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Der Israelit · 1878-01-09 · Heft 2 (9.1.1878) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
19 (1878)
Issue
Heft 2 (9.1.1878)
Date
1878-01-09
Page
– (sequence 5)
Language
German
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25 1er — trösten, falls diese Zeilen ihnen eine« ähnlichen Borwurf einbringen sollten. Wir fassen also, das bisher Gesagte in die Worte zusammen: n’pr6 -in« pjd ins pjaatp -oi 53 Jedes p»3» -331, also gewiß dieses 33-1 pD3ff par excellence, erheischt für seine Beseitigung ein anderes Minjan als dasder Herren Grand-Rabbinen Mossö, Astruc, Bigard. — Diese hagelneue Interpretation, halten wir so lange aufrecht, als Herr Grand-Rabbin Mosse, die seinige nicht aufgibt. Aeitungsnachrictzten und Correspondenzen. Deutschland. Mainz, 7. Januar. Wir haben heute für die Nothleidenden rc. im heiligen Lande 1852 M. 76 Pf. an das Central-Comite in Amsterdam geschickt. So großartig sich auch der Edelmuth und die Opferfreudigkeit der edlen Spender bewährt — unsere geehrten Leser werden sich erinnern, daß wir im eben beendeten Jahre nahe an 42,000 M. gesammelt und übersandt haben — so müssen wir doch immer wieder auf's Neue bitten; das Elend ist über alle Beschreibung groß und die Augen der Nothleidenden sind sehnsuchtsvoll auf uns gerichtet. Gebe der allgütige Gott, daß es uns gelinge. die entsetzliche Lage der Hungernden einigermaßen zu verbessern. Oesterr. - Ungarische Monarchie. Wien. Es sind schon viele lustige Trauungsscenen geschrieben und erfunden worden, aber an! Lustigkeit und Comic stehen alle weit hinter jener! Scene zurück, welche sich — der „Tagespresse"! zufolge — vor Kurzem im Wiener (Leopoldftädter) j neuen tötetet. Tempel tatsächlich ereignete. Ein! Brautpaar, den besseren Gesellschaftsklassen angehörend, stand unter dem festlich geschmückten Baldachin vor dem Cantor, der den feierlichen Akt zu vollziehen hatte. Nun kam es zum Sege.isfpruch, wobei nach ritueller Vorschrift dem Bräutigam und der Braut ein GlaS Wein zum Trünke gereicht wird. Der Cantor will der Braut den Pokal übergeben, doch sie lehnt bescheiden ab und haucht im Flüstertöne die Worte hin: „Danke sehr, Hab' , wirklich keinen Durst!" Der erste Cantor schmunzelt, der zweite lächelt, auch das Chorpersonal lacht, lacht aus vollem Halse und diese Heiterkeit bemächtigt sich bald aller Anwesenden bis auf Einen, und dieser Eine war — der Bräutigam. Wien AuS dem Nachlasse der am 26. Aug. d. I. in Ischl verstorbenen Frau Therese Auspitz, einer durch seltenen WohllhätigkeitSsinn ausgezeichneten Dame, der es ein HerzenSbedürfniß war, die Noth der Unglücklichen geräuschlos zu lindern, den Werth ihrer Gaben jederzeit durch die Freundlichkeit ihres Zuspruches erhöhend, sind soeben jene Vermächtnisse flüssig gemacht worden, mit welchem die Dahingeschiedene zahlreiche WohlthätigkeitS- Anstalten Wiens bedacht hat. So erhielten, abgesehen von namhaften Legaten Humanitären Charakters, an Privaten, der iSr. Frauen - Wohlthätigkeits-Verein 2000 fl., der Frauenerwerb - Bereit» 1000 fl. Papier-Rente, die israel. Armenanstalt 500 fl., die isr. Kinder»Bewahranstalt 400 fl., die Armen Wiens 500 fl., das isr. Taubstummen-Jnstitut 500 fl. Papier-Rente, das Zillingsdorfer Kinder-Asyl 200 fl., die isr.Waisenanstalt 300fl.; außerdem wurde noch in ähnlicher Weise eine Anzahl von Wohlthätigkeits-Anstalten bedacht. Italien. Turin. Vor einiger Zeit wurde im hiesigen Theater das von Granoso verfaßte Drama „Der Waffenbruder" gegeben. In einer der Hauptscenen dieses Stückes kommt der Satz vor: „Es gibt hier keine jüdischen BanqaierS." Nach Schluß des Aktes ging ein junger Zuschauer — ein Christ — auf die Bühne und machte dem Verfasser lebhafte Vorwürfe wegen dieses unverschämten Ausrufes, welcher eine Schande für das Theater und unser erleuchtetes Jahrhundert sei. Der Verfasser sah sein Unrecht ein und änderte bei der zweiten Vorstellung die betreffende Stelle. (Ärch. isr.) Frankreich. Paris. Außer Herrn Leon Cohn, wurden noch drei Israeliten und zwar die Herren Ernst Hendl«, Schnerb und Pinöde zu Präfecten ernannt. Herr Jaques Meyer ist zum Unter-Chef im Cabinet des Ministers des Innern ernannt worden. (Un. isr.)

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