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Der Israelit · 1878-02-27 · Heft 9 (27.2.1878) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
19 (1878)
Issue
Heft 9 (27.2.1878)
Date
1878-02-27
Page
– (sequence 5)
Language
German
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207 für zuverlässig ->ao halte, obwohl Andere (Rabbiner und Commission) nicht dergleichen Ansicht sind. Ich halte mich für verpflichtet, um nicht b’BOö D'3“>3 zu sein, von diesem Verhältniß dem Lesepublikam Ihres geschätzten Blattes Kenntniß zu geben. Oesterr. - Ungarische Monarchie. Wien. Unlängst kam aus Jerusalem einer unserer Glaubensgenossen mit seiner kranken Frau hierher, um die hiesigen Aerzte zu consuttiren. Als die Frau nun hergestellt war, fehlten den Leuten die Mittel zur Rückreise. Sie wandten sich in einem Bittgesuche an den Kaiser und erhielten 40 fl. Reisekosten. (W. Jsr.) Pesih. Die Orthodoxen haben an den Reichstag eine Petition um Theilung des israel. Schulfonds eingereicht. (Pesth. isr. Zeit.) Nttgvor (Ungarn). Das hiesige, weit und breit rühmlich bekannte Rabbiner - Collegium hat leider und mit ihm das echt und unverfälscht gebliebene Judenthum einen großen Verlust erlitten. iyr6npn vh vDHKptPXD nVo pwn ist nicht mehr; heute, an -na nachdem er gegen zwei Wochen krank gewesen, py wdbu nnt>y mr»D3i n»np3. Es ist unmöglich, das nmyi npis zu schildern, das dem Verblichenen, welcher 30 Jahre dahier gewirkt hatte, eigen gewesen. Das Leichenbegängniß war groß; gesprochen haben Herr H. Mannheimer, Oberrabbiner, Herr Salomon Ganzfried, zweiter Rabbinatsverweser dahier, und die Herren Rabbiner zu Sabranz und Serednei. n"2"y"y'n. Israel Margarethen. PieUttä. Ein nicht gewöhnliches Ereigniß wird gegenwärtig von den Einwohnern der Stadt Neutra und deren Umgebung besprochen. Die Eheleute Kopel und Johanna Ehrenfeld feiern morgen, den 17. Februar, ihren 70. Hochzeitstag im Kreise von 10 Kindern, 44 Enkeln und 39 Urenkeln. Bei diesem Ehepaare, welches sein 70jähriges Eheleben in glücklicher Eintracht verbrachte, bewährt sich das Sprichwort: „Jung gefreit, hat Niemanden gereut," denn der Jubilar hat bereits in seinem 13. Lebensjahre um die Hand seiner Lebensgefährtin geworben, welche er in seinem 15. Lebensjahre erlangte. „ Lomnitz (Böhmen). Hier starb Abraham Reichner, 101 Jahr alt; bis drei Tage vor seinem Tode war er ganz rüstig. In Kschanow (Galizien) starb jüngst eine jüd. Frau im Alter von IIS Jahren, die bis zur letzten Stunde rüstig war. (W. J«r.) Rumänien. Zlafftz Den „Arch. Jsr." wird geschrieben: Rach 12 Jahren voll von Anfeindungen, Demäthigunge» und barbarischen Verfolgungen, haben wir endlich die Freude, unsere Regierung eine sehr liberale Kundgebung für die Israeliten bethätigen zu sehen. Am Neujahrstäge des ersten Jahres der Unabhängigkeit Rumäniens wurde an zwei Chefs der ältesten und Achtbarsten Bankhäuser unseres Landes der Orden des rumänischen Sternes verliehen. Es sind dies Herr I. Ch. Daniel, Chef des Hauses Michel Daniel und Sohn in Jassy und Herr Em. Hillel-Manoach, Chef des gleichnamigen Hauses in Bukarest. In anderen Zeiten und Verhältnissen wäre dies nur eine persönliche Auszeichnung, hier gilt es eine allen rumänischen Juden gegebene Genugthuung. Man schreibt dies dem Minister Cogolniceano zu, von dem mau glaubt, daß in Rumänien er allein über Parieigeist und Vorurtheil erhaben ist. Italien. Rom. Ein Berliner Israelit schreibt der „Germania": „Folgende Begebenheiten aus dem Leben Pius IX. will ich der Geschichte nicht vorenthalten; dieselben wurden mir von meinem Freunde M. als ganz wahrheitsgetreu mitgetheilt; sie haben sich vor ca. zehn Jahren zugetragen. Ich fuhr, so erzählte mein Freund, nach Königsberg und machte im Coupe die Bekanntschaft mit einem bejahrten Herrn. Im Laufe unserer Unterrednng erzählte mir der alte Herr: „Ich bin in meiner Jugend ausgewandert und ging bis nach Californien. Ich habe einst drei Missionäre vom Tode gerettet, welche gehenkt werden sollten, und durch meinen Einfluß und meine Geldopfer ist eS mir geglückt, dieselben zu befreien. Diese Thai ist dem Papst nicht unbekannt geblieben, und durch den Erzbischof, welcher in demselben Lande residirte, ist mir dann auch die Auszeichnung eines päpstlichen Ordens zu Theil geworden, den ich Ihnen hier zeigen kann. Mit dem Bischof bin ich sehr befreundet worden; ich habe ihn jetzt in Rom aufgesucht, wo er seit einer Reihe von Jahren in der Nähe des Papstes weilt. Diese freudige Begegnung kann ich Ihnen nicht mit Worten schildern. Ich wurde dem Papst vorgestellt, welcher mich umarmte und seinen Dank und seine Freute aussprach, mich zu sehen, der mit großen Opfern s. Z. seine Gesandten geretttet.

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