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Der Israelit · 1876-08-09 · Heft 32 (9.8.1876) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
17 (1876)
Issue
Heft 32 (9.8.1876)
Date
1876-08-09
Page
– (sequence 13)
Language
German
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753 Dir allein bleiben; morgen mußt Du mich ohnehin verlassen." „„Nun, so laß uns daheim bleiben, lieb' Schwesterchen,"" sagte er, sie neben sich auf den Divan ziehend? „„und was die morgige Reise betrifft, so liegt sie auch mir schwer auf dem Herzen, ich muß Dich allein lassen, so ganz allein — Du glaubst nicht, wie schwer mir das wird — wenn ich es ändern könnte —"" Sie hatte ihr Haupt auf seine Schulter geneigt und beschattete mit der Hand ihre Augen — in diesem Moment wäre es ihr kaum mö lich gewesen,, seinen Blicken zu begegnen. „Wann wirst Du zurückkommen?" fragte sie leise. „„Meine Absicht war, Dienstag Abend; doch wenn es mir irgend möglich sein wird, so fahre ich in der Nacht und bin schon Dienstag Morgen wieder bei Dir, mein theures Schwesterchen."" „Thue das nicht, reise nicht um meinetwillen in der kalten Winternacht." „„Nicht um Deinetwillen, sondern um meinetwillen. Um früher das Glück zu haben, mein liebes, böses Schwesterchen wieder zu sehen."" So plauderten sie noch lange fort, bis die Dämmerung hereinbrach. Dann entfernte sich Leo, um in der Synagoge das Abendgebet zu verrichten. Als er heim kam, fand er Wein, Gewürzbüchschen und die geflochtene Wachskerze schon auf dem Tische, eine Aufmerksamkeit, die die Schwester ihm bisher noch nicht erwiesen. Sein freundlich dankender Blick lohnte ihr, erröthend senkte sie die Augen. Nachdem er den Segen gesprochen, der Schwester eine gute, gesunde und glückliche Woche gewünscht hatte, schickte er sich an, zur morgigen Reise Vorbereitungen zu treffen. Hermine ließ eS sich nicht nehmen, feine Reise-Requisiten zu ordnen. Wäsche, Kleider u. dergl. für ihn in den Koffer zu schichten und dazwischen kam er öfter zu ihr, schlang ihre Arme um seinen Hals oder legte ihre Stirn an seine Schulter. „Wirst Du auch an mich denken, wenn Du nicht bei mir bist?" fragte sie, sich an ihn schmiegend. „„Immer, Kind, immer. Doch laß unseinander das Scheiden nicht allzuschwer machen, es ist ja kaum auf drei Tage, denn ich hoffe mit Zuver-! sicht, Dienstag Morgen wieder hier zu sein.""! Doch Hermine war nur schwer im Stande, I ihre Erregung zu bemeiftern; so viel Liebe, soviel j Vertrauen wollte sie täuschen? — Sie wähnte, sie ' könne nicht anders. (Fortsetzung folgt.) A N ZFAG E N. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. Hirsdftel’s Hotel Hamburg, Wexstrasse £3« Unterzeichneter empfiehlt sein Hotel dem geehrten reisenden Publikum bestens. Küche streng nach dem jüdischen Ritus. [1951 Ergebenst Adolf Hirschel. Gesucht wird zum Eintritt bis I. November ein fein gebildeter junger Mann als Hauslehrer für drei Knaben. Derselbe muß im Ele -entar - Unterricht und Hebräischen tüchtig sein. Fremde Sprachen wären erwünscht. Offerten sind zu richten an das Bankgeschäft Gebrüder Schülein, Ingolstadt, Bayern. [1880 HDD Schweizerkäfe und Sahn - oder 8tNtd. Ättfe versendet stets unter Nachnahme David Bauer, Fahrgaffe 93. Frankfurt a M [w®

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