Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 16 (1875)
- Issue
- Heft 43 (27.10.1875)
- Date
- 1875-10-27
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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947 daß wir uns jetzt, wie immer, auf dem Wege befinden, den Gott uns wandeln läßt, daß wir, wollend oder nicht, bewußt oder unbewußt, die hohen Zwecke fördern helfen, die Seine Weisheit gefördert haben will, und daß wir das Ziel erreichen werden, welches Er der Menschheit gesteckt hat. Darum ist es an uns, wollend und bewußt, jenen Zielen zuzustreben durch die unwandelbare Treue für Ihn und Sein heiliges Gesetz.? IDE!* 'DD "H r>VD 'T , X">'X 'DD 'MU '“»X *1 nen , ’3’ixi ns* nea nx boxb d’Jtid 'by unpa D9n ex '3b N"P' xb n:no ’by mnn dx . ibsn lbtto >nw 4i nxo ’nbXiP nnx .noo 'jx nxn nonbo »^y np3bt *i oyun nunb ”n ’D» b3 imi n’33 'rot? , tcrpsx lbnx -ino3 ’j'vnD’ , nyt nvz didd 'jjss' '3 . ib3'ri3 'jDDn' -NL3. (Psalm 27, V. 4—6). „Gott ist mein Licht und mein Heil, vor wem soll ich mich fürchten, Gott ist meines Lebens Zuversicht, vor wem soll ich mich ängstigen? Wenn Uebelthäter sich mir nähern, mein Fleisch zu verzehren, meine Widersacher und meine Feinde, sie straucheln und fallen. Wenn Kriegslager wider mich sich rüstet, mein Herz wird's nicht fürchten, wenn Krieg wider mich aufstehl, so vertraue ich auf dieses. Eins habe ich gefordert von Gott, das werde ich erbitten, daß ich wohne im Hause des Ewigen alle Tage meine- Lebens, zu schauen die errlichkeit des Ewigen und zu besuchen Seinen empel. Denn Er wird mich bergen in Seiner Hütte am Tage des Unheils, wird mich schirmen im Schutze Seine- Zelte-, auf Felsen mich erheben." Nrisrbrirfr. VIII. Luzern, 7. September. 'b nxi m 'D '3 — Die große Noachidische Fluth hat auf Erden noch mancherlei Spuren zurückgelasfen. So findet sich auf der Höhe der Bergstraße das sogenannte Felsenmeer — ein großes, mit vom Wasser ausgeschliffenen Steinen angefülltes Becken. Die mächtigen Steine ruhen, gleichen aber vollkommen den Wogen des Meeres. Einst muß die Fluth hoch oben auf diesen Bergen gestanden und die gewaltigen Felsen abgeschliffen haben. Auch in Luzern befindet sich eine erst vor wenigen Jahren entdeckte Naturmerkwürdigkeit: der vorsündfluthliche Gletschergarten. Ungeheure Eisberge, wie sie sich^ heute nur noch in ganz hochgelegenen Gegenden finden, haben in der vornoachidischen Zeit auch die Ufer des Vierwaldstädter See'S bedeckt und sind erst von jener mächtigen Fluth hinweggefpült worden. Die Spuren eines solchen vorsündfluthlichen Gletschers sieht man deutlich im Gletschergarten von Luzern. In der wärmeren Jahreszeit entstehen auf den Gletschern die sogenannten Schmelzwasserbäche, welche sich durch die Gletscherspalten brausend und dröhnend in die Tiefe stürzen. Da die Spalte in der Regel nicht auf den Grund geht, so bohrt das aus bedeutender Höhe herniederstürzende Wasser bis dahin die Gletscher aus, und da sich dieser Vorgang von Jahr zu Jahr wiederholt, so bohrt das Wasser immer tiefer und tiefer. Das sind die sogenannten Gletschermühlen. Ist der Boden unten felsig, so mahlt das Wasser sich einen Trichter tief in den Felsengrund hinein. Große Steine, die von oben hinunter gespült wurden, wälzen sich in dem Trichter umher und dienen gleichsam als Mahlwerkzeuge. Solche unterirdische Gletschertöpse mit den großen Mahlsteinen darin sind hier dem menschlichen Auge bloßgelegt. Ein Weinhändler besaß an dieser Stelle einen Garten, wollte einen Fellenkeller anlegen, und man fand die merkwürdigen Trichter mit den runden, abgeschliffenen, großen Steinen darin. Der Gletscher ist seit viertausend Jahren verschwunden, aber der Schooß der Erde hat die Spuren desselben getreulich aufbewahrt, nm unS in eine Welt blicken zu lassen, wie sie in den Jugendtagen Altvaters Noach beschaffen gewesen! Es ist etwa« Wunderbares um solch ein Stück vorsündfluthlicher Welt. Der Kenner der Geschichte sieht die Jahrtausende aufgerollt vor seinem geistigen Auge. Als die gewaltigen Schnee* und Eismaffen noch die Erde bedeckten, deren unterirdische Werkstätten hier bloßgelegt sind, da lebte ein mächtiges, großangelegtes Geschlecht auf Erden, groß an Körper, gewaltig an Geist und mit einer Lebensdauer von fast einem Jahrtausend, Krankheit nicht kennend und den Tod stets nur in weiter Ferne erblickend. Aber die große Körperkraft und die mächtigen geistigen Fähigkeiten machen das Geschlecht übermüthig, gottvergessen, gewaltthätig Dn’JDD ddh pxn nxbo ’3. Da beschließt Gott, die Verderbten zu vertilgen, und nur Noach findet Gnade vor den Augen des Herrn. Es werden geöffnet die Schleusen des Himmels, es steigen empor die Gewässer aus den Tiefen der Erde, der Regen strömt ununterbrochen hernieder, und die höchsten Berge werden mit Wasser bedeckt; alles Lebendige, das auf dem Trockenen lebt, muß sterben, nur Noach und die, fo bei ihm