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Der Israelit · 1876-12-13 · Heft 50 (13.12.1876) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
17 (1876)
Issue
Heft 50 (13.12.1876)
Date
1876-12-13
Page
– (sequence 9)
Language
German
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XVII. Jahrgang. Erste öeilage zu tlr. 50 des Zsraelit. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Bellersheim in der Wetterau, 1. Dez. Anr vergangenen 's ra» feierte in hiesiger Gemeinde Herr Benjamin Stern mit dessen Ehehälfte feinen fünfzigsten Hochzeitstag; es verdient diese Feier um so mehr der Erwähnung, als die ältesten Mitglieder dieser Gemeinde eines solchen Ereignisses dahier sich nicht erinnern tonnen. Der Jubilar ist noch ein sehr rüstiger Mann; denn er arbeitet heute noch mit eisernem Fleiße, trotzdem er schon ein Alter von 72 Jahren erreicht hat; seine Frau kann sich ebenfalls der besten Gesundheit erfreuen , sie ist 70 Jahre alt. Die Kinder dieser Ehe, deren es 12 waren, von denen aber nur 8 mehr am Leben, sind alle verheirathet, und hat das Jubelpaar das Glück, eine Menge Enkel und Ur- Enkel zu sehen. Herr B. Stern erzog seine Kinder in jüdischem Sinn, trotz der vielen Schicksalswellen, die gegen ^.seinen Lebenskahn anprallten. Gar oft waren die Verhältnisse dieses Mannes so gestaltet, daß nach menschlicher Berechnung sein Lebensschiffchen verloren zu sein schien, aber Gott der Allgütige half ihm stets aus solchem Unwetter, wodurch dieser Mann im gestärkt wurde. Möge Gott ihn noch lange mit seiner Gattin gesund erhalten! .. ch .. Altona. Am i. Chanukahtage d. I. find es bereits 5 Jahre, daß leider nsTi3"eon am -n"oi-r •>n v"li pat? y'i. — Um sein unvergeßliches Andenken, welches der Verewigte durch seine geistige Hinterlassenschaft in seinen zahlreichen Schriften sich gesichert hat, auch durch ein äußeres ihm angemessenes Denkmal der Nachwelt zu erhalten, hatte unterzeichnetes Somit« zur Zeit einen Aufruf erlassen, dem edlen Streben unseres seligen Lehrers gemäß, ein Wohnhaus für Gelehrte, das seinen Namen (apj?’ rvs) trage, in jener ewigen Stadt 33"w D'^rp zu errichten. Dieser Aufruf hatte sich eines günstigen Erfolges zu erfreuen. Durch die uns zahlreich zugeflosfenen Spenden ist es uns - gelungen, mit Hilfe des Comitä's für Armen- und Pilgerwohnungen (höhd tu), ein Wohnhaus herzustellen. In einem uns dieser Tage zugegangenen Schreiben von dem Local-ComitS für A.- u. P.-W zu Jerusalem äußert sich dasselbe über dieses Wohnhaus folgendermaßen: „Dieses Gebäude zeichnet sich vor allen andern sowohl durch seine innere Einrichtung als durch seine freie, prachtvolle, unbegrenzte Aussicht vorzüglich aus; östlich tritt uns der Tempel - und Oelberg entgegen, südlich daS Salzmeer, das Ostjordenland nebst dessen südlicher Gebirgskette, nördlich die Stadt selbst nebst allen ihren Gebäuden. Die beiden ersten, welche diese Wohnungen zu beziehen hatten, waren die Rabbinen Herr E. Sarasohn aus Peiser und Herr Abr. Zwebner y? aus Kobersdorf. Leider war Letzterer durch sein plötzliches Hinscheiden verhindert, davon Gebrauch zu machen, nur seine Wittwe konnte die Wohnung beziehen. Unserer statutengemäßen Bestimmung nach waren wir genöthigt, derselben nur ein Jahr diese Wohnung zu lassen, und wird ty"3,i ü3tp ri"i Herr Rabbiner N. I. Goldberger dieselbe beziehen. „Indem wir dieses den zahlreichen Verehrern , von 3-in Vo-w zur Kenntniß bringen, können wir nicht umhin, den vom Local - Somit« im erwähnten Schreiben ausgesprochenen Wunsch ebenfalls zur Kenntnißnahme zu bringen. „Das 3pp' nu, welcher nur aus zwei Parterre- Wohnungen besteht, ist auf solchem Grunde gebaut, daß noch eine Etage von zwei Wohnungen aufgesetzt' werden kann, dadurch wird dasselbe seine Vollendung erreichen. „Wenn wir auch unsererseits kaum wagen, mit einer neuen Bitte um Geldspenden dem Publikum entgegenzutreten, halten wir uns doch verpflichtet, diesen Wunsch zu veröffentlichen in der Hoffnung, daß Manche sich veranlaßt fühlen könnten, denselben zu erfüllen und so das' edle Werk weiter zu fördern. Das Comitä für das 3py nu in Altona und Hamburg." Oester r. - Ungar. Monarchie. Klattau. In Nr. 47 des „Israelit" steht ein der „Neuz." entnommener Artikel, welcher die Mittheilung gibt, daß ich eine Rabbinerversammlung einberufen haben soll. in welcher die wegen Subventionirung der isr. Seelsorger Böhmens zu unternehmenden Schritte berathen wurden. Ich bitte dies dahin zu berichtigen, daß jene Rabbiner- Versammlung von Herrn Rabbiner S chi dlo f veranlaßt wurde, wie ja auch dem genannten Herrn ausschließlich das Verdienst zukommt, die Frage der

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