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Der Israelit · 1875-10-13 · Heft 41-42 (13.10.1875) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
16 (1875)
Issue
Heft 41-42 (13.10.1875)
Date
1875-10-13
Page
– (sequence 3)
Language
German
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911 r welches Satzungen und Reckte hat, gerecht wie diese ganze Lehre, die ick euch heute vorlege. (5 B. M. C. 4. V. 6—8). (Fortsetzung folgt.) Zeitungsnachrichten und Correspondcnzen. Deutschland. Mainz, I I. Okt. Wir haben heute an das Central-Comite zu Amsterdam zum Besten der Armen und Nothleidenden im hl. Lande, sowie zur Gründung des neuen Hospitals in Jerusalem rr. 1679 Mk. 15 Pf. gesandt. Die Summe der von uns für obige Zwecke in diesem Jahre gesammelten und übersandten Spenden beträgt nunmehr 18,934 Mk. 35 Pf. Verkitt. Wie hiesige Blätter melden, hat der Gesundheitszustand des Professor Traube leider eine so entschieden ungünstige Wendung genommen, daß der hochgeschätzte Gelehrte sich genöthigt sieht, seine akademische Thatigkeit definitiv aufzugeben. Die medizinische Fakultät der Universität sieht sich nunmehr in die Lage versetzt, den so wichtigen, von Traube mit dem glänzendsten Erfolg innegehabten Lehrstuhl der propädeutischen Klinik im Wintersemester auf's Nene zu besetzen. Es ist dies um so mehr zu bedauern, als Prof. Traube in liberalster Weise armen Glaubensgenossen seinen ärztlichen Beistand unentgeltlich angedeihen ließ. (I. Pr.) Berlin, 1l. Sept. Die Stadtverordnetenversammlung wird in ihrer nächsten Sitzung über die Einrichtung eines Neligionsunterrichts für jüdische Knaben in einer passend gelegenen Gemeindefchule, sowie die fernere Gestaltung der 40. Schule zu berathen haben. Hierbei kommen einige Momente in Betracht, welche über das Verhältniß der verschiedenen Confessionen in unserer Hauptstadt Aufschluß geben. Nach den statistischen Aufstellungen kommen auf 1000 evang. Kinder 50 bis 60 katholische. Kein christliches Kind besuchte eine jüdische Schule, kein jüdisches eine katholische, drei evangelische gingen in katholische Gemeindeschulen 264 katholische und 286 jüdische Kinder besuchen evangelische Schulen, und jedes Kind kostete in den Elementarschulen der Stadt im Jahre 1873 durchschnittlich 46,8 M. Die beiden von der jüdischen Gemeinde unterhaltenen, jetzt überfüllten Schulen, nämlich die jüdische Gemeindeknabenschule und die Töchterschule, haben nicht den Charakter öffentlicher Schulen und erhalten von der Gemeinde keinerlei Unterstützung. Ein unter dem 16. Januar 1868 \>on dem Vorstande der jüdischen Gemeinde au den Magistrat gerichter Antrag: zu den Kosten der beiden Schulen beizutragen, soweit in diesen armen Kindern unentgeltlicher Unterricht ertheilt wird, fand zwar aus Billigkeitsrücksichtcn eine wohlwollende Aufnahme, es ist indessen zu einem positiven Resultat nicht gekommen, und nach den Kundgebungen hervorragender jüdischer Pädagogen und Gemeindeglieder muß angenommen werden, daß der Wunsch der jüdischen Gemeinde dahingeht, daß in allgemeinen Volksschulen ein besonderer jüdischer Religionsunterricht eingerichtet werde. Auch die 6 katholischen Gemeindeschulen, welche von der Stadtgemeinde Berlin zufolge Vertrages vom 8. Februar 1866 zwischen ihr und dem Kirchencollegium von St. Hedwig übernommen wurden, waren nichts weniger als fest organistrte Anstalten. Sie trugen vielmehr den Charakter von Improvisationen, hervorgerufen durch den Mangel an einem organisirten öffentlichen Volksfchulwesen und das Streben, die katholische Jugend von der übrigen getrennt zu erziehen. Dennoch hat die Schulverwaltung nicht gezögert, diese Schulen dadurch zu heben, daß sie ihreLehrer den übrigen Gemeindelehrern gleichstellte, ihre Klassen thunlichst vermehrte und ihr Lehrmittel verbesserte, aber die geringe Schülerzahl hat mindestens bei zwei derselben verhindert, sie so zu gliedern, daß ein den Ansprüchen an die Berliner Volksschulen genügender Unterricht in denselben ertheilt werden konnte. Im Laufe der Zeit hat sich jedoch das Bedürfnis geltend gemacht, je nach Yen loealen Bedürfnissen an den Gemeindefchulen, mit Ausnahme einiger, neben dem evangelischen auch katholischen und jüdischen Religionsunterricht von Lehrern bezüglichen Bekenntnisses ertheilen zu lassen und zu Loeal-Schulinspectoren sowohl geeignete Nichtgeistliche, wie Geistliche zu ernennen, worauf denn auch die Vorlagen des Magistrats bei der Stadtverordnetenversammlung lauten. (Berliner Volkszeitung ) Frankfttrt *. M. Herr M. I. Kirchheim von hier hat für Ausstattung armer israel. Bräute ein Grundkapital von 180,000 Mark bestimmt. Der hiesige Magistrat hat die Function der Rechnungsrevision bereitwillig übernommen. (Leider ist der edle Stifter sehr krank; möge der Allgütige ihm bald eine nov?» nwen senden! Red.) Rees am Rhein, iwyb «dd io. Am 1. rori^D Tage waren es 50 Jahre, daß Herr B. Jonas in Borken in W. das Amt eines ersten Vorstehers in

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