Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 17 (1876)
- Issue
- Heft 11 (15.3.1876)
- Date
- 1876-03-15
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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242 fen werden kann?" würde ich Ihnen erwidern: „Helfen Sie zuerst dem ab, was sie selbst gerathen haben; aber fangen Sie in erster Linie mit dem Aufbau von Häusern in Jerusalem an. „Wählen Sie außerhalb der Stadt ein Stück Land aus; errichten Sie dann in der Form eines großen Vierecks eine Anzahl anständiger Häuser mit europäischen Verbesserungen, und im Mittelpunkte desselben eine Synagoge, eine höhere Schule und eine öffentliche Badeanstalt. Lassen Sie jedes Haus auf der Vorderseite ein Stück Erde haben, welcher groß genug ist, um Olivenbäume, Weinstöcke und das nöthige Gemüse zu pflanzen, um so den Bewohnern der Häuser einen Geschmack für den Ackerbau beizubringen. „Die Häuser sollten eine mäßige Miethe tragen , durch deren Betrag ein Verein auf sichere Grundsätze gegründet werden sollte zum Wohle der ärmeren, arbeitenden Klasse, des Händlers, des Landmanns oder irgend eines armen Mannes, der es verdient; vorher aber sollte die Summe zur Besoldung eines Schreibers und Oberaufsehers und um die Häuser auszubessern, benutzt werden. „Falls das Capital ausreicht, kann man nach demselben Plane in Safed, Tiberias und Hebron Häuser erbauen, und durch die Miethe auch Leihhäuser , auf gleiche Grundsätze der Sicherheit gestützt, errichten. Und wenn Ihr Unternehmen Ihnen weiter gelingt - und Sie über 30,000 oder 50,000 L. zu verfügen haben, werden Sie ohne Schwierigkeit im Stande sein, so viel Land, wie Sie wollen, in der Nähe von Safed, Pikee—in, Liberias , Hebron, Jerusalem, Jaffa und Khaifa zu kaufen, und Sie werden in allen diesen Plätzen eine Anzahl von Leuten finden, welche gern bereit sind, Ackerbau zu treiben. Es sind mehr als 170 Personen in Safed und Tiberias allein dazu bereit, Pekee und Khaifa bieten auch eine gute Anzahl dar. und ohne Zweifel gibt es sogar in Jerusalem Leute, welche gern Land bebauen. Wenn Sie sich jetzt an mich wenden und sagen: „Welche Zeit wäre günstig, das Werk zu beginnen, vorausgesetzt, daß wir bereit dazu sind und von Ihrem Rathe geleitet werden?" dann wird meine Antwort sein: „Fangen Sie gleich an; beginnen Sie das Werk noch heute, wenn Sie können." „Unsere Brüder in Europa, Persien und der Türkei sind von Ihren Versprechungen, welche ihnen in der hoffnungsvollsten Weife durch die Presse der verschiedenen Länder bekannt wurden, aufgeweckt worden. Dieselben hielten sie in der Hoffnung aufrecht, daß Sie gewiß keinen Aufschub herbeiführen in dem Verfahren, die Lage der Söhne Zions zu verbessern. Jetzt rufen sie aus: „Hier sind wir, geben Sie uns Feld, geben Sie uns Arbeit; Sie versprachen uns beides. Wir sind bereit, unserer Liebe zu Jerusalem wegen, die Ausführungen der anstrengendsten Arbeiten zu unternehmen; aber die Gemeindevorsteher geben uns keine Antwort; sie sagen einfach nach den Worten des Königs Salomo: „Wolken und Winde ohne Regen." T'N dbui nn owiw. Sie sind also, ich wiederhole es, nach heiliger Pflicht genöthigt, sie nicht länger zu täuschen. Beginnen Sie die geheiligte Aufgabe sogleich, und jeder, welcher seine Wonne an Zion findet, wird Ihnen behilflich sein, das Werk zu vollbringen, ihjjo uh» n»yo:. Moses Montefiore." Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Halberstadt. Am D’^ptff ntcnsj rap verstarb hier ein sehr ehrenwerthes Mitglied unserer Gemeinde, Herr Michael Nathan,' im. 72. Jahre seines Lebens, ein Mann, der mit vollem religiösen Eifer seine Thätigkeit der Verwaltung den meisten nnnn zuwendete und besonders als von pw sich bemühte, die Hilfsquellen' für dortige immer flüssig zu erhalten und Herrn Lehren in Amsterdam zuzuführen. Besonders war er sehr wohlthätig für npo nojsn von mit Spenden seines Vermögens. Einfach und-fromm in seinem Lebenswandel lebte er in dem Grundsätze 'jn -on -pi<rr -hpn und war ein treuer Berather, wo man seine Geschäftskenntniß wünschte. Ein Freund der Geselligkeit, war er sehr beliebt, dieses zeigte sich bei seinem zahlreichen Leichenbegängniß, bei welchem unser Herr Rabbiner einen Zug aus dem Leben des Verblichenen hervorgehoben, der es verdient, in weitern Kreisen bekannt zu werden, wie der "npj nach langer Zeit den Verlust ersetzte, welchen eine Familie durch ungünstige Verhältnisse seines Vaters erlitten hatte; er schloß mit dem Verse: 'idi "jpny i^.t. — n«a*s«j«n. Frankreich. Poris. Monatsbericht (Februar) der „All. IS. Univ." (Schluß.) Die Israeliten der Türkei. — Man beschäftigt sich fortgesetzt mit dem Schicksale, das die Israeliten von Bosnien und der Herzegowina treffen würde, wenn in der politischen Lage dieser beiden Provinzen eine Aenderung eintreten sollte; es ist von größter Wichtigkeit, daß die zu Gunsten der christlichen Unterthanen etwa festzusetzenden Bestim-