Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 13 (1872)
- Issue
- Heft 46 (13.11.1872)
- Date
- 1872-11-13
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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966 a) im 2. und 3. Schuljahr: Der Artikel und das Zahlenverhältniß. b) Im 4. und 5. Schuljahr: Die z. B. die 2. Person: bei den Hauptwörtern und Zeitwörtern z. B. 7jv-p TJ-TINÖ'’ oder 1. Person: oder 3. Person: sodann Ableitungen wie: ,jn DH ,fl>$ HJ1N WH rc. Im 6. und 7. Schuljahre sind folgende Stücke durchzunehmen: sNQ.-i V2W nbsn ,nm ,1133 \-p pn« bis zu Ende, -rmn nby\ u3^o uu», nr2^2, Fortsetzung von ,n"-n v"' n3ff y"v Pf- 20, 33, 34, 135, 136, 91, 92, 93, 145. Das Verfahren ist in der Hauptsache dem bisherigen ähnlich, nur etwas abgeküxzter, indem die Schüler zugleich mehr zu einem selbstständigen Uebersetzen unter Zugrundelegung des bisher gewonnenen Wörterschatzes angehalten werden, und auch der Inhalt etwas eingehender in einer den Geist und Gemüth mehr anregenden Weise behandelt wird. In sprachlicher Hinsicht: die krvuomiua suküxa an und für sich besonders in der 1. und 3. Person, sodann in Verbindung mit den Unlftandswörtern (z. B. '^^3) und in den verschiedenen Beugungsfällen fCasusj (z. B. *■*? VN rc.) werden noch mehr und bis zur völligen Sicherheit eingeübt und schließlich auch in eine kurze tabellarische Uebersicht gebracht. III. Das Uebersetzen der 5 BücherMosis beginnt nach dem Normallehrplan mit dem 5. Schuljahr und umfaßt in der Regel 4 Schuljahre, da die isr. Knaben doch meistens schon vom 6. Lebensjahre an die Schule besuchen. Daß aber die Schüler dieser vier Schuljahre mindestens in 2 Abtheilungen \u bringen sind, dürfte wohl auch in der Absicht des Normallehrplanes liegen und deßhalb als doppelt angezeigt erscheinen. Wo der Lehrer gegen angemessene besondere Vergütung in zwei vermehrten Schulstunden weiteren Unterricht im Hebräischen zu ertheilen hat, wird der im Normallehrplan bezeichnete Stoff bewältigt werden können; andernfalls wird eine verhältnißmäßige Beschränkung des Stoffes eintreten müssen. Das Verfahren ist in der Hauptsache dem beim Uebersetzen der Gebete angegebenen ähnlich. In s p r a chlicher Hinsicht werden 1. in der Unterabtheilung: a) die männlichen und weiblichen Pluralendungen, b) der iddj (status constructus) zur Kenntniß gebracht, was zwar immer an dem Uebersetzungsstoff, aber doch womögllch in einer systematischenOrdnung zu geschehen hat. 2. in der Unterabtheilung wird auch hier das Verfahren mehr abgekürzt. Der Uebersetzungsstoff wird von den Schülern als Hauptaufgabe bis zur Geläufigkeit geübt, in der nächsten Betstunde mit und ohne hebräischen Text vorgetragen und der Inhalt für die religiös - moralische Bildung recht fruchtbar gemacht. In sprachlicher Hinsicht kommt hier hauptsächlich das Zeitwort an die Reihe und zwar zunächst und hauptsächlich die Kal-Form. An einem passenden Abschnitt werden die verschiedenen Wandlungen der Zeitform entwickelt. Hieran reiht sich die Kenntniß des -psnn wozu sich ja beinahe in jedem Capitel Gelegenheit bietet. Von den übrigen Formen des.regelmäßigen Zeitwortes sind besonders diejenigen des und ‘tyÖJ von Wichtigkeit, bei denen es aber auch ganz besonders auf die Kenntniß der verschiedenen Bedeutungen dieser Formen ankömmt; (z. B. “Qttf zerbrochen, -jnip rem sein, «in*ü reinigen, (pghj „ent-", tS'HStf)* Es muß darauf hingewiefen werden, daß ^9 pasfivum von ^3, daß ^Snn reflexive Bedeutung hat rc. Nachdem so die Schüler nach und nach bei verschiedenen Gelegenheiten mit den verschiedenen Formen des Verbums und ihrer Bedeutung bekannt geworden sind, werden ihnen geeignete Schemata hierüber in die Hand gegeben, welche ihnen zur leichten Uebersicht und Befestigung des Erlernten — nicht zum mechanischen Auswendiglernen — dienen sollen. Die mehrklassige isr. Volksschule wird sich dann allerdings auch noch mit den unregelmäßigen Zeitwörtern (rr"O, '"ü, V‘y, uud y"y) zu beschäftigen haben. Für die einklassige Schule werden wir uns aber unter den dargestellten Verhältnissen um so mehr mit dem Bisherigen begnügen können, als durch die richtige Verwerthung des Inhalts des Uebersetzungsftoffes, dann auch durch eine fruchtbare Behandlung der üorigen Religionsfächer und ganz besonders durch den rechten Geist der Schule das Meiste für die religiösmoralische Bildung unserer Jugend zu erzielen ist. Nachbem. der Red. Das gediegene Referat über den Unterricht im Hebräischen gibt uns ein beredtes Zeugniß für die Sorgfalt und Rüstigkeit, mit welcher der württembergische Lehrerstand an das Werk einer Reorganisation des hebräischen Unterrichts zu gehen, beabsichtigt. Wir verkennen die Schwierigkeiten nicht, die sich dem strebsamen jüdischen Volks- resp. Religionslehrer auf dem Lande entgegenstellen, und finden es ganz