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Der Israelit · 1877-02-14 · Heft 7 (14.2.1877) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
18 (1877)
Issue
Heft 7 (14.2.1877)
Date
1877-02-14
Page
– (sequence 6)
Language
German
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150 in Israel gewesen. Wie oft finden wir in den Responsen unsrer Altvordern, daß selbst die größten Männer von ihrer Ansicht zurückgetreten, wenn dieselbe die Zustimmung Anderer nicht gefunden! — Mögen Friede und Eintrach t, die namentlich in unsrer Zeit zwischen den GotteSsürchtigen nie getrübt werden sollten, auch' zwischen den Leitern unsrer Gemeinde bald wieder hergestellt werden. Frankreich. Paris, 15. Janaar. Ein Theil der Aufgabe des israelitischen Wohlthätigkeits- Comites zu Paris, welcher am meisten die allgemeine Sympathie erregt, betrifft die „hilfsbedürftigen Kinder"; sie besteht darin, durch eine Unterstützung die Unterbringung von Kindern zu ermöglichen, die entweder von ihren Eltern verlassen worden oder in ihrer Familie ein schlechtes Beispiel oder ungenügende Ernährung finden. Nichts ist nützlicher als diese jungen Kinder einer verderblichen Umgebung zu entziehen: das Counts verausgabt bereits für diesen Zweck mehr als 15,000 Francs jährlich, und die Bedürfnisse wachsen beständig. Die armen polnischen Familien liefern ein großes Contingent solch hilfsbedürftiger Kinder. Das Comits, das für die Unterbringung eines jeden Kindes in einer Familie 15 Francs monatlich verausgabt, bedarf der Unterstützung, um die Summe bis zu 25 oder L0 Francs zu erheben, die allein annehmbar ist für die Leute, welche diese Kinder aufnebmen. Zu diesem Zwecke bedarf das Comitä der Mithilfe freigebiger und edler Menschenfreunde. Möge diese ihm nicht ausbleiben! (Arch. Jsr.) Paris. (Monatsbericht (Januar) der „All. Jsr. Univ.") (Die Israeliten der Türkei.) Die Wahlen, mit denen man bald wird Vorgehen müssen, scheinen den Israeliten keinen Vortheil in Aussicht zu stellen, da sie gegen die Griechen, Bulgaren und Armenier in der Minorität bleiben werden. Auch Herr vr. Allatini in Salonichi ist dieser Ansicht und bemerkt außerdem, daß es nur wenig Israeliten in der Türkei giebt, welche durch ihren Bit dungSgrad zum Amt eines Deputirten befähigt wären. „Die im Orient wohnenden Israeliten," sagt er, „zerfallen in zwei Kategorien: die sog. israelitischen Franken, die ihre ursprüngliche Nationalität. französische, englische, italienische rc. behalten haben, und die israelitischen Najas. Unter den Ersteren giebt eS gewiß viel Personen, die zur Uebeinohme eines Mandats als Deputirte sehr geeignet sind, aber sie können natürlich nicht als Kandidaten auftreten, während sich unter den Rajas wenigstens in den ersten Jahren kaum geeignete Persönlichkeiten finden werden; nur wenn wir den Unterricht verbreiten, werden wir unsere Glaubensgenossen ihre Stelle im neuer Rathe einnchmen sehen können, ein Mittel, auf das wir überhaupt unsere gemeinsamen Anstrengungen richten müssen." — Eine andere Mittheilung des Bezirks-ComitSs der Türkei setzt das C.-Comite iu Kenntniß von der Berufung eines Israeliten, des H. Bcchor Effendi, in den Staatsrath und eines anderen, des H. Salomon Hatcm, zum Secrctär dieser Körperschaft; auch ein Israelit aus Janina, H. Davidjon Effendi Levy, Präsident des dortigcn Handelsgerichts, ist noch Constantinopel berufen worden, um bedeutende Functionen bei der Regierung zu übernehmen. Paris. Leon Cohn, Sohn des Herrn vr. Albert Cohn in Paris, ist zum Chef des Privatcabinets des Ministers und Consril'Präsidenten JuleS Simon ernannt worden. Türkei. Korrstantiltvpel. Die Wahlen zum türkischen Parlamente gehen in regelmäßiger Weise vor sich. Bis jetzt sind an 22 Plätzen die Wahlen durchgesührt und unter 41 Abgeordneten 3 Israeliten gewählt. (W. Jsr.) Amerika. San Francisco. Ein von jüdischen Frauen zu Gunsten der israel. Waisenkinder veranstalteter Bazar hat die schöne Summe von 40,(00 Dollars erzielt. (Hebrew.) F e u f 11 * t 0 n. Der Königliche Resident. (Eine historische Erzählung.) IX. Ehe Rabbi Därmann seine Reise nach Polen angetreten, hatte er dafür gesorgt, daß das Grund-

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