Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 18 (1877)
- Issue
- Heft 14 (6.4.1877)
- Date
- 1877-04-06
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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327 schenke M. 251. Die Zinsen M. 882. 11, die Unkosten dagegen betrugen M. 811. 80. Amerika. ^arnnnäb, 21. Fcbr. Herrn Joseph M. Salomons dahier wurde von Seiten seiner isr. Glaubensgenossen, in Anerkennung seiner Verdienste um die Menschheit während der Epidemie in 1876, eine besondere Ehrenauszeichnung zu Theil. Am 18. d. M. kam eine große Anzahl Israeliten in dem Saal des Harmo ie-Clubs zusammen, um Herrn Jos. M. Salomons ein prachtvolles Geschenk, als ein Zeichen ihrer Hochachtung zu überreichen. Unter den eingeladenen Gästen befanden sich die Herren: John F. Whcaton, Bürgermeister; C. C. Anderson, Ex- Bürgermeister; Geo. C. - r?eman, John Cooper, Dr. I. D. Mc.Farland, John R. Johnson, B. B. Ferrit!, Henry L. Davis und Andere und die Vertreter der Presse. Herr S. Salomons,Vorsitzender, hielt folgende kurze Anrede: „Die Israeliten von Savannah, bestrebt Hrn. Joseph M. Salomons ihre Anerkennung kund zu thun für seine aufopfernden und schwierigen Leistungen, welche er an den Unglücklichen ohne Rücksicht auf Glaubensangehorigkeit, mährend der letzten Epidemie zu Theil werden ließ, haben eine Auszeichnung ausgewählt und ihn, als Borsitzender des Comites mit der angenehmen Pflicht beauftragt, dieselbe zu überreichen Der Redner wies auf den Heroismus hin, den Hr. S. in Gemeinschaft mir anderen treuen Mitbürg rn an den Tag legte, in den unablässigen Besuchen am B.tte der Kranken und Sterbenden, sowie auf die Thatsache, daß nur durch Hrn. Salomons viele ihr. r Glaubensgenossen des Troges, nach den vorgrschriebenen Cermonicn beerdigt zu werden, theilhaftig wurden- Er schloß seine innige Anrede mit der Bitte an Herrn I M. Salomons. daß er das Geschenk hinnehme, welches den Tisch ziere, (ein großes Marokko-Kästchen, ein vollständiges Theeservice enthaltend), als einen Beweis der Anerkennung und Hochachtung seiner Glaubensbrüder. Herr Salomons erwiederte in wenigen Worten und äußerte seinen tiefgefühlten Dank für diesen Beweis der Aufmerksamkeit. Er sagte: Ich befürchte, man hat meine Leistungen zu hoch angeschlagen; ich habe nur das gethan, was ich als meine Pflicht erkannte und ich wurde in dem guten Werke unterstützt durch die Mitwirkung der Mitglieder jener großen und wirklich wohlthätigen Körperschaft, „die Ilobrerv-Lsnevoleot Society", sowie von der noblen Innung die „Lavannab- Leoevolsnt ^ssociatioo." Das Theejervice besteht aus fünf Stücken von echtem Silber und mit Gold belegt; nämlich aus einer Kaffee-, Thee- und Milchkanne, einer Zuckerdose und einem Löffelhalter. In jedem Stücke sind die Anfangsbuchstaben des Herrn Salomons „I. M. S." eingravirt. Di» Inschrift der goldenen. etwa 4 Quadratzoll großen Platte lautet wie folgt: „Schon der Knabe wird erkannt bei seinen Handlungen, ob lauter und gerade sein Thun ist." (Sprüche.) Gewidmet von seinen bewundernden Glaubensgenossen Herrn Joseph M' Salomons, Als ein Zeichen ihrer Aufmerksamkeit und Achtung, für seine aufopfernden und unschätzbaren Leistungen und Güte gegen seine heimgesnchten^ Mitbürger, ohne Rücksicht auf Religion, während jdes gelben Fiebers in Savannah i876." f n i ( 1 r t p n, Aus dem Mittelalter. Von Friedrich Rott. yiil Mit sanft überredenden Worten versuchte der Geistliche nochmals, den bleichen zitternden Knaben auf die Kniee zu ziehen, doch umsonst; Gabriel antwortete nicht, doch stramm zurückgelehnt verharrte er schweigend in unbeugsamer Haltung. Lächelnd zuckte der Priester die Achseln; er wollte den dreizehnjährigen Starrkopf schon kirren. Inzwischen war die Zeit der Messe herangerückt, die Klosterglocke ertönte und Pater Anselm schickte sich an, zur Kirche zu gehen; doch für dieses Mal forderte er den Erregten noch nicht auf, ihn zu begleiten; er wollte ihm Zeit lassen, sich zu sammeln, das was er jetzt vernommen, im Geiste zu verarbeiten und zweifelte nicht, ihn hierdurch lenksamer zu machen. Den Knaben freundlich grüßend verließ er die Zelle. Im Corridor traf er mehrere Collegen, die gleich ihm zur Messe sich begaben. „Nun, wie steht eS mit dem kleinen Heiden da drinnen?" fragte einer der Klosterbrüder, »„wann wird die Taufe ftattfinden?" „„Kann's noch nicht bestimmen,"" erwiederte Anselm, „„der Kleine besitzt einen Starrsinn, den ich ihm nie zugetram."" „Aber wer wird denn viel Federlesens machen