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Der Israelit · 1876-02-23 · Heft 8 (23.2.1876) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
17 (1876)
Issue
Heft 8 (23.2.1876)
Date
1876-02-23
Page
– (sequence 18)
Language
German
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178 Ministerialerlaß in allen Kronländern diesseits „der Leitha für die gesammte israel. Schuljugend! „Gesetzeskraft für alle Zukunft erhalte." j (Herr HofwechslerJgnatz D eutsch hat seinen i unsterblichen Verdiensten um die österreichische Judenheit wiederum wie neues hinzugefügt, das wahrlich nicht zu den kleinsten gehört. Möge der allgütige Gott den edlen Mann auch ferner beglücken, daß er in ungefchwächer Kraft noch viele Jahre die höchsten Interessen unsrer heiligen Religion zu wahren im Stande sei! — Red.) Wien. Dem Jahresbericht der Wiener öffentlichen israel. Volks- und Vereins-Haupt-Schule „Talmud - Thora" (erste israel. Armenschule) für das Schuljahr 1874—75 entnehmen wir: Die Talmud-Thora-VereinS-Schule hat auch im verflossenen Schuljahr einer regen und warmen Theilnahme sich zu erfreuen gehabt. In dankbarer Anerkennung registriren wir diesbezüglich in erster Reihe die uns von dem löblichen Vorstande der hies. Jsr. Cultus-Gemeinde bewilligte und uns übermittelte erhöhte Subvention von fl. 600 auf fl. 1000. In zweiter Reihe die Subvention des löbl. Magistrats der Stadt Wien fl. 30 Ferner die vom feel. Herrn Max Welisch testirten fl. 200, dann das Legat der Frau Franziska Klein sel. Ww. fl. 100, und die Spende der I. Oest. Sparcassa fl. 100, Ferner registriren wir bei" 50 neue Vereinsmitglieder, wodurch der Ausfall an Jahresbeiträgen von vielen zu unserm größten Bedauern verstorbenen Mitgliedern nicht nur ersetzt, sondern auch um fl. 235', 55 kr. mehr als im Vorjahre erzielt wurde. Der Lehrkörper besteht aus fünf Lehrern, darunter ein dirigirender Oberlehrer, welche nicht nur im Hebräischen, sondern auch in deutschen Gegenständen der Volksschule gründlichen Unterricht ertheilen, und geben die alljährlichen Prüfungen den eclatantesten Beweis, daß unsere Schule in dieser Beziehung jeder hiesigen Volksschule ebenbürtig zur Seite stehen kann, so vaß unsere Zöglinge bei ihrem Austritte aus unserer Schule an Gymnasien oder anderen höheren Lehranstalten Aufnahme fanden. Durch die allgemein anerkannten gediegenen Leistungen unserer Schule nimmt die Frequenz an derselben von zumeist armen Kindern alljährlich zu, so daß es wegen Raummangels in unseren jetzigen Schul - Localitäten nicht möglich ist, wie dieses im verflossenen Schuljahre der Fall war, alle zum Besuche der Schule sich drängenden Kinder aufzunehmen. In Folge dessen sah sich der Vorstand genöthigt, die im vorjährigen Jahresberichte bekanntgegebene acquirirte, zu einem Schulhause vorlheilbaft geeignete Realität um den Kaufschilling von fl. 40,000 Oest. Währ, anzukaufen, und einen Theil unserer Vereins-Effecten zu verkaufen, um laut deS Kauf-Contracts eine Antheil-Zahlung von fl. 8000 leisten und auch die Uebertragsgebühren nebst Steuern entrichten zu können. Wir registiren nun wohl ein neues Einkommen zu Gunsten der Vereins'Verwaltung, nämlich den Miethzins für die in unserer besagten Realität vermiethelen Wohnungen; allein die Interessen, welche wir auf das Satz Capital dieser Realität fl. 32,000 zu zahlen, ferner die Grund-, Zins- und Einkommensteuern, die wir gleichfalls zu entrichten haben, übersteigen um V» unser Zinsen- Einkommen, wodurch sich ein empfindliches Deficit für die Vereins-Verwaltung ergibt, was selbstverständlich den Fortbestand unserer Schule in Frage stellen muß. Wir müssen daher an die Hochherzigkeit und an die allbekannte Werkchätigkeit unserer geehrten Gemeindemitglieder, Gönner und Wohlthäter appelliren, uns durch reichliche Spenden, welche wir sammeln werden, so kräftig zu unterstützen, daß es uns möglich werde, unsere besagte Realität nicht nur von der drückenden Schulden- und Steuerlast zu befreien, sondern daß wir auch zum Bau des uns so nöthigen Schnlhauses bald schreiten , und unter Einem. gleich anderen Schulen, auch unserer Schule eine Bibliothek nebst anderen Lehrmittel anschasfen können. ANZEIGEN. Für den folgenden Theil ist die Redaktion nicht verantwortlich. unserer Gemeinde, Herr Simon Haberman, ist uns am 8. ds. Mts. in seinem 39. Lebensjahre leider plötzlich durch den Tod entrissen worden, viel zu -, früh für seine Gattin, mit der er 11 Jahre in uwn moy r6ej. Die Krone ist von unserm glücklicher Ehe verlebte, viel zu früh für seine 5 Haupte gefallen. — Der Vorstand und die Zierde unmündige Kinder, denen er ein liebevoller und |Nekrolog I

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