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Der Israelit · 1878-01-02 · Heft 1 (2.1.1878) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
19 (1878)
Issue
Heft 1 (2.1.1878)
Date
1878-01-02
Page
– (sequence 11)
Language
German
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11 mitgetheilt. Es müßte nun untersucht werden, in! wie weit die Regeln für die religionsgesetzliche Entscheidung auch auf onciD 'dd Anwendung ha-; bcn6) und danach entschieden werden. j Thatsächlich können jedoch alle diese Untersuchungen für den vorliegenden Fall unterbleiben, da die erwähnte Stelle überhaupt nicht von 'vana r6sn, sondern nur von rnp, also nur von yaE» nDHD spricht. Kaddisch und Borchu machen nämlich nicht, wie Herr Grand-Rabbin Mosse in Parenthese bemerkt, das öffentliche Gebet aus, dazu gehört noch rwnp, 0'D3 ninw, mm r.xnp u. s. w. u. s. w. Schon der Umstand, daß von allen diesen nur id-oi mp erwähnt ist, leitet ddrauf hin, daß es sich bei der erwähnten Quelle gar nicht um noya nten, sondern nur um pD^ ^D'^2 handelt. Sv fassen denn auch Raschi und Tosephot zu Megilla 26b., sowie sämmtliche d’pdis diesen Ausspruch auf, weßhalb auch keiner der Commentatoren zwischen dieser Auffassung und der ausnahmslos anerkannten Satzung, welche für -ins 'n zehn Personen vorschreibt, einen Widerspruch findet. — Nachdem es so unzweifelhaft erscheint, daß diese Stelle, da sie nicht einmal den Gegenstand behanj delt, für den sie etwas beweisen so!!, eine Aende-! rung des Bestehenden in keiner Weise rechtfertigen! kann, so erübrigt uns nur noch auf die Gründe einzugehen, welche für die Nothwendigkeit dieser gesetzwidrigen Neuerung vorgebracht werden. (Schluß folgt.) Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen. Oesterr.-Ungarische Monarchie. Wien, 20. Dec. Der Mädchen-Unterstützungsverein, der sich die Aufgabe stellt, arme israelitische Mädchen vom zwölften Jahre angefangen für bestimmte Erwerbszweige vorzubereiten öder auszubilden, hielt gestern seine elfte ordentliche Generalversammlung. Nach einer Begrüßungsansprache der Präsidentin Frau Paula v. Frankl erstattet der Cassenverwalter Herr Gustav Simon den Cassenbericht pro 1877, nach welchem die Jahreseinnahmen des an 900 M. itglieder zählenden Vereins 8906 fl., die Ausgaben 860l fl. betrugen nnd das 6) Daß dies nicht allgemein der Fall sein wird, dürste eine eingehende Untersuchung durch viele Beweise ergeben. — Sehr belehrend für diese Materie, der Anwendung der nsonn auf die ni'Jl» ’D 'DD, und speciell auf Dn£1D 'DD1 niriD» 'DD ist ,i"' ,i"d ''D '3 bbD D"ki miN ,dhii nra n“w .':p 'D njn mv pbkii VereinSvermögen mit 6677 fl. in Barem und 11,410 fl. in Hffecten beziffert wird. Hierauf berichtete die Schriftführerin Frau Dr. Schüßler über die Thätigkeit des Vereins im abgelaufene» Jahre. In der Vereinsschule, welche aus zwei Fortbildungs- und vier Arbeitsclaffen besteht, genossen 185 Schülerinnen Unterricht und zum Theil auch den Unterhalt, während 61 Mädchen auf Vereinskosten externen Unterricht erhielten. Aus der Fortbildungsschule des Vereins traten in diesem Jahre 28 Mädchen in die Lehrerinnen-Präparandie zu St. Anna über, und erhielt eines derselben für seine besonderen Leistungen ein Staatsstipendium von 150 fl. Mehrere der Schülerinnen widmeten sich dem Berufe der Kindergärtnerinnen, andere wendeten sich dem Staatsdienste und wieder andere Schülerinnen des Vereins der Kunst- Industrie zu. Als in diesem Jahre eingeführte Neuerungen in der Schule sind zu erwähnen: die Errichtung eines höheren Ausbildungscourses an der Fortbildungs-. sowie einer Maschinen-Strickschule an der Arbeitsschule des Vereins, und hat die Maschinen-Strickschule bereits zur selbstständigen Erwerbsthätigkeit einiger Mädchen geführt. Mehrfache Spenden und Legate haben zwar eine Erweiterung der Schulräumlrchkeiten ermöglicht, doch ist der Andrang von Schülerinnen zu groß um sämmtliche Reflectirende zu berücksichtigen. D??-* Vereinsbericht gedenkt ferner anerkennend der Thätigkeit des Vorstandsmitgliedes Frau Marianne Bevedikt, welche sich besonders um das Zustandekommen der Vorlesung zu Gunfteu der Vereinskaffe Verdienste erworben hat. Serrn Robert, dessen Vorlesung vom glänzendsten materiellen und künstlerischen Erfolge begleitet war, wurde gleichfalls der einmüthige Dank der Versammlung ausgesprochen. Im Anschlüsse an diesen von der Versammlung mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Bericht der Schriftführerin appellirt die Vorsitzende in warmen Worten an die Wohlthätigkeit der Mitglieder mit der Bitte, die VereinSbeftrebungen kräftigst zu unterstützen, womit die Versammlung schloß. Feuilleton. Licht und Schalten. Erzählung von Friedrich Rott. XVII. Als der alte Grün gegen Abend aus dem Geschäfte heimkam, erfuhr er durch seine Tochter

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