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Der Israelit · 1878-02-13 · Heft 7 (13.2.1878) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
19 (1878)
Issue
Heft 7 (13.2.1878)
Date
1878-02-13
Page
– (sequence 5)
Language
German
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155 katholische und 10 von anderen Bekenntnissen. Militärärzte waren 830 und zwar 682 evangelische, 130 katholische, 17 mosaische. 1 anderen . Bekenntnisses. Militärbeamte waren 1973 und zwar 1655 evangelische, 316 katholische, 2 mosaische. Es bleiben also 241,802 Unteroffiziere und Mannschaften. von denen 164,982 evangelischen, 75,286 katholischen, 1305 mosaischen Glaubens und 229 anderen Bekenntnisses waren. Im ganzrn waren unter diesen 175,913 Evangelische. 76,612 Katholische, 1324 Mosaische und 240 anderen Bekenntnissen Angehörige. Colberg. Dem vierten Jahresbericht über die Verwaltung des jüdischen Kurhospitals im Sool- und Seebade Colberg im Jahre 1877 entnehmen wir: Die Anstalt wurde am 16. Juni eröffnet und am 15. September geschlossen. Es haben 36 unbemittelte Patienten (13 Männer, 23 Frauen) an 1096 Verpflegungstagen hinter ihren gastfreundlichen Pforten Obdach und Pflege, ärztliche Behandlung und 710 Soolbäder kostenfrei empfangen; außerdem wurden 200 Soolbäder in den städtischen Anstalten genommen, für die uns von den hiesigen städtischen Behörden die nöthigen Freikarten großherzig zur Verfügung gestellt wurden. Von den 36 Pfleglingen waren 20 Personen aus Berlin, 8 aus der Provinz Pommern, 4 aus der Provinz Posen und je 2 aus den Provinzen Brandenburg und Preußen. Es sind 14 Patienten als , geheilt" und 22 als „gebessert" aus der Anstalt entlassen worden, — und wieder also hat dieselbe segensreich gewirkt, indem sie einer ansehnlichen Anzahl von Armen und Kranken das kostbarste Lebensgut, Gesundheit und verjüngste Kraft wieder geschenkt hat. Nicht mit Unrecht dringt daher die Theilnahme für die gedeihliche Entwickelung unserer Humanitäts-Anstalt in immer weitere Kreise, und sowohl Gemeinden und Vereine, als Privatpersonen treten ihr als wohlwollende Mitglieder bei, um sie mit offener Hand und edlem Herzen warm und kräftig zu unterstützen. Die sämmtlichen Einnahmen betrugen in diesem Jahre 4374 Mark 16 Pfg., — also 904 Mark 34 Pfg. mehr als im vorigen Jahre. Die Ausgaben betrugen 3253 Mark 48 Pfg. Die laufenden Jahresbeiträge find von 143 Mitgliedern mit 1279 Mark am Schluffe des Vorjahres in diesem Jahre auf 203 Mitglieder mit 1729 Mark 50 Pfg. gestiegen. Noch immer bedürfen wir größerer einmaliger Beiträge, um ein Grundkapital anzusammeln, dessen Zinsen der Anstalt eine regelmäßige Ein- ' «ahme sichern. Noch immer bedürfen wir auch der fortlaufenden Jahresbeiträge, um das Wirken unserer Anstalt immer weiter auSzudehnen, anstatt, wie bisher, unfern Wirkungskreis einengen und so viele Bittende und Hilferufende abweifen zu müssen, die von dem kräftigenden Hauche unserer See und von den hiesigen heilenden Soolquellen Genesung oder Linderung ihrer Leiden erhoffen. Oesterreichisch-Ungarische Monarchie. Wien. Dem fünfunddreißigsten Jahresbericht des Vereines zur Beförderung der Handwerke unter den inländischen Israeliten entnehmen wir: In dem eben abgelaufenen Verwaltungsjahre, betrug die Gesammtzahl der unter seiner Obhut gestandenen Zöglinge 364 gegen 369 im Vorjahre. Neu ausgenommen wurden 112, 67 haben ihre Lehre mit gutem Erfolge vollendet und 27 haben dieselbe vor Ablauf der Lehrzeit verlassen. Am Schluffe des Jahres 1877 zählte der Verein somit 270 Schützlinge gegen 252 im früheren Jahre. Die Jahresbeiträge erleiden einen kleinen Ausfall, obwohl die Zahl der Mitglieder nicht abgenommen hat; derselbe erscheint jedoch durch erhöhte Capitals- und Stiftungs-Zinsen gedeckt. Die Einnahmen betrugen 9313 fl., die Aus- 8915 fl. In Legaten erhielten wir 3910 fl. Das Vermögen des Vereins beläuft sich auf 92845 fl. Durch Erzielung bedeutender Preisermäßigung im Einkauf unserer Tücher, ist bei „Wäsche und Bekleidung" ein Ersparniß von mehr als hundert Gulden erzielt worden. Dem entgegen haben wir eine Steigerung von fl. 400 unter „Unterstützungen" zu verzeichnen. Es betreffen dieselben zwei unserer Glaubensgenossen, welche, mit warmen Empfehlungen des österreichischen und deutschen Consulates versehen, unter Noth un) Entbehrungen aus Jerusalem, wo sie Weib und Kind zurückgelaffen, gekommen, um hier das Hafnerhandwerk zu erlernen, in der Hoffnung, damit ein lohnendes Gewerbe zu Hause betreiben zu können. Der Vorstand glaubte die zu diesem, der Tendenz unseres Vereines entsprechenden Zwecke angesuchte Unterstützung ihnen nicht versagen zu sollen, obwohl sie als „Ausländer" statutengemäß eine solche nicht beanspruchen konnten, da eben unser Verein in der Lage war, durch seine reiche Erfahrung und bewährte Einsicht Mittel und Wege hiezu ihnen darbieten zu können.

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