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Der Israelit · 1876-11-15 · Heft 46 (15.11.1876) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
17 (1876)
Issue
Heft 46 (15.11.1876)
Date
1876-11-15
Page
– (sequence 5)
Language
German
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1049 nnwyb -pabai i’B3 „In Deinem Munde, in Deinem Herzen es zu üben!" Zeitungsnachrichten und Correfpondenzen. Deutschland. Aus Hessen-Darmsta-t, 9. Nov. Das oberste Lchulregiment hat angevrdnet, daß die jüdischen Schüler und beziehungsweise Schülerinnen an nachfolgenden Festtagen, falls dieselben in die Schulzeit fallen, vom Besuche der Schule freizugeben sind, nämlich; 1) Ostern, einen ganzen Tag, für den zweiten Tag nur während des Gottesdienstes, 2) Pfingsten, einen Tag ganz, für den zweiten Tag nur während des Gottesdienstes, 3) Neujahrsfest, zwei Tage ganz, 4) Versöhnungsfest, einen Tag ganz, 5) Laubhüttenfest, einen Tag ganz, für den zweiten Tag nur während des Gottesdienstes. An den übrigen Festtagen, so wie an den gewöhnlichen Sabbaten (Samstagen), dagegen sind die jüdischen Schüler und beziehungsweise Schülerinnen zum Besuche der Schulen verpflichtet, es sollen jedoch diejenigen, deren Eltern cs wünschen, an diesen Tagen nicht zum Schreiben angehalten werden. Diese Anordnung gilt für Gymnasien, Realschulen, Lehrerseminare, Taubstummenanstalten, Volks- und Privatschulen. Stendal, ll. Nov. Hier ist mit Ausnahme von zwei Mitgliedern die ganze jüdische Gemeinde, darunter drei Vorsteher, aus der Synagogengemeinschaft ausgetreten, um eine Trennung des Verbandes herbeizuführen und dann sofort eine neue Gemeinde zu bilden. Ocsterr.-Ungar. Monarchie. Wien. Im „Hamagid" wird mit Recht das Benehmen des Herrn P. Smolensky getadelt. Derselbe hat im „Haschachar" drei bekannte Missionäre empfohlen und deren Mißgeburte von Werken dem Publikum zum Kaufe empfohlen. Und das ist dieselbe Persönlichkeit, welche die „Wiener Alliance" nach Rumänien geschickt und daselbst die isr. Schulen zu reorganisiren und der, soviel wir uns erinnern, zu diesem Zwecke im Aufträge der genannten Gesellschaft auch eine Collecte bei den rumänischen Juden veranstaltet hatte. Wien. Der „Wiener Isr." erfährt, daß der durch seine Woblthätigkeit allbekannte Baron Hirsch zum Generalcommissär der österr. Abtheilung bei der Pariser Weltausstellung ernannt worden ist. Pefth. Unsere Regierung verbot, das Machwerk Rohlings, „Der Talmudjude" in den Handel zu bringen. (Ung. Isr.) Waitzelt, 1. Nov. Am 30. Oktober "starb der durch ferne immense Gelehrsamkeit auf dem Gebiete des Talmuds und durch seine Frömmigkeit in den weitesten Kreisen bekannte N. Moses Ko morn, Rabbiner der hiesigen orthodoxen Gemeinde. Wir hatten nur kurze Zeit das Glück, diesen großen Mann in unserer Mitte zu besitzen, früher versah er eine Reihe von Jahren die Rabbinatsstelle zu Milchdorf (Preßburger Comitat). Die Beerdigung fand am 1. November statt. Zu seinem Leichenbegängnisse eilten aus allen Gegenden auf Eisenbahn und Dampfschiffen die um ihn Trauernden herbei. R. Dav. Deutsch, Rabb. zu B-- Gyarmat, sowie noch 10 andere Rabbiner, darunter die Herren Schick aus^Takai, Friedmann aus Galantha, Fuchs aus Dzered, Flaut aus Surany hielten Trauerreden. Fünf Stunden dauerten die Leichenreden und das Leichenbegängnrß. n2"sjn. ^pretzbttrg, 5. Nov. Noch sind die Augeu von Thränen befeuchtet und das Herz von Trauer erfüllt über den herben Verlust. welchen das ganze Judenthum durch das Hinscheiden des weltberühmten Mannes, 'mo dPj; td’ pns?n:n ,'wn mn pvVBxp nrö, erlitten hat, als auch die hiesige Cultusgemeinde von einem herben Schlag getroffen wurde. Eines derhervorragendstenGemeindemitgliederwurde uns durch den Tod entrissen. Am gestrigen Tage verschied der hochverehrte und gefeierte -nxcn mn Pst Pn o’iaayt^ oms« 'mo pnsn Pnn im Atter von 75 Jahren. Der Verstorbene war die Stütze der Armen und Dürftigen. Bei seinem Leichenbegängniß, das unter großer Theilnahme der ganzen Stadt -ra neonai am 5. d. siattgetunden hat, wurden auch seine geistreichen Werke, mbit& njn mro«n mw pun by rrrrp p und td, enthaltend ctsjis? ns-* pd-jd mux ’spnn, von mehreren Talmudjüngern nachgetragen. S. Hallafch. R u m ä n i c n. Es hat in Rumänien noch kein Ministerium gegeben, welches den dort lebenden Israeliten so feindlich gesinnt gewesen wäre, wie das gegenwärtige. Die auswärtigen Mächte suchen zwar beim Abschlüsse ihrer Handelsverträge mit Rumänien das Loos ihrer jüdischen Unterthanen, welche in Rumänien leben, kontraktlich zu verbessern, aber

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