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Der Israelit · 1876-02-09 · Heft 6 (9.2.1876) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
17 (1876)
Issue
Heft 6 (9.2.1876)
Date
1876-02-09
Page
– (sequence 9)
Language
German
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XYII. Jahrgang. Erste Beilage zu Ar. 6 des Israelit. Leitender Artikel. Iir Moses Montestore's Bericht Der seine Neisc «ach dem heil. Laude. An die Freunde und Beförderer der Wohlfahrt Zions! Obgleich ich mit der Hilfe Gottes das Glück gehabt, mehrmals*) Palästina zu besuchen, sehnte ich mich doch darnach, jenes Land wieder zu sehen! uni) noch einmal die frommen Anhänger unserer Religion in den geschätztesten Gemeinden zu begrüßen, theils aus großer Anhänglichkeit, die ich - von jeher für die Kinder Zions gehabt, theils weil in gegenwärtiger Zeit Leute der verschiedensten j Glaubensbekenntnisse ein täglich mehr zunehmendes! Interesse an der Wohlfahrt Jerusalems zeigen.! Zur Realisation dieses meines heißen Wunsches j bot sich mir eine gute Gelegenheit durch eine Cor-! respondenz, welche'zwischen mir und den Repräsenj tauten der jüdischen Gemeinden und verschiedenen wohlbekannten und vertrauenswürdigen Personen des heil. Landes stattgefunden hat. Am 15. Ab des Jahres r634 (29. Juli 1874) richtete ich in Folge der großen Leiden, welche unsere Brüder durch den in diesem Jahre herrschenden Mangel an Brod und an Mitteln, sich solches zu verschaffen, zu erdulden hatten, an oben bezeichj Akte Autoritäten ein Schreiben, worin ich dieselben ersuchte, mir ihre Ansicht mitzutheilen. auf welche j Weise die Lage unserer Brüder am erfolgreichsten j verbessert werden könne, sei es durch Ackerbau oder - Industrie in oder außer dem Hause oder sonstige! geschäftlichen Bestrebungen. Kurze Zeit darauf hatte ich das Vergnügen, von allen Adressaten eine meine Frage ausführlich! behandelnde Antwort zu erhalten. In der Absicht, das „London Committee of j Deputies" der britischen Juden in seinen Bestrebungen , die Lage unserer Brüder im heil. Lande zu verbessern, zu unterstützen, übergab ich jene Anti Worten dem Palästina-Comite des genannten Board, | welches dieselben zugleich mit meinem an die jüd. : Gemeinden Palästinas gerichteten Schreiben verj *) oir M Moiitestore war dich der letzten Reise 7mal im heil. Lande. Amn. der Red. i I öffentlichte und unter den Mitgliedern des Board circuliren ließ. So befriedigend jene Briefe für mich und alle Diejenigen waren, die Gelegenheit hatten, das heil. Lund zu kennen, ist es mir doch zu Ohren gekommen, daß ei nge Personen großen Zweifel in die Richtigkeit der in denselben gemachten Aufstellungen setzten, und da ich besorgte, daß diese Zweifel, wenn sie unter den jüd. Gemeinden verbreitet würden . den Eifer Derjenigen dämpfen könnten, die bereit schienen, den vorgesteckten großen Zielen eine helfende Hand zu bieten, so entschloß ich mich trotz aller Einwendungen und Abmahnungen theurer Verwandten und geschätzter Freunde, noch einmal nach Jerusalem zu reisen, um persönlich mit den Adressaten und mit Andern, die ich bei meinen frühern Besuchen noch nicht gesehen, zu cvnferiren. Ich nahm mir vor, in dieser meiner Erzählung über meinen 40tägigen Aufenthalt im heil. Lande einfach niederzuschreiben, was ich gesehen und gehört habe, und daran alle wichtigen Aufstellungen anzuschließen, die von den Spitzen der verschiedenen Gemeinden oder von andern Personen von unzweifelhafter Wahrhaftigkeit herrühren und die in jeder Hinsicht die höchst günstige Meinung, welche ich von jeher von unfern Brüdern in Palästina hatte, bestätigen. Vor Allem drücke ich der englischen Regierung , insbesondere dem Staatssecretär der auswärtigen Angelegenheiten. Lord Derby, meinen tiefgefühlten Dank für die schnelle und gefällige Besorgung eines Vizierialbriefes aus und dafür, daß er mich auf meinen Wunsch mit Einführungs- Schreiben versah an Herrn Noel More, britischen Consul in Jerusalem, und an den Vice - Admiral Sir James Drummond, Commandanten der englischen Flotte in Malta. Zu gleichem Dank fühle ich mich verpflichtet gegen den türkischen Gesandlen in London, Musurus Pascha, welcher mir Briefe zur Einführung beim Pascha in Jerusalem und andern türkischen Behörden des Landes übergab, und gegen den russischen Gesandten in London, Grafen Schuwaloff, welcher so gütig war, mir ein Empfehlungsschreiben an den russischen Generalcvnsul in Jerusalem mitzugeben; alle diese Briefe waren für mich von großem Werthe. Ebenso ist es für mich eine Quelle hoher Befriedigung, hier den hochgeschätzten geistigen Spitzen unserer Gemeinden — den Oberrabbinen vr. R.

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