer drastischer zu Tage tretenden Hohlheit und Haltlosigkeit der an» gestrebten Neuerungen bricht sich mehr und mehr die Ueberzeugung Bahn, daß auf dem eingeschlagenen Weg der Trennung die Rückkehr gesunder jüdischer Gemeindeverhältnisje allein zu ermöglichen ist. Das fortschreitende Durchdringen dieser Ueberzeugung , das Eintreten selbst der staatlichen Gesetzgebung für unser Streben nach Absonderung und Scheidung b'na enip pa, diese verhängnißvollen Omina sind es auch, welche den Verächtern des überlieferten Judenthums in neuerer Zeit so häufig die schmerzlichsten Stoßseufzer entlocken. Sie jammern über den Frieden, den fie frivoler Weise gebrochen, weil der Fluch des Friedensbruchs sich über den eigenen Häuptern entladet. So schmerzlich dieser Zwiespalt auch das jüdische Herz berührt, es braucht vor feinem Ausgang nicht zu bangen. Zuversichtlich darf es der alten Verheißung vertrauen aajnrP nsiD pdjdh n'aa nppno Auch dieser Streit wird, wo man ihn nur aus reinen Motiven und mit reinen Händen führt, seinen nicht zu unterschätzenden Beitrag liefern, daß die von Gott gezogenen, von seinen Verächtern zertrümmerten „Schranken und Zäune" wieder die alte Würdigung und Anerkennung erfahren. Diese „Zäune" werden es ja sein, mit welchen der Lenker unserer Geschicke, wenn er die fallende Davidshütte aufrichtet, die Risse umgeben wird, und erst wenn die D'aai diese ihre Mrssion erfüllt, wird Gott die Trümmer aufrichten und aufbauen wie in den Tagen der Vergangenheit. nbs'j.a an pa*D pn d’pn N'nn ora P’sns pn 'naaji D'pN l'PlD'a.al D^y »dg n'P’jai Zeitrengsnachrich ten uttb Correfpondenzen. Deutschland. Brrtteitztvieserr (Bayern). Ein seltenes Fest hat vergangenen Samstag Abend den 2. März unsre Gemeinde gefeiert. Die hiesige Cultusverwaltung hat bei dem auf diesen Tag fallenden 76. /N' 's non paN laa 'dd (5

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