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Der Israelit · 1876-12-27 · Heft 52 (27.12.1876) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
17 (1876)
Issue
Heft 52 (27.12.1876)
Date
1876-12-27
Page
– (sequence 3)
Language
German
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1187 mud-Thora- Schule mit Recht gebührt, dafür hat „Höchberg" auf bewahrten Ruf Anspruch; was aber sonst? In unserer Zeit verlangt der Grundsatz unserer O'Q2ki ganz besondere Berücksichtigung: p« vn cy n"n ns» I — Aber dieser Grundsatz ist es eben, dem besagte Schule auf's schönste nachzukommen und zu entsprechen sucht. Denn sie erkennt als ihren Hauptzweck n*n , wiewohl sie die profanen Wissenschaften weder unterschätzt noch vernachlässigt, wie denn auch unsere yV'n zuerst von rrn und dann erst von ps* -j-n gesprochen haben. Und daß dies der Fall, ist ja selbstredend; steht ihr doch seit ca. einem halben Jabre als königl. Prüfungscommissär Herr Dr. I. N. Hube r, Director des königl. Schullehrer-Seminars hier (zugleich auch Prüfungscommiffär an der hiesigen isr. Lehrer - Bildung's - Anstalt) vor, dessen Ernennung von Seiten der königl. Regierung mit dem Bemerken mottvirt aewesen sein toll: „diese Anstalt sei den übrigen Präparandenschulen des Kreises analog zu behandeln." Wie mag es aber früher mit den profanen Wissenschaften dort gehalten worden sein? Dafür mag nun die Thatsache reten, daß vor etwa 17s Jahren genannter Herr Director Huber, der als Inspektor und Krersscholarch stets freien Zutritt an den Lehranstalten des Kreises hat, die Anstalt mit seinem Besuche beeh.te, dem Unterrichte daselbst über zwei Stunden beiwohnte und sich sehr befriedigend über die Leistungen der Zöglinge äußerte; dafür mag ferner der Umstand sprechen, daß in der letzten Jahrescursprüfung, die schon drei Wochen nach der vorerwähnten Ernenru"g des Herrn Director stattfand, sich ein Zögling der in Rede stehenden Anstalt unter 12 Prüflingen (worunter 4 aus der Talmud-Thora-Schule Burgpreppach) den ersten Platz mit der Hauptnote I. errungen bat, und daß die sämmrlichen Zöglinge von dort, die sich bei der jüngsten Aufnahmsprüfung in derLehrer- Dildungs - Anstalt hier betheiligten', daselbst Aufnahme fanden. Gegenwärtig wird die Anstalt von etwa 24 Zöglingen besucht, von denen wohl 2h monatl. Unterstützung von 4—10 M. aus der Änstaltskasse erhalten. Wenngleich dieselbe auch die Gehalte der Lehrer und die Beleuchtung und Beheizung der Lehrzimmer bestreitet und die meisten Zöglinge auch freies Logis erhalten, so können obige Beiträge für den Gesammtunterhalt der Unbemittelten nicht ausreichen und sind diese auf hiesige Unterstützungen — Zahltage — angewiesen. Es wäre nun freilich höchst wünschenswerth, wenn die Anstalt in die Lage käme, für die sämmtlichen Bedürfnisse ihrer ärmeren Zöglinge sorg.n zu könne:-; denn die Entgegennahme der monatlichen Unterstützungen hier haben große Nachtheile für die Ansta t sowohl, als auch, und dies ganz besonders, für die Zöglinge als natürlche Folgen, — dazu aber sind ihre Mittel noch nicht ausreichend, und müßten — wenn sie es werden sollen — die Spenden in Klel reichlicherem Maße diesem Institute zugewendet werden, als dies bisher geschehen. Dies wäre auch schon deßhalb nothwendig, weil dann die nöthigen Lehrmittel — derdn noch viele der Anstalt fehlen sollen — leicht zu beschaffen wären und die Reparaturen. die aus Gesundheitsgründen mit den Lehrzimmer» ausgeführt werden müßten, dann eher vorgenommen werden könnten. Aus Württemberg. Endlich ist das Rabbinat L au phe im zur Bewerbung, nach der sich die Streber längst gesehnt haben, ausgeschrieben. Das Einkommen von M.!800, freier Wohnung und ansehnlichen Accidentien wird viele inländische Candidaten anlocken, obschon die beiden Bezirks- Gemeinden Laupheim und Ulm dem bisherigen Verweser des Amts, Herrn Rabb. Kahn, die Stelle auch definitiv übertragen sehen möchten. — Seit Einführung eines Harmoniums in die alte Synagoge zu Heilbronn, welche etwa im März 1877 durch die neue ersetzt werden wird, ist insofern eine Spaltung eingctreten, als bei dem Herrn Maier Strauß Minjan gemacht wird. Die eingeführten Gottesdienstreformcn geben genügenden Grund zu einer Trennung, aus der, wenn die Gesetze Württembergs nicht noch hrnderten, manche Folge erwachsen möchte. Man hat zur Zeit der Revision der Liturgie vor diesen Sck-ritten in loeo gewarnt, die Warnung wurde aber nicht beachtet. Wer Unrrcht säet, wird die Folgen ernten. Am vorigen Sabbat und den folgenden Tagen des roun wurde auf höhere Anordnung in allen Synagogen Württembergs für die Kaiser-Wilhelm- Invaliden - Stiftung gespendet und Opferbüchsen ausgestellt, obschon dies in den christl. Kirchen Heuer unterbl'eb und unser König den Ausfall aus seiner Privatschatulle ersetzte. Wir verstehen die Ausnahme nicht. Der Vorstand des Vereins zur „Unterstützung von Wittwen und Waisen armer israel. Lehrer und Vorsänger ' hat auf die Makkabäerzeit den Bericht per 1. Juli 1875—76 veröffentlicht und darin erfreuliche Resultate mittheilen können. Von den ordentlichen und außerordentlichen Mitgliedern, von den isr. Gemeindepflegern und den einzelnen Gemeindegenossen sind gottlob wisder Beiträge erflosstn, insbesondere hat unser Königspaar dem Verein Seine Huld zugewendet, wodurch es mög-

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