Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1877-12-12 · Heft 50 (12.12.1877) · page 11

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
18 (1877)
Issue
Heft 50 (12.12.1877)
Date
1877-12-12
Page
– (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2446951-2447695-2447744--14386-2470293
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

1189 Da jedoch dieser Gegenstand, streng genommen , nicht in den Rahmen dieser Aufsätze gehört, so wollen wir ihn in einem besonderen Artikel demnächst behandeln. Zeitungsnachrichten und Correspondcnze«. Oesterreichisch-Ungarische Monarchie. Pretzburg. V. Dieser Plan ist genau am Ende der nwns des Chatam Sofer b'V'i präcisirt, woselbst es heißt: owrojn ovram ’tb>pi onpN* in n"2' 5"ay D’ana Dv Di’ nio^n £oan nami l^öan btt 'Dini na^n pn -ny’wn “nta*? Di’a. Ich trage meinen Söhnen und Schülern der Schuleauf, dieJeschibah zu erhalten und keinen Tag im Jahre ohne öffentliche Vorlesung vergehen zu lassen u. s. w. Ferner wird daselbst geboten, die Vorlesungen nach dem Muster und dem Style zu führen, wie er sie gehalten. Dieser Unterrichtsplan, der stets nach Möglichkeit eingehalten wurde, wird auch nunmehr von dem gegenwärtigen Leiter und Lehrer, Förderer und Beschützer derHcchschuIe, Herrn Oberrabb. D. Schreiber, aufrecht erhalten. Wir wagen es kaum, auch nur ein Wort des Lobes über jenen Mann zu sagen, der über alles Lob erhaben. Als u’n o hmum’m (Menachoth 104) schon unter seinem Vater thätig, ist er jetzt der «'«72 selbst, der all' die herrlichen Eigenschaften des Vaters und Großvaters in sich ausgenommen. Und fragt man uns, wie wir denn trotz Seminar an die fernere ungeschwächte Continuation der Jeschiwoth glauben können, so wollen wir vertröstend auf den Mann zeigen, der es versteht, einer Schule von Hunderten von Jüngern väterlich vorzustehen, den Mann, der keine Anstrengung und Mühe scheuet, die Worte seines unvergeßlichen Großvaters iena’ xbw v.-p D”n yv '->D ]i^’«n pap1 pycn zu verwirklichen. So haben sich uns im Lause der Discussion^ zwei der von uns angeregten Fragen gelöst, was hingegen die dritte Frage, die Reorganisation der Jeschiwoth betrifft, behalten wir es uns vor, nach geeigneten Informationen unserer unmaßgebenden Meinung in diesen geschätzten Blättern Ausdruck zu geben. Zum Schluffe nur noch ein Wort an die Jeschiwoth! Das Seminar ist eröffnet, und man hat es diesmal umgangen, mit einer religiösen Maske hervorztreten, um Unbefangene zu umgarnen. Gleich bei der Eröffnung hat man jene Grundsätze laut verkündet, die das leitende Princip desselben sein werden, indem man sich nicht gescheut, mit öffentlichen Renegaten der traditionell jüd. heil. Lehre, wie Jellinek, Grätz u. dergl., einen gemeinschaftlichen Bund zu schließen. Raffen wir uns daher auf zur geistigen Regsamkeit, trachten wir an Thauroh uud Jiroh zu erstarken. um auf der Höhe jener einstigen Jeschiwoth zu stehen, die groß und erhaben durch ihren Genius aller Verführung getrotzt, und wäre es der eines von einem Minister favorisirten Seminars mit noch so reichen Stipendien gewesen. Der Unterzeichnete hat die zweifelhafte Ehre, einige dieser Apostel der Aufklärung und Bildung zu kennen, und darum kann er es aussprechen: Das ist nicht die Sorte von Individuen, die auch nur die kleinste Jeschibah zu beeinträchtigen vermöchte, und darum rufen wir Allen getrost zu: (4. B. M. 14, 9) rtt i*n’n btt HDK CD’^D Dbü ~1D DH UDOb ’D pKTl Dp. Gott mit uns! S. H. Deutsch. Rabbinats-Candidat, aus Frauenkirchen. Rumänien. Aus Bukarest wird gemeldet: Ueber 2600 rumänische Juden befinden sich gegenwärtig in Kriegsdiensten. Es wurde berechnet, daß seit Beginn des Krieges die freiwilligen Subscriptione« der Juden zum Kriegöfond eine Million FrS. übersteigen. Wir wollen sehen, wie sich die rumänische Regierung ihren jüdischen Unterthanen hiefür erkenntlich zeigen wird. Frankreich. Paris. Das projectirte Budget von 1878 wurde veröffentlicht. Der israel. Cultus figurirt in demselben mit 192,400 Frs.; darunter 26,600 Frs. für Algerien. Als Beitrag zu den Baukosten israelitischer Tempel sind 20.000 Frs. bestimmt. Das Personal des israel. Cultus in Frankreich zählt 9 Ober-Rabbiner, 22 Rabbiner, 26 Vorsänger; in Algerien 3 Oberrabbiner und 3 Rabbiner. Die höchst- Besoldung ist 12,000 FrS., die niedrigste 600 Frs. (Arch. Jsr.) Belgien. Brüssel. Die Verwaltung der StaaiSeisenbahn hat den Israeliten in Brüssel und Umgegend, welche seit zwei Monaten ihre Tobten nach dem jüdischen Friedhofe in Nivelles verbringen, eine« besonderen Todtenwagen zur Verfügung gestellt.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.