Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 18 (1877)
- Issue
- Heft 15 (11.4.1877)
- Date
- 1877-04-11
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2446951-2447695-2447711--13598-2469472- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Żory 1× ep/1048188
OCR text
346 st nicht mehr unter den Lebenden, er hauchte seine dle und reine Seele, nachdem ihm nur wenige Monate vorher seine fromme Gattin, eine n#x rrns'i-p npns im wahren und vollsten Sinne des Wortes vorangegangen, am vergangenen Sonnabende, als am 17. d. M., aus. Diese Trauerbotschaft wird einen Jeden, der den Dahingeschiedenen kannte, tief erschüttern und nicht verfehlen, weit und breit den Weheruf ertönen zu lassen: joi pnaxn Py pan pnanrc! Unser Schmerz ist noch zu neu und unser Herz desselben noch zu voll. um gesammelten Geistes eine ausführliche Charakteristik dieses trefflichen Mannes und seines Wirkens hier zu entwerfen und begnügen wir uns daher mit folgenden Daten: Herr Rabbiner Navhtali Caro war im Jahre 1798 in Rawinch geboren Schon frühzeitig bekundete er ausgezeichnete Anlagen zu seinem künftigen wichtigen Lebensberufe. Aufgewachsen in einer in damaliger Zeit an vorzüglichen Talm'd- Gelehrten reich gesegneten Stadt lag er den rab binischen Wissenschaften mit einer jeder Beschreibung spottenden Begeisterung und Aufopferung unter der Leitung des weltberühmten Rabbiners x"y p"pn n"ax y^i.-p V'n.nic pxjn an.n viele Jabre hindurch ob! Später ginger nach Lissa und vollendete dort selbst durch mehrere Jahre als nano Pya xdd'8 p"p"> i"ax px:nc pnav: toph 'oi nyn mn seine vielumfassenden Studien. Nach Absolvirung dieser letzteren begab er sich nach Posen und erhielt von dem rühmlichst bekannten Oberlandesrabbiner daselbst nyx xa'py 'n pxj.n anno r<"y p‘‘pn n"ax nach vorzüglich bestandenem Examen die Ordination (nrv-D) zum geistlichen Amte. Einige Jahre darauf trat er seine erste und einzige Stelle hier in Schrimm als Rabbiner an, woselbst er sei: 49 Jahren in unausgesetzter Pflichttreue und in edelster Selbstverleugnung uud Uneigennützigkeit segensreich wirkte. llm dem geschätzten Leser einen nur annähernden Begriff von dem außerordentlichen Fleiße und der großen Produktivität unseres Rabbiners zu machen, sei hier erwähnt, daß er im Leben siebenmal D",pn 8a hat dvdo gewesen und selbst verfaßte, über die schwierigsten mnaoc sich verbreitende voluminöse Bände im Manuskripte hinterlassen hat. Außerdem verfaßte er noch einen nicht hoch genug zu schätzen, den nnü?ni rrrrn sd dp Wieviel er des Edeln und Guten und der Wohlthaten im Leben gewirkt, in welchem unaussprechlichen Grade er sich die Liebe und Verehrung Aller, die ihn kannten, erworben, ist kaum zu sagen. Auf dem Wege nach der letzten Ruhestätte am Sonntage, als am 18. d. M., wurde die Bahre, welche die theuren irdischen Ueberreste des edlen Todten enthielt, vorerst nach der vom feierlichen Lichtglanz erfüllten Synagoge gebracht und der heiligen Lade gegenüber niedergesetzt. An derselben sprach der älteste Sohn des V.rblichenen V'nmo pnsn am yjrs p"pn n"ax*pxp ''pr" oma« nur wenige aber tiefempfundene Worte, in denen er dem in einem heftigen Thränenstrom ausbrechenden dichtgedrängte» Publikum mittheilte, daß der Verstorbene sich jede Leichenrede verbeten habe und daher er sowohl wie seine Brüder V'm-c comscn Smn ann crtr.cn anm xna"x8 p"pn n"ax ipxp tyvn 'as xl,y jy;xs "oyo xnxp Pa'c nih nrn.-pc und sein Schwager pin^n"a pcrc *as n"n jpsion am n.n8pj po’D Pvxp:n’ *o sich Schweigen auferlegen müssen! Hierauf wurde die theure Leiche von sämmtlichen Mitgliedern der Gemeinde und auch vielen nich'jüdischen Mitbürgern nach dem Gottesacker geleitet und unter dem Schluchzen und Weinen der Umstehenden in die Gruft gesenkt. Möge das Andenken des Dahingegangenen gesegnet sein und bleiben in diesem und tn jenem Leben. Amen! .jox xan crtyn "nP nana? unaj Aus Oberschlesten. In Sohrau erregte ein an türkische und mittelalterliche Zustände erinnernder Vorfall allgemeine Sensation. Von 4 Personen ging am 8. März bei der Polizei die Denunciatwn ein, daß im Hause des Kaufmanns Berger ein jämmerliches Geschrei vernommen werde, das auf nichts Anderes, als aufs Abschlachten eines christlichen Kindes behufs Gewinnung oon Blut zu Osterkuchen schließen ließe. Dieser seltsamen Anzeige schenkte der Bürgermeister Glauben und indem er eine Haussuchung veranstaltete, erhielt das wahnwitzige Gerücht nur noch mehr Consiftenz. Cs kann nicht Wunder nehmen, daß hier Aufregung herrscht, und man muß es gerechtfertigt finden, daß die Angelegenheit der Staats-Anwaltschaft übergeben ist, die den Urhebern der Verläumdung wohl den Mund schließen wird. (Jüd. Pr.) Oesterr.-Ungar. Monarchie. Pretzburg. Die Leser dieser geschätzten Blätter dürsten sich für einen eingehenden Bericht über eine in hiesiger Gemeinde seit Kurzem mit herrlichstem Erfolge wirkende Institution intercssiren, daher ich mir erlaube, meinen Bericht bei der Entstehung dieser Institution zu beginnen. Kurz vor seinem Ableben hatte pton i"cx n£nD ana Pya \Tcxn eine 'nan zur Unterstützung der noch einer Correpetition bedürftigen Schüler der hiesigen nenn na^sr unter dem Namen mim n-Di gegründet. Nachdem sich später ergab, daß die unserer tüchtigen nn^n n'DPn - Schule entwachsenen Knaben, zufolge der größeren Ansprüche,'