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Der Israelit · 1876-10-25 · Heft 43 (25.10.1876) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
17 (1876)
Issue
Heft 43 (25.10.1876)
Date
1876-10-25
Page
– (sequence 3)
Language
German
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9g«, das, gute, wohlgerathene, Gottesfürchtige Kinder zu besitzen. Um dieses hohe Glück zu erlangen, dürfen die Eltern kein höheres Streben kennen als das, ihre Kinder in Gottesfurcht zu erziehen, ihnen mit gutem Beispiele voranzuleuchten. Freilich, nicht Alles vermag die Erziehung; denn im letzten Grunde hat jeder Mensch die freie Wahl, selbst über sein Thun und Lassen zu bestimmen. Aber diejenigen, welche den von den Eltern mit Ernst und Sorgfalt vorgezeichneten Weg verlassen, bilden doch nur die Ausnahme; in der Regel werden die . Kinder das, wozu die Eltern sie erzogen haben. Drujan, „Schärfet ein das Gotteswort Euren Kindern — der günstige Erfolg wird nicht ausbleiben!" — Erklärung. In der ersten Beilage der „Jüdischen Presse" Nr. 33 u. 40 ist eine Korrespondenz, aus Jerusasalem datirt, enthalten, welche die von dem diesseitigen Comits in's Leben gerufene und verwaltete Krankenpflege in Jerusalem in einer Weise bespricht, welche uns zu der nachfolgenden Erklärung veranlaßt: Fraglicher Artikel beruht vom Anfang bis zum Ende vollständig auf Unwahrheit; daß aber das Central-Comit^ nicht gewillt ist. solch'einem Machwerke eine umständliche Widerlegung zu widmen, erscheint wohl als selbstverständlich. Im Monat Tischri 5637. Dos Central-ComiLs: S. B. Bamberg er, Distr.-Rabb. in Würzburg. S. R. Hirsch, Rabb. der israel. Religionsgesellschaft zu Frankfurt a. M. Akiba Lehren, Präsident der Pekidim und Amarkelim der Gemeinden des heil. Landes, residirend zu Amsterdam. A. Stern, Ober-Rabb. zu Hamburg. Dr. M Lehmann, Rabb. der israel. Religions- Gesellschaft zu Mainz. Zeiirrngsnackrichten und Correfpondenzen. Deutschland. Mainz, 23. Oct. Unseren geschätzten Lesern wird es vielleicht bekannt sein, daß der Vorstand des israel. Waisenhauses zu Schippenbeil s. Z., um den Bestand der Anstalt dauernd zu sichern, zur Veranstaltung einer Lotterie schritt. Wie wir erfahren, muß die schon zweimal verschobene Ziehung nunmehr am 15. Dezember stattfinden, obzwar erst die Hälfte der Loose abgesetzt und in Folge dessen die Erhaltung dieser edlen und nützlichen Anstalt immer noch gefährdet ist. Wir glauben, daß es gewiß nur dieser Erinnerung bedarf, um einen oder den anderen edlen Menschenfreund zur Abnahme von Loosen zu veranlassen. Derselbe würde doch sicher damit einen Act der Wohlthätigkeit erfüllen. Wir machen noch darauf aufmerksam, daß zur Vereinfachung das Comite Loose an einen hiesigen Banquier, Herrn MaxSchessinger, übergeben hat, an den man sich gefä'1. wenden möge. Aus der Provinz Posen. Eine Mittheilung, welche in den weitesten Kreisen der jüdischen Bevölkerung über die Grenzen unserer Provinz hinaus freudigen Anklang sinden dürste, geben wir im Folgenden. Einsam, ohne je?>e Verbindung miteinander, lebten bisher die Rabbiner unserer Provinz, oft in Kämpfen und Einzelbeftrebungea ihre Kraft nutzlos vergeudend, wo Vereinigung zum Siege geführt hätte. Einer aber fürchtete die Berührung des Andern. Das Parteischibolet war trennend und erkältend zwischen die Genossen getreten. Vergeblich erschienen alle Bemühungen, der dadurch festgewurzelten Gleichgiltigkeit und Apathie ein Ende zu machen. Ueberzeugt, daß auch kleine Anfänge den endlichen Erfolg verbürgen können, versammelten sich in Folge privater Einladung am 15. c. die Rabbinen Herren Bloch — Krotoschin, Dr. Bloch — Kobylin, Dr. Goldschmidt — Obornik, Dr. Holländer Wreschen, Dr. Horovitz — Gnesen, Dr. Jaffe — Kurnik, Dr. Kohn — Jnovraclaw, Dr. Lewin — Kosschein, Dr. Porges — Rakel, Dr. Rosenzweig — Birnbaum. Dr. Silberberg — Plefchen, in Gnesen zur Feststellung der Tagesordnung für eine demnächst zu berufende Versammlung der Rabbinen in der Provinz Posen. Mehrere Amtsgenossen waren am Erscheinen behindert, sprachen jedoch brieflich ihre volle Zustimmung zu den Bestrebungen der Versammelten aus, Im Saale des Hotel du Nord wurden in drei mehrstündigen Sitzungen am 15. und 16. c. unter dem Vorsitze des Herrn Dr. Horovitz nach eingehenden Debatten folgende Beschlüsse gefaßt: „Es werden je zwei Herren aus der Mitte der Versammlung beauftragt, der allgemeinen Rab-

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