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Der Israelit · 1876-02-23 · Heft 8 (23.2.1876) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
17 (1876)
Issue
Heft 8 (23.2.1876)
Date
1876-02-23
Page
– (sequence 3)
Language
German
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163 Ll M) Hi! i ’ von.dem Kiiimeksm befeWigtev Soldaten und von . Deputationen? der verschiedenen Gemeinden Jerusa- -! lemÄ/ Jaffw'L und Hebrons .bewillkommnet und?be- , Hlückwünscht, kehrt M. auf besondere Einladung, beim britischen Conjul, Signor Amzalak, ein. M. u-drückt'- seine-besondere Befrikjdjg-ung^ darüber aus, n Laß eiw eingeborner Jude eine so hohe und ehrenvolle Stellung oinnimmt.!! «<-. Der^ErzählunH der großen G stfreündschaft, - Äie er iÄ> diesem Hause gefunden, schick: M. die Bemerkung voraus,' daß er nicht aus Selbstsucht ' oder Ehrsucht sich' über diese einzeßien Dinge aus-n "" lasse', sondern um der Welt eine>Jdee davon zu " gebbnin welcher Weise unsere Brüder im heil. ' Lande ihre Dankbarkeit durch l slle nur möglichen ' AufMerksämkeiten gegen-ihre Gönner zu beweisen : bewüht sind. ' " > ‘ ' "; Der Aufenthalt in Jaffa hat sich länger als 'i beabsichtigt, bis zum 22. Juli, ^ausgedehnt, da M. '" 'durch eiÄen kleinen Unfall einige Tage das Bett " zu hüten gezwungen war.*) Doch ließ er-sich nicht '' abhalten,-die verschiedenstsn Deputationen zu empfangen. Ein von' den Repräsentanten der Gemeinl"den der heil. Stadt eingegangener Brief macht ihm '' besondere Freude ’ „Ich konnte nicht unterlassen," ' Erzählt M., „ihn drei, oder viermal zu lesen. Die in demselben Vvn-den 24 Unterzeichneten Repräsen- ' tattten wiederholt gegebener-Versicherung des vollfläüdigdtt Friedens und der Einigkeit unter den 'verschiedenen Gemeinden ist eine der größten Seg- ' nungeü Gottes/< Der Chücham Baschi von Jerusalem Hütte einen seiner Kärvässen als Ehrenwache ' für M. während seines Aufenthaltes in Jaffa und Zur Begleitung nach Jerusalem gesandt, welche Ehre jedoch vvü M.-mit Dank zurückgewiesen wurde. ' ' Das ich Jahre 1855 zur Beförderung des Ackerbaues unter unfern Brüdern gekaufte Landgut '"'Biarä chard von vr.Löwe und später auch von besucht und entgegen den Mittheilungen einiger europäischen' Reisenden wider alles Erwarten im besten Zustand angetroffen. Die Herren Jacob ibn Simodl und Sä^khoon stehen diesem Landgut vstr. Als.Elfterer, der sich besonders um die Är- Trotzdem dieser Unfall (M. hatte sich das Knie ausgefallen) Am.Freitag kür; vor dem Sabbatbeginn sich ereignete, wu -Zerdrückte M.- doch seinen Schmerz, um dem Sabbatgebet mitan- - rruvohnen. ^Als.das;':n kam/' schreibt M., „trat ein Strahl Des Entzückens in' mein H.r;, wclckes wesentlich durch den Gedanken erhöbt' wurde, dass Gott es mir noch einmal gestattet, diesen h. Tag''.im Alande der Verheißung zu feiern. Ich sang die , Sabhat^mnen mit mehr Andacht als sonst und war über den übsticken pmj) obc s>zz Grnlß besonders erstem." Als er am andern Morgen.das,Belt nicht verlassen kann, läßt er die Thüren seines Ztmlne'ts west öffnen,' um so wenigstens die Gebete des pv> zu hören und die Anwesenden zu scheu. j, men Jaffa's verdient gemacht, mit M. über einige! besonders betrübende Fälle innerhalb der Gemeinde > Rücksprache nahm, fragte ihn M.: „Warum arbeiten diese Leute nicht?" Diese Frage wurde nicht gestellt, weil etwa M. persönlich Zweifel an der Aicheitslust der Einwohner dieses Landes hegt, sondern, um Gelegenheit zu finden, diejenigen ihres Jrrthums zu überzeugen, die da behaupten , die Juden Palästina's seien ein träges Volk, welche l das Brod der Faulheit dem der Industrie vorziehen. Herr S. bricht beim Vernehmen dieser Anklagen fast in Thronen aus. „Gut," spricht M., „ich gebe jedem Armen einen Schilling, der mitbilft, die in unserm Biara befindliche große Cifterne mit Wasser zu füllen, was nach der Berechnung meines Arztes 58 Stunden erfordert. Werden sich Leute dazu finden?" „50 Personen werden, ohne nur einen Augenblick zu zögern, dazu bereit sein,." Noch an demselben Nachmittag (die Unterredung war um Mittag gewesen) sind schon 30 Arme mit der Füllung der Cifterne beschäftigt, und Alles geschieht mit freudigen Gesichtern. Psalmen werden dabei im Chore gesungen, unter andern Psalm 123, in welchem der Vers vorkommt: -b 3-bi i’-itr« toxn '2 “p-2 JW, „Deiner Hände Arbeit, wenn Du genießest, Heil dir und wohl dir," und am folgenden Tage (am 17. Tamus), trotz des Fasttages, war bei Eintritt der Tageshitze die Cifterne bis oben mit Wasser gefüllt. An die Deputation der israel. Gemeinde zu Khaifa richtet M. die Frage, ob es ihr bekannt sei, daß Israeliten au8 Europa in ihrem Hafen gelandet, die sich in ihrem Heimathlande der Militärpflicht entzogen hätten und nunmehr an den so reichlich aus Europa fließenden Spenden theilnehmen würden? Diese Behauptungen werden mit Entrüstung zurückgewiesen und später auch von Seiten des Vorstandes genannter Gemeinde, die sich in günstigen Verhältnissen befindet und im Stande ist, für ihre Armen selbst zu sorgen, durch ein von den französ. und dän. Consuln bestätigles Schreiben auf's Genaueste widerlegt. Viele Leute waren der Meinung, M. fei nach Palästina gekommen, um Felder zu kaufen und bieten die verschiedensten Grundstücke zu in der That spottbilligen Preisen an. Der Gouverneur und der Kadi der Stadt sowie die französ. und amerik. Consuln sprechen sich über die Verbesserungen im Lande, über Beförderung des Ackerbaues u. s. w. recht günstig aus. Die Bauthätigkeit in Jaffa, bemerkt der Gouverneur, wird allenthalben unterstützt. Die Straße nach Jerusalem läßt zwar noch viel zu wünschen übrig, doch könne man jetzt einen fünfsitzigen Wagen für lOO Frs. bis nach Jerusa-

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