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Der Israelit · 1875-06-02 · Heft 22 (2.6.1875) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
16 (1875)
Issue
Heft 22 (2.6.1875)
Date
1875-06-02
Page
– (sequence 9)
Language
German
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XYI. Jahrgang. Erste Geilage zu Nr 22 -es Israelit. Zeitungsnachrichten sf Correspondenzen. > aus dem Leben dieses Talmid Chackam hervorzu- I heben, die von so großer Bedeutung für die Ge- ' staltung der jüdischen Verhältnisse geworden ist, L c u l i ch I a :: d. ■ daß es undankbar wäre. sie mit Stillschweigen zu! übergeben. Ans Bayeru. Zu dem Berichte aus Hürden i 'Kabbi Salomon Posen hat cs sich nämlich zur über die Beerdigungsfererlichkeit des verlebten ehr-; .Zensaufgabe gemacht die Kenntwürdigen Rabbiners Hrn. H. Schwarz *"? in! der Thora und Oes Talmuds unter Israel, voriger Nummer, ist die seitens der Herren Redner! vorzüglich unter Israelis Jugend, zu verbreiten; hervorgehobene Bemerkung nock nachzutragen, daß dieser Ausgabe unterzog er sich stets mit hingebenrs in ' Anbetracht des Monats Nissan nur aus : dem E'ser, unermüdlicher Ausdauer und seltener Rücksicht auf rr-n“ t,22 gestattet sei. an rrnn! Uncige-mützigkeit; seine Unterweisungen erfolgten anknüpfend den Träuerfall zu berühren, wel-; stets unentgeltlich und c s war bewundernswert^ cher religiösen Vorschrift auch entsprochen worden j wie er. der scharfsinnige Denker und umfassende in. tt'“22 nsj-’ jvc" .! Kenner des ganzen Talmud, seinen Unterricht stets : dem beschrankten Fassungs-Vermögen seiner jugend- Carrsruhe. Dr. Adolf Schwarz vom jü-! lichen Zuhörer anzuvassen und denselben Kcnntniß disch-theol. Seminar zu Breslau ist, nachdem er die! und Liebe zu unserer heiligen Thora beizubringen Einweihung der hiesigen neuen Synagoge vollzogen, j verltand. Wenn schon das Loos eines jeden Juzum Rabbiner erwählt worden. i gendlehrers kein beneidenswerrhes. so fand Rabbi; Salomon Posen noch ganz besondere Schwierig- Frankfurt a. M., 2k. Mai. Dem „Frkf.; keiten in den damaligen Verhältnissen und dem Journal" wird von hier geschrieben: Gegenwärtig j damaligen, in ganz entgegengesetzter Richtung ftröwird ein neuer Handels-Artikel aus Ungarn im-! wenden Zcitgeiste. Um so unvergänglicher ist auch porrirt, dessen allgemeine Einführung und Anwen-! das Berdicn'l des Verewigten um seine Schüler, düng wohl geeignet sein wird, den allzu hohen! seine Gemeindegenossen. und um das ganze tradi- Butterpreisen ein Ziel zu setzen. Es ist dies die j ^0 stelle Judenthum überhaupt. Während es an aus dem südlichen Ungarn kommende sogenannte! befähigten Lehrern ebenso fehlte, als an lernbe- Uug arische Wir thsch afts - Butter.' die in! gierigen Schülern, gewann er der Thora Jünger vielen Städten Nord- und Süddeutschlands bereits! in Frankfurts Weichdilde. Und als es späterhin heimisch geworden und sich allgemeinen Beifalls i unter göttlichem Beistände möglich ward, der Thora und allgemeiner Anerkennung erfreut. Aus bester, J durch Begründung der Israel. Religionsgesellschaft fettester'Milch bereitet, und nur zum Zweck der eine Stätte, eine wirksame Vertretung zu schaffen, Haltbarkeit mit etwas feinstem Kern-Fett! war Salomon Posen einer der Ersten, welcher sich versetzt, concurrirt. wie man uns mittheilt, diese beeilte, diese Religionsgesellschaft im Verein mit Butter durch ihre ausgezeichnete, vollkommen reinj zehn anderen wackeren, leider größtentheilS seitdem schmeckende Qualität nicht allein mit jeder frisch! Heimgegangenen Männern, in's Leben zu rufen, gestoßenen Butter, sondern sie ergibt beim Gebrauch Möge das ro: des Verstorbenen uns beigegen andere Fett-Sorten eine Ersparniß von mehr! stehen; möge sein Beispiel unserer Generation zum als 30 Procent und eignet sich gle ch vorzüglich j Vorbilde dienen. Möge die von ihm mitbegrünzum Tafel-Gebrauch, wie zum Backen und Kochen."! bete Religionsgesellschaft dahier, sowie die ihr Soweit das Frkf. Journ. — Möge das jüdische I nachgebildeten ähnlichen Gemeinden anderwärts Publikum sich vor dieser Butter'hüten. z rwch recht lange blühen und wirken, m-n b’-a-v» i 7*o;n -?y m.vnbi. Frankfurt a. M. In Nr. Ihres ge-! Breslau, 21. Mai. Der Cultusminister hat schätzten Blattes berichten Sie von dem Verluste, i in Betreff der Zulassung zur Doctor-Promotion in welchen die hiesige jüdische Gemeinde durch den j der juristischen Facultat der Universität Breslau Tod des Rabbi Salomon Posen erlitten. Erj an den Curator und Oberpräsidenten Grafen Arnim lauben Sie mir. in Anbetracht des Nutzens, den! einen Erlaß gerichtet, der nach der „Schl. Zig." das Beispiel großer Männer gewährt, eine Seite! folgendermaßen lautet:

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