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Der Israelit · 1876-03-08 · Heft 10 (8.3.1876) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
17 (1876)
Issue
Heft 10 (8.3.1876)
Date
1876-03-08
Page
– (sequence 5)
Language
German
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213 mann über den 15.—17 Vers des 103. Psalmen. Durch die herrliche Ausführung des Textes wurden alle Anwesenden tief ergriffen. Und es waren dieser nicht wenig. Außer der ganzen hiesigen Cultusgemeinde waren auch viele benachbarte Jehudim herbeigeeilt. Selbst der größte Theil der hiesigen kathol. Gemeinde, worunter der Pfarrer, Bürgermeister, Einnehmer und Gemeinderäthe, betbeiligte sich an diesem ernsten Akte, und wird dieser Tag für das gegenwärtige Geschlecht in steter Erinnerung bleiben. Sowie wir denselben aber heute mit Fasten und -osd nr ausgezeichnet haben, so soll er jedes Jahr (und das haben wir uns zum Gelübde gemacht) mit Gebet und Fasten begangen werden. Gebe der Allgütige, daß wir recht lange, keinen Gebrauch von unserm c"n rva zu machen brauchen. Schweiz. Basel. Die erste Beilage zu Nr. 6 Ihres gesch. Blattes enthält eine Kritik aus Frankfurt a. M. über den ersten Rechenschafts-Bericht des Comites des isr. Asyls in Hegenheim-Elsaß. Man macht uns den Vorwurf daß die deutschen Geber nicht besonders darin erwähnt, und der Bericht nicht auch in deutscher Sprache versandt wurde. Sie wissen wohl aus Erfahrung, wie delicater Natur, die Anstalten sind, welche auf der Großmuth der Menschen beruhen. Ein kleiner Fehler der Vorgesetzten, ein unwillkürlicher Jrrthum oder eine Vergessenheit, sind sehr oft Veranlassungen, daß den' betreffenden Wohlthätigkeits - Instituten Unterstützungen entzogen werden, die denselben zu ihrem Bestände ganz unentbehrlich sind. — Um ein solches Unglück von unserer jungen Anstalt abzuwenden, müssen wir Sie bitten, folgende Aufklärung in den „Israelit" aufzunehmen. Die Kosten eines doppelten Druckes in deutscher und französischer Sprache, wurden von dem Comite nach reiflicher Ueberlegunz, zu ersparen, beschlossen. Der Rechenschaftsbericht wurde daher nur in französischer Sprache aus dem Grunde ausgegeben, weil wir wußten, daß alle Geber aus Deutschland gut französisch sprechen, während ein großer Theil unserer Subscribenten aus der französischen Schweiz und aus Frankreich der deutschen Sprache nicht mächtig sind. Wenn wir der deutschen Ehrenmitglieder in unserm Bericht nicht besonders gedachten, so geschah dies, um keine Ausnahme zu machen. Wir haben bei diesem Werke sehr viele Beweise von aufopferndem Wohlthätigkeitssinn empfangen, und wir konnten dieselben nur im großen Ganzen berühren. Daß sich einige Freunde besonders durch ihre Bemühungen auszeichneten geht genügend daraus hervor, daß dieselben als Ehrenmitglieder des Comites am Anfang des Rechenschaftsberichtes bezeichnet sind. S. Dreyfus-Neumann, Präsident des Comites für das isr. Asyl in Hegenheim. D esterr. - Un g a r. Monarch: e. Wien. Der Kaiser von Oesterreich hat den Herausgebern des „Ariel" in Jerusalem 300 Gulden als Unterstützung allergnädigst zu gewähren geruht. Es ist diese Gabe um so höher anzuschlagen, als sie auf ein Majestätsgesuch erfolgte, welches die Herausgeber des erwähnten Blattes tcnpn pL'^2 an den Kaiser gerichtet. Es dürfte vielleicht das erstemal der Fall sein, daß man sich an den Kaiser in einem enpn yvbi Gesuch gewendet. Da demselben die allerhöchste Berücksichtigung zu Theil wurde, verdient ein solcher Gnaden-Akt gewiß veröffentlicht zu werden. (Schew. Ach.) Frankreich. Paris. (Echo aus den Wahlversammlungen in Paris.) Ein Candidat, welcher nicht wußte, wie er sich den Beifall der das Klub füllenden Wähler erwerben könne, ruft aus: „Ich habe mich niemals taufen lassen." Und als ihm jetzt applaudirt wird, setzt er hinzu: „Ich bin Jude." Von dieser Erklärung ist die irreligiöse Demagogie nicht zufrieden. Der Bürger wird abgewiesen. Diese Person war ein Redacteur des „Journal des Debats“ Herr Ratisbonne. (Arch. isr.) Palästina. Jerusalem. Durch die besondere Bemühung des österr. Viceconsuls, Herrn Jacob Paskal, ist es den Spitzen der aschkenasischen und sephardischen Gemeinden gelungen, das außerhalb Jerusalems um das Grabmal des p'irr.i (jh"d miffo) gelegene Feld um einen sehr billigen Preis käuflich zu erwerben. Alle Juden sind hierüber erfreut. Unsere Glaubensgenossen pflegen am 2"b dieses Grab

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