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Der Israelit · 1877-11-28 · Heft 48 (28.11.1877) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
18 (1877)
Issue
Heft 48 (28.11.1877)
Date
1877-11-28
Page
– (sequence 6)
Language
German
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1148 Mögen mit Beginn des neuen DecenniumS sich alle die Wünsche erfüllen, welche die zahlreichen Freunde der Anstalt für dieselbe hegen, mögen diese Freunde selbst aber sich immer mehr vermehren und die Beweise ihrer thätigen Sympatien verdoppeln und verdreifachen. Es handelt sich um eine der größten niso, um pi rva Viv mpUTi vV n"n, damit ist Alles gesagt. — 88 jüdische Kinder sind im verflossenen Jahre für unsere rum in dieser Anstalt erzogen worden; welcher Jude, welche Jüdin schätzt sich nicht glücklich, einen kleinen Theil an dieser großen niso zu haben? Der alljährliche Rechenschaftsbericht veröffentlicht neben einer detaillirten Rechnungsablage die Namen aller Derjenigen, die ihre thätigen Sympathien der Anstalt zuwenden. Möge der nächstjährige Bericht eine recht stattliche'Reihe opferfreudiger mir» ’p’no zu verzeichnen haben! Jeitungsnachrichten unv Eorrefpondenzee,. Deuts ch land. Berlin, 19. Nov. Wie man der „Köln. Ztg." schreibt, soll die am 14. Nov. hier mit Rumänien Unterzeichnete Handels-Convention auf der Grundlage der Meistbegünstigung beruhen, deren Rechte sich beide Theite bewilligen. Eine Klausel wegen der Israeliten soll sich, wie es heißt, in der Uebereinkunft nicht befinden. Doch ist dies nicht ganz verbürgt. Man nimmt indessen an, daß jedenfalls die Bestimmungen der Meistbegünstigungen selbstverständlich sich auch auf die Israeliten beziehen werden. Crefeld. (Curiosum.) Ein hiesiger jüdischer Restaurateur, Namens Kochmann, ladet im „Generalanzeiger" vom 17. November zu einem Kanin ch en braten ein! Oefterr.-Ungar. Monarchie. Pretzbrrrg, 16. Nov. III. Das Grab hatte sich längst über den Lehrer Israels geschlossen, seine Seele hatte sich hinaufgeschwungen nach jenen lichten Höhen, um das zu ernten, was er hienieden so reichlich gesäet, — fein Geist aber belebte noch immer die von ihm gegründete Schule. Die Jeschiwoh fand in dem ebenbürtigen Sohne und Nachfolger, dem unvergeßlichen, weltberühmten S. W. Schreiber den alten Vater, den alten Lehrer wieder. Vervollkommnung des Geistes, Ausbildung und Veredlung des Herzens im Gebiete der Moralität war auch fortan das leitende Princip, das die Schule beherrschte. Alle sophistischen Künste und dialektische Gaukeleien der damals erstehenden Reform konnten keine Wurzel fassen, man war stets eingedenk der Grundsätze des großen Lehrers mancher zog wohl Einiges von der Reform zu Erstrebende in seinen Gedankenkreis, verwarf es aber bald als das die Probe nicht haltende Falsche. In der That gehörte damals nicht viel dazu, all' die Machinationen der Reformer zu durchschauen und das Wahre von dem Falschen zu unterscheiden. Auch jetzt ist dies in Bezug auf das in Pesth neuerrichtete Seminar nicht schwer. Einige Wochen erst feiert das Seminar seinen Bestand und schon ist es aus authentischer Quelle evident erwiesen, daß einer seiner Hörer sich eine Verletzung des Sabbats durch Feueranzünden öffentlich zu Schulden kommen ließ. Dies braucht keinen weitern Commentar. myan nas* p*?nP konnte man sagen, schon diese myan zeigt den diametralen Gegensatz zwischen Jeschiwoh und dem neuen Seminar. Doch ist es überhaupt importun. eine Parallele ziehen zu wollen, denn (Jeremias 23) -an n« pr6 no könnte man mit Recht darüber fragen. Dieser Hörer zeigt doch nur die Anlagen, seine Professoren auf jedem Gebiete zu überholen: denn während derselbe — wie uns von durchaus unbezweifelt glaubwürdiger Seite zukömmt — Jemandem gegenüber die Aeaßerung that. daß die meisten Seminar-Professoren, mit Ausnahme des Herrn Bloch, feine 120 Kost genießen, also bloß wPai SoxP D’ip'D sind. zeigt er sich ihnen als nar 12112 weit voraus. Was wird das dereinst noch für ein prächtiger Neoligen- Rabbiner! y>T rreupo psna psna. (Berachoth 41 a.) (Fortsetzung folgt.) ®cutft?)- Rabbmats - Candrdat. Prag, am 13. Nov. Im Schooße der hiesigen Repräsentanz der isr. Cultusgemeinde wird wiederum eine Frage verhandelt, die gleich einer Seeschlange von Zeit zur Zeit auftaucht, deren Lösung jedoch bisher jedesmal verschoben wurde. Bei dem Umstande nämlich, daß hier außer dem Rabbinatsverweser Adler noch ausnahmsweise den Herren Predigern im neuen isr. Tempel und in der Meiselsynagoge Prof. Dr. Kämpf und Dr. A. Stein ad personam das Trauungsrecht in ihren Synagogen eingeräumt ist, herrscht seit jeher der Zweifel, ob diese Herren nur die Mitglieder ihrer Synagoge zu trauen berechtigt seien, oder ob ihr selbstständiges Trauungsrecht sich auch auf Nichtmitglieder ihrer Synagoge erstrecke, sie daher zu

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