Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 17 (1876)
- Issue
- Heft 1 (5.1.1876)
- Date
- 1876-01-05
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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- Safed 1× ep/1046078
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6 mit Fräulein Gertrude Davies 500 Kindern der iSr. Schule mit ihren Lehrern eine kleine Mahlzeit, verbunden mit allerlei Spielen, gegeben. Andere Schulen, das Waisenhaus, das Asyl, das Hospital, das Convalescentenasyl und die Pensionäre aller übrigen isr. Wohlthätigkeitsanstalten erfreuten sich ähnlicher Aufmerksamkeiten. (Jew. Chr.) London. Bei der jüngsten Sitzung des „Board of Deputies" wurden Briefe aus Safed verlesen, die von einer Zunahme der Cholera das. berichten. Die Gemeinde bittet um eine größere Unterstützung, namentlich um einen Arzt. Zu der ausgeschriebenen Stelle nach Safed hatten sich zwei Aerzte gemeldet, und wurde Herrn Dr. Salinger aus Montpellier (Frankreich) der Posten übertragen. (Jew. Chr.) London. Für das alte Beth-Hamidrasch in Shmith's Buildings, welches zum Abreißen bestimmt ist, wird bereits ein neues Gebäude auf dem St. James-Platze errichtet. (Jew. World). Palästina. □ Jerusalem, im Dez. Zu den ausgezeichneten Produkten des hl. Landes gehören auch die berühmten syrischen Schwämme. Diese Schwämme, welche man gewöhnlich in drei Arten eintheilt, nämlich l) grobe, röthliche Schwämme, zum Hausgebrauch, zum Waschen der Wagen rc.; 2) große ebenfalls röthliche, zum Badegebrauche und endlich 3) die feinen, weißen, glockenförmigen Schwämme zum Toilettegebrauche, sind nach Größe und Qualität sehr verschieden. Obwohl sie sehr werthvoll sind, gehen sie doch wie manches andere Geschenk des Meeres, leider durch übermäßiges Ausfischen ihrer Ausrottung entgegen. Die Schwammgegend von Syrien erstreckt sich vom Berg Carmel im Süden bis Alexandrette im Norden. Früher kamen die Griechen häufig, jetzt besorgen dies Geschäft (ca. 100,000 Dollars ertragend) die Syrer. □ Jerusalem, 12. Kislev. Der schwedische Naturforscher Dr. C. Landsberg, welcher gegenwärtig den Libanon bereist, hat dort nach' einer von ihm gemachten Mittheilung bei Djeba, drei Stunden von Sidon (irrs) ein Bernfteiulager entdeckt. Dasselbe ist besonders deshalb sehr interesweil sich in demselben nicht nur das Harz, (— nsn) sondern auch die fossilen Bäume, Irenen es seinen Ursprung verdankt, Vorkommen. Ganze derartige Baumstämme (Cedern), an denen noch Bernstein festsitzt, sind in das Museum von Stockholm gelangt. Feuilleton. Haus Ebers. Erzählung von S. Kohn, Verfasser des „Gabriel" (Fortsetzung.) Zöllner machte wieder eine jener häufig wiederkehrenden Pausen, ^während welcher er seine Erinnerungen sammelte'und sich von dem anstrengenden Reden erholte. „Des andern Morgens", fuhr Zöllner fort, „besuchte ich unfern alten Herrn, er hatte sich etwas erholt, hatte sein Bewußtsein erlangt. Er war sehr bleich, sah matt und müde aus und seine Stimme hatte allen Klang verloren. Ich war ein durch und durch verderbter Mensch und doch zog sich mein Herz schmerzlich, bei seinem Anblicke, zusammen, ich zitterte, ich wagte nicht in sein treues, biederes Auge zu schauen." „Sie bringen die Schlüssel Zöllner?" frug er; ich nickte bejahend .... Sie sind wohl gestern nicht fertig geworden, fuhr der alte Herr fort . . . . alles wohl versperrt? — mir kam ein Stich in's Herz, es überfuhr mich siedend heiß vom Nacken bis zur Fußspitze — lassen Sie's jetzt .— entweder bis ich gesunde — oder was wahrscheinlicher ist, daß meine Söhne, das was wir begonnen, vollenden. Alfred war gestern hier, so jung . . . . und sckon so bedeutend, so erfahren! — ich hatte gewünscht, daß Robert, Carl und Franke hereintelegraphirt werden, Alfred war meinem Wunsche schon zuvorgekommen!" „Ich blieb noch einige Minuten, der alte Herr schlief ein, ich entfernte mich! Ich erkundigte mich und erfuhr, der Arzt hätte wenig Hoffnung gegeben, die Kräfte wären im raschen Abnehmen begriffen; die Söhne und der Freund mußten rasch anlangen, wenn sie den alten Herrn noch am Leben treffen wollten.Das Uebrige wissen Sie . . . . Wie zuerst Sie, Herr von Eberstein, dann Carl und Franke ankamen, wie Ihr Vater sichrono liwrocho auf seinem Todtenbette einige Worte an seine Söhne gerichtet, wie er Ihnen eingeprägt mit aller Kraft festzuhalten an der altererbten Religion, wie er Franke beauftragte, ein Schützer -w. vtam. Ar.eu.ud seiner Söhne zu bleiben, und wie er dann sanft, wie unter Gottes-