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Der Israelit · 1877-04-06 · Heft 14 (6.4.1877) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
18 (1877)
Issue
Heft 14 (6.4.1877)
Date
1877-04-06
Page
– (sequence 9)
Language
German
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XVIII. Jahrgang. Erste Äeilagr zu Kr. 14 -es Israelit. Merarischcr Wricht. p«on 2212 -i“on '121 omtpn mp sn-r -mn 22D n2J D*si2 O.-»->2r« nnc-i p-n-"f'ninn ■^tcrp Di5“0 «-nHanr.’nwo ^"^2 i^na -twct?'2 - N3HD -2 2" na Unter diesem Lite! liegt sine ErcElaru-ng des .-Hohenliedes Lor uns von 2Kner P22^ cma« p\2 '2 yV'i. Diese Arbeit zeugt von einemgründlichen Berständniffe., von tiefem Eindringen in die geheimsten Gedornten der heil. Schrift, seLbst wenn sie nicht deutlich ausgesprochen, sondern uur Mideutungsweife aogegeden sind. Einen eigenen Reiz erhält de^ Merk durch die tiefsinnige« -ppnf?u und «nDtw, die derVerf. -«Hilfe genommen und die ihn zu bewundernswürdigen Ergebnissen geführt Haben. Dadurch war es möglich, überaL die verstecktem Andeutungen zu stnden und $n Allem tiefe Wedanke« ausgedrüüt zu sehen. Die wchrhaft frsmme GHinnung dcS Verf. ^>"Li Leigt sich in jeder ßei(e, mud der heilige Zweck, der ihn zur Abfassung dieserSchriften bewog, läßt sich nirgervd verkennen. Daher wird diese Schrift, -sowie der Anhang enpn ^ptp zum Buche Esther ^ewisß Alle diejenigen fesseln, die es mit dem Durchdringen unserer heil. Schriften nicht oberflächlich nehme« und eine tiefeingehende Erklärung derselben lieben. Die Vorträge halachifchen und hagadischcn Inhalts lassen uns die Vielseitigkeit des Vers, erkennen, der neben tiefinnigem Gefühl für den geheimnißvoll-en Sinn, der sich hinter dem Bibelworte verbirgt, auch dem haarscharfen verstandeSmäßigeu Urtheile einen gebührenden Platz einräumt und mit seltenem Scharfsinne die verwickeltsten Fälle, die schwierigsten Anfragen nach den Andeutungen das Talmud entscheidet. DerHerauSgeberj njea njn hwd 2".22 '2 pat die Sammlung mit werthvollen eigenen Arbeiten bereichert. Er hat uns, um dem Werke eine vollkommene Abrundung zu verleihen, in der Lebensgeschichte des Verf. das Bild eines Mannes vvr's Äuge geführt, dessen ganzes Streben dem Judenthume, feiner wissenschaftlichen und sittlichen Seite gewidmet war, der seinen höchsten Lohn darin fand, durch sein eigenes Beispiel veredelnd und erhebend auf seine Umgebung zu wirken, der fest dastand im Glauben, wenn auch die Stürme des Lebens an ihn herantraten, der aus den schwersten Prüfungen siegreich hervorging und daraus den Muth zu erneuter! fruchtbringender Thätigkeit schöpfte. Dieses Lebensbild hat nicht nur den Zweck, diejenigen, die von gleichem Streben beseelt sind, in ihrer Gesinnung zu befestigen — wir lernen dadurch das Werk selbst richtig erfassen, indem wir darin die Ledensgrundsätze niedergelegt finden, die dasWirken des Vers, am schönsten bethätigt bat. Außerdem möchten wir unsere Leser auf die Einleitung des Herausgebers '"2 Hinweisen, worin sich strenge? Judenthum mit echtwissenfchaftlichem Geiste herrlick vereinigt. Der Herausgeber weist darin an der Hand der jüdischen Geschichte nach, wie das Judenthum die Religion der Unwandeldarkeit ist, wie darin eben die ewige Festigkeit desselben liegt; wie zugleich der Keim einer ewigen, nie stillstehenden Geiftesentwickelung darin enthalten ist, indem die größten Geister unseres Volkes im Fortarbeiten und schöpferischen Durchdringen der Thora Stoff zur großartigsten Thätigkeit fanden, einen Stoff, der sich in Ewigkeit nicht erschöpfen kann; wie in diesen beiden scheinbaren Gegensätzen ein großer Vorzug des JudenthumS liegt, indem die strengste Gesetzestreue die regste Fortentwicklung nicht nur erlaubt, sondern geradezu gebietet, während bei allen andern Religionen diese Gegensätze einander aufheben. Um die darin entwickelte Geschichte der jüdischen Wissenschaft könnte mancher neue Geschichtsforscher den Verf. beneiden, die Darstellung ist lichtvoll und überzeugend und lehrt uns den mn 2.2i selbst im wahren Werthe erkennen. Aber auch losgelöst von dem Ganzen wäre die Einleitung eine schätzenswerthe Arbeit, die viele neue Gesichtspunkte darbietet und besonders eine herrliche Vertheidigung drS Talmud enthalt. So können wir vorliegendes Werk den jüdischen Gelehrten auf's Wärmste empfehlen, und wird seiner Vielseitigkeit wegen Jeder darin seine Befriedigung finden. .... s.1. Zeitungsnachrichten und Correfpondenzen. Deutschland. EölN. Die Gemeinde Rheinberg und mit ihr die ganze Rheinprovinz hat einen schweren Verlust erlitten durch den Tod eines Mannes, dessen vorzügliche Eigenschaften es als angemessen erscheinen lassen, daß durch den „Israelit" sein

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