Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 17 (1876)
- Issue
- Heft 37 (13.9.1876)
- Date
- 1876-09-13
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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862 auf dem Mont Beuvray ertheilt und entgegengenommen werden. Auf dem Gipfel des Hügels wird ein Altar errichtet und alle Truppen werden rings herum aufgestellt werden: das wird ein wahrhaft malerisches und imposantes Schauspiel abgeben, vor dem die großen Manöver, denen der Präsident der Republick beiwohnt, bescheiden zurüütreten müssen. Wir möchten nur wissen — vorausgesetzt nämlich, daß alle Einzelheiten der Nachricht richtig sind — wir möchten nur wissen, ob der General Ducrot durch ein solches Auftreten den Weisungen des neuen Kriegsministers, dem Geiste der Ordnung und der Zucht gemäß handelt, welche der General Berthaut und der Marschall Mac Mahon in der französischen Armee herrschen zu sehen wünschen. Wenn der General Ducrot noch den päpstlichen Segen verlangt, wenn er glaubt, daß dieser seinem Degen Glück bringen kann, so mag, er für sich selbst darum bitten und wir werden' nichts dagegen einzuwenden haben. Aber ^widerstrebt nach unserer Ansicht allen Begriffen'der Gerechtigkeit und Zucht, die in einer wohlbefehligten Armee herrschen sollen, „daß er „den verschiedenen Meinungen und verschiedenen „Coufessionen angehörigen Mannschaften, welche „unter seinem Befehl stehen können, eine und die- „selbe Cermonien aufdrängt. Und diese Cermonie, „von der man in solchen Ausdrücken spricht und die „man mit so viel Geräusch ankündigt, ist nicht „nur eine gottesdienstliche Handlung, sondern sie „nimmt, wie Niemand bestreiten kann, den Char- „akter einer ultraklerikalen Kundgebung an." In seiner Sitzung vom 4. Juni hat das Wahlconnte beschlossen, daß dem Verfasser des besten Lesebuchs zum speciellen Gebrauche der isr. Jugend ein Preis von 1(00 Fr. zuerkannt werde. (Univ. Isr.) Paris. Der Deputirte Libonon ist zum Präsidenten des Generalrathes des Departements Herault erwählt. Der Generalrath der Gironde hat Herrn Alexander Leve mit 24 Stimmen gegen 16, die dem Minister des Aeu5ern. dem Herzog DecazeS, erwählt. Das algerische Contingent von der Klasse 1875 ist zum 1. September einberufen worden; unter den 1592 Mann sind 670 Israeliten. (Univ. Isr.) England. London. Im „Hamagid" wird eine Correspondenz aus London veröffentlicht, in welcher es heißt, es ginge das Gerücht, die türkische Regierung habe ihren zahlreichen hebräischen Gläubigern in England die Abtretung eines Theiles von Palästina angeboten! In Konstantinopolischen Zeitungen werde berichtet, Sir Hammond in London stehe in Verbindung mit Guedalla, dem Gründer einer aus englischen, französischen und österreichischen Juden zusammengesetzten Gesellschaft, welche mit einem Kapital vou 8,000,000 Pfd. Sterl. darauf ausging, der hohen Pforte das ganze gelobte Land abzukaufen. Nach einer Veröffentlichung Guedalla's sei eine solche Abtretung nicht ohne Genehmigung der Europäisch*^ Großmächte denkbar, es läge aber Hoffnung vHL^ß sich das Geschäft werde realisiren lassen, habe bereits seit Jahren die einflußreichsten judjschen Häuser iu ganz Europa zu interessiren gewußt, und zwar nicht ohne Erfolg. Guedalla beabsichtige demnächst sich persönlich nach Konstantinopel ^zu begeben, um an Ort und Stelle die Angelegenheit zu betreiben. (Daß an der ganzen Mittheilung nicht viel Wahres, ist wohl mit Bestimmtheit vorauszusetzen.) Türkei. Kvttftantinopel Der Graf Camondo hat zu den Sammlungen für den Staat 1000 Lire türkisch gegeben. Persien. In Jspahan (Persien) wohnen nach Angabe des „Auslands" ungefähr 1000 Juoen. Sie stehen ganz abgesondert und werden von den Muhamedanern noch immer verachtet und verfolgt. Sie leben meist in ärmlichen Verhältnissen und größtentheils vom Verkauf von Wein und Arac; Viele sind auch Goldschmiede. Kleiderhändler und Hausirer. Die jüdische Gemeinde besitzt drei Synagogen und zwei Schulen, in denen jedoch nur Hebräisch gelehrt wird. „Es wäre sehr zu wünschen, meint das gen. Bl., daß die Londoner Gesellschaft für die Förderung des Christenthums unter den Juden einige Missionäre hinsendete, es eröffnete sich ihnen da ein weites Feld für Bekehrung dieser so lange vernachlässigten und in Finsterniß lebenden Altgläubigen." (Wir möchten hierdurch die Augen der All. Isr. Univ. auf dieses Vorhaben gelenkt haben, damit den Seeleufängern das Geschäft bei Zeiten verdorben werde.) (Isr. Wchschr.) Amerika. New-Uvrk. Die gemeinsame Empfehlung unserer Rabbiner, von den kostspieligen Leichenbe»