Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1875-11-17 · Heft 46 (17.11.1875) · page 13

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
16 (1875)
Issue
Heft 46 (17.11.1875)
Date
1875-11-17
Page
– (sequence 13)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2446951-2447603-2447638--11968-2467774
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

1025 züglich der Lehreraufnahme und Entlassung zu bringenden Reglements. Der Cultus- und Unterrichtsminister hat aus den Revenuen des isr. Landesfonds am 17. Mai l. I. unter Z. 23,346 zum Zwecke der Förderung des Unterrichts 17.700 fl. mi^leicher Vertheilung unter die isr. Schulen beidM^Mrctionen angewiesen und vertheilt. — Da jeWMnoch zahlreiche Schulen von isr. Cultusgemeinden beider Fractionen ohne Subvention blieben, so hat der Minister aus dem Heuer ersparten Einkommen des ist. Landesfonds am 23. September l. I. zur Verbesserung der isr. Schulen und um den Unterricht in bessern Stand zu versetzen, neuerdings 16,000 fl. angewiesen und unter die beiden Fractionen gleich vertheilt unter der Bedingung, daß die Präsidenten sowohl der isr. Centralkanzlei, als der Vermittlungcommission die ihnen angewiesenen je 8000 fl. unter die gute Lehrer besitzenden und zugleich unterslützungSwürdigen und bedürftigen isr. Cultusgemeinden vertheilen, von jeder, einer Unterstützung theilhaftig gewordenen Cultusgemeinde eine vorschriftsmäßig gestempelte Quittung verlangen und diese Quittung seiner Zeit dem Ministerim zu unterbreitenden Rechnungslegung beizuschließen; darüber aber gehörig wachen, daß die Unterstützungsgelder von den betreffenden Cultusgemeinden ausschließlich zu Schulzwccken benützt werden. (Mähren). Ein Bad im tobten Meere schildert ein Engländer wie folgt: „Ich erfreute mich niemals eines so angenehmen Bades. Die Schwere des Wassers ist wegen der 26 l 2/2 % Salzlösung so groß, daß man wie ein Kork auf dem Wasser schwimmt. Ich konnte thatsächlich im Wasser aufrecht gehen, da ich nur bis zur Achselhöhle einsank. Ich nahm Dr. O., der nicht schwimmen konnte, bei der Hand und führte ihn an Stellen von bedeutender Tiefe. Anfangs zögerte er mir zu folgen, aber er gewann bald Vertrauen, als er sah, daß er nicht sank und erfreute sich des Bades, wie der beste Schwimmer. Aber man muß sich hüten, Wasser in die Augen oder in den Mund zu bekommen, da es äußerst salzig, bitter und von höchst erregender Natur ist. Das Wasser ist krystallhell, aber kein Fisch lebt darin und es gibt dem Körper ein Gefühl, als wenn man Oel berührt." Mit diesem Berichte stimmt Rofenmüller Geogr. 11. 1. ISO überein, dagegen Maim. Schaufäden 2, 2, daß d. rn^n im n7cn D' zu finden. S. Ritter Geogr. XY. 1779. Ü # M t II f t I n. |ilto «n» )rn «Itk» Prager Shell». Erzählungen von S. Lohn, Vers. deS „Gabriel". (Fortsetzung.) Ein schwerer Athemzug hob Budweisers breite Brust und auch die beiden Frauen seufzten unwillkürlich .der harte unnatürliche Druck bestand noch fort, Ester liebte ihren Bräutigam, ward wiedergeliebt, die Eltern der beiden waren einverstanden; aber es war in dem Momente keine Ausstcht für den.EHeftandSkandidaten eine Faunliennummer zu erlangen .... es war recht traurig! „Und weißt Du, Ester, mein Kind, wer auch Schuld an unserem gar so langen Brautstande war?" „Doch nicht Jakow Schneider?" „Sollst Du hundert Jahr leben, auch der!" „Wie so?' „Ich war schon gerne in meinem Eigenen *) gewesen und bin Kohol^) überlaufen. Zuletzt Hab' ich David Zehntomer dem Gassen - MeschoreS 3 * 5) einen goldenen Dukaten versprochen, wenn er mir's gleich ansagt, sobald eine Nummer frei wird. Einmal im Winter bei Nacht kommt er gelaufen und erzählt, in Meseritsch ist plötzlich ein junger kinderloser Mann, der Schafen*), der Prager Familiant war, gestorben; — den anderen Tag um neun Uhr, früh. bin ich schon beim Roschhakohl und bitte ihn mir die Familie zu verleihen; sagt er mir: „Schad, thut mir wirklich leid — wär't Ihr nur eine viertel Stunde früher gekommen .... in dem Augenblick Hab ich sie Jacob Wodolka zugesagt. — Du kannst Dies nicht ausdenken wie weh mir das gethan hat.eine verlorene Hoffnung!" „Noch volle anderthalb Jahre haben wir, ich und Deine brave Mutter warten müssen. Meine arme, gute, liebe Mutter, die sich so sehr darnach gesehnt hat, ihr Kind unter die Schuppe3) zu führen, hat die Freude nicht erlebt!" Budweiser hatte sich wieder in eine ernste Stimmung hinemgeredet und blickte finster vor sich hin. Das mochte die fromme Bele nimmer am heiligen Samstag dulden, sie strich ihm leicht 1) am eigenen Heerd. 2) Das Gemeindeamt. 3) Gemeindediener. 41 Vorbeter 5) den Trauhimmel.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.