Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 18 (1877)
- Issue
- Heft 15 (11.4.1877)
- Date
- 1877-04-11
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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XY1II. Jahrgang. Erste Beilage zn tlr. 15 des Israelit. Leitender Artikel. Literarischer Bericht. Targum Scheni zum Buche Esther nebst Varia« H.eetion68 nach handschriftlichen Quellen erläutert und mit einer literarhistorischen Einleitung versehen von vr. L. Munk. Berlin. Julius Benzian. 1876. Der 'W Dtf-in hat im Vergleich zu den anderen Targumim bereits vielfache Bearbeitung gefunden , weßhalb es doppelte Anerkennung verdient, daß ihn der Vers, der vorliegenden, durch Benützung interessanter Handschriften der Berliner Königlichen und der Hamburger Stadtbibliothek äußerst werthvollen Schrift, einer nochmaligen Klärung und Sichtung unterzogen hat. Die Zusammensetzung der verschiedenartigsten Theile aus welchen der W DU->n besteht, bietet so viele Schwierigkeiten, daß dem Forscher stets noch neuer Stoff zu bewältigen bleibt. Der Verf. dieses Buches hat mit großer Sorgfalt, an der Hand der erwähnten Handschriften, den Text correct und verständlich herzuftellen gesucht, und bei der Wahl unter den verschiedenen Lesarten einen so feinen wissenschaftlichen Takt an den Tag gelegt, daß man sich fast durchgehends mit den von ihm angenommenen Lesarten und ihrer Begründung einverstanden erklären kann. Da die Varianten übrigens überall beigefügt sind, so bleibt dem Leser die Möglichkeit unbenommen, sich sein eigenes Urtheil bilden zu können. Die Einleitung zeugt von dem tiefen Einblick des Berf. in das gesammte einschlägige Schriftthum und sind die erläuternden Bemerkungen sehr geeignet, die vielfachen Schwierigkeiten dieses Targum zu heben. Folgende kleine Bemerkungen mögen hier noch angebracht werden. Bei Fixirung des Alters des Berliner Manuscript''s (S. 10) dürften die Worte i"’''j"p''n nicht wie der Verf. annimmt, das Jahr 1455, sondern 1450 andeuten wollen, da der erste Buchstabe in der Regel das Jahrtausend bLzeichnet. S. 21 erklärt der Verf. die Aufzählung Hiob's unter die Patriarchen mit der im Talmud ausgesprochenen Ansicht, nach welcher Hiob zur Zeit Jakobs gelebt hätte. — Hier wäre noch die im Midrasch Rabbah ‘d im Namen des ftrsep -o ausgesprochene Ansicht zu erwähnen, nach welcher Hiob schon zu Abrahams Zeit lebte. — In demselben Absatz wäre bei der Bemerkung von den 7 Frommen die Stelle Midrasch Rabbah 'rvp '& zu vergleichen, wo deren Zahl nur auf 5 angegeben Wird. ' Die ehrenvolle Erwähnung der Söhne Eli's, die der Verf. auf derselben Seite auffallend findet, dürfte sich durch die Apologie erklären lassen, die dieselben im Talmud (Joma 9, Sabbat 55) erfahren. Die auffällige Bezeichnung 3py’ (S. 28) dürfte ihre Erklärung, nicht wie der Verf. annimmt, in dem bx-w' »t.33 »J3 finden, da diese Stelle sich dem Sinne und dem ganzen Zusammenhänge nach nicht auf *oo pjotc” beziehen kann, sondern in dem schon von Raschi zu Gen. 25, 26 erwähnten Midrasch ruir*o ns’Do nsu 3pv' ihren Grund haben. — Die Lesart r<vn statt der schwierigen auf derselben Seite ist als eine sehr gelungene zu bezeichnen. S. 30 ist die Bemerkung: „Auffallend ist, daß der Targumist im Ab ein glückliches Ereigniß und nicht das unglückliche, die Zerstörung des Tempels, erwähnt," — auffallend, da ja, wie der ganze Zusammenhang ergibt, es sich in dem vorliegenden Falle darum handelte, einen Monat zu finden, der für Israel ohne ein glückliches Omen sei. Das Vorhandensein eines unglücklichen Ereignisses wird werthlos, sobald der Monat auch ein glückliches zu verzeichnen hat. — Daß diese und einige andere kleine Ausstellungen bei dem sonstigen Werthe des Buches geradezu' verschwinden, bedarf keiner weiteren Erwähnung. Or. Ehr mann. Zcitrinasnaebrr'chten und Correspondenzen. Dentschland. Schrimm, im Nissan, moj; ijcd nnp?J nn» ibnsu ’ncNn pnsn jimh 2ir, n"n uran p'*p ns un^npi Y'dn pDnrn npte^tcr n"r.PP? *ni<p -i"2N V'i jron «"-ino pson mn irirr E cbntp untTipi. Leider haben wir heute von einem herben Verluste zu berichten, welchen unsere Gemeinde erlitten! Das geistliche Oberhaupt derselben, der durch seine Charaktergröße und durch die Tiefe und den Umfang seiner Gelehrsamkeit so ausgezeichnete Mann, der Rabbiner Naphtali Caro, et