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Der Israelit · 1877-01-31 · Heft 5 (31.1.1877) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
18 (1877)
Issue
Heft 5 (31.1.1877)
Date
1877-01-31
Page
– (sequence 3)
Language
German
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95 seines seligen Bruders b'r an “it>Pn ->n"iv, jnyaawi p"pn yud eingerichtet hat. Außer den profanen Wissenschaften in Sprachen und Handelsdisciplinen wird daselbst min gelehrt und Unterricht außer in piDE> rc. auch in *pn und 0“i« "ki fleißig und täglich ertheilt. Berlin. Die Unterrichts-Commission des Abgeordnetenhauses hat über die Petition eines jüd. Lehrers aus Ottweiler verhandelt, welcher Gleichberechtigung mit den christlichen Lehrern rücksichtlich der Älterszulagen rc. verlangt, da die Schule als öffentliche zu betrachten sei Nach Französischem Rechte, welches aus dem linken Rheinufer gilt, sind jedoch jüdische Schulen, die nicht von der Commune unterhalten werden, nicht öffentlich, können also nicht Staatsunterstützung erhalten. In dieser Lage befindet sich die jüdische Schule zu Ottweiler, die nicht auf dem Kommunal-Etat steht. Die Petition eines anderen jüdischen Lehrers aus Kirchberg beklagte sich, daß seine jüdische Schule mit 23 Kindern aufgelöst sei und dieselben der evangelischen Schule überwiesen wurden. Er wünscht entweder diese Aufhebung rückgängig zu machen oder eine anderweitige Anstellung zu erhalten. Ein Grund, weshalb die Privatschule aufgelöst worden, ist vom Petenten nicht angegeben. In einer 3. Petition aus Ahrensberg wird ebenfalls für die jüdische Schule um Staatssubvention gebeten. Ueber alle drei Petitionen wird Tagesordnung beschlossen, zugleich aber anerkannt, daß eine gesetzliche Regelung der Verhältnisse dieser jüdischen Schulen und Lehrer dringend nöthig sei. Npgasen, 22. Tebeth. Unsere Gemeinde hat vor einigen Tagen einen herben Verlust erlitten, der in unserer Zeit schwer zu ersetzen ist. Herr M. A. Bradt ging in seinem 76. Lebensjahre in ein besseres Jenseits und ließ seine biedere, fromme und wohlthätige Gattin, die ihm als wahre b’n ns?« über ein halbes Jahrhundert hinaus in seinem edlen Streben und Wirken treu und hilfreich zur Seite stand, — von trauernden Kindern und Enkeln umgeben — als tiefdetrübte Wittwe, und die Gemeinde, deren Zierde er war, als eine verwaiste zurück. Schreiber dieses Nachrufs versuchte es, an der Bahre ein getreues Charakterbild des Verblichenen zu entwerfen, schickte jedoch den Ausspruch unserer Weisen voran, „daß es ein gutes Zeichen für den Dadingeschiedenen sei, wenn die über ihn gehaltene Trauerrede als unvollkommen, als lückenhaft erscheint"; nob.iD iddj *6» cn*6 aiv jd’D. Und wie könnte auch die gedrängte Kürze eines isDn das Lob eines Mannes entsprechend zur Geltung kommen lassen, dessen Lebensweise den Worten des Psalmisten entsprach: "ipn bob ’jn nun ■jim’, der nur ein unbedingtes ’jjh kannte, wenn es galt, edlen Bestrebungen sich anzuschließen? Schon die Verdienste, die er sich als langjähriger Vorsteher der min mvPn man um die Hebung der finanziellen und intellektuellen Verhältnisse dieses Vereins erwarb, haben ihn für unsere Gemeinde unsterblich gemacht; denn mit regem Interesse, mit heiligem Eifer beförderte er die hochwichtige und erhabene Tendenz des Vereins — den Thoraunterricht der armen Jugend. — Zu seiner glorreicken Wirksamkeit im Talwud- Thora-Verein gesellte sich seine rastlose Thätigkeit zu Gunsten der Armen des heiligen Landes und sämmtlicher Wohlthätigkeitsvereine unserer Gemeinde, so daß wir leider im vollsten Maaße berechtigt sind, mit dem Midrasch des dieswöchentlichen Thoraabschnittes über den Dahingeschiedenen auszurusen: „pnantcs nPi jnam by Pan". Mögen dessen frommen und braven Söhne und Schwiegersöhne bestrebt sein, im Sinn und Geiste des Verklärten für,n"v5i , miay , min zu wirken und zu schaffen, um durch die Aufrechterhaltung seiner Principien ihn im wahren Sinne des Wortes zu verewigen. Diese Verewigung wird zugleich ihnen selbst, ganz besonders der Wittwe, die diesen Verlust am Schmerzlichsten empfindet, Trost und Beruhigung gewähren. n"a"s"j"n. Rabhiner Dr. EliaS Pleßner. Strelno, 7. Jan. Montag, den 1. d. M., feierte die hiesige Gemeinde unter allgemeiner Betheiligung das 25jährige Amts-Jubiläum ihres Rabbiners Herrn I. Stern mit großen Festlichkeiten. Die gestern von unser« Rabbiner in der Synagoge gehaltene, auf das Fest bezughabende Predigt war eine wahrhaft erbauende und hat allgemeinen Beifall gefunden. Möge Gott unseren ehrwürdigen Seelsorger, der fünf wohlthätige Vereine in unserer Gemeinde' gegründet, noch viele Jahre erhalten, damit wir seines musterhaften, segensreichen Wirkens noch lange theilhaftig sind. Oesterreichisch-Ungarische Monarchie. Pretzbrrrg. In einer der jüngsten Nummern Ihres geschätzten Blattes wurde der Anstellung zweier Lehrer an der hiesigen Talmud - Thora- Schule Erwähnung gethan. Diese Mittheilung ist nicht ganz richtig. Allerdings hat eine Anstellung von Lehrern an einer hiesigen Schule stattgefunden; diese Schule steht aber mit der Talmud- Thora-Schule in gar keiner Beziehung. Dieselbe ist vor Kurzem durch die edle und anerkennens-

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