Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 13 (1872)
- Issue
- Heft 44 (30.10.1872)
- Date
- 1872-10-30
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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915 -unsere Angelegenheit hoherseits nochmals in reifliche Erwägung gezogen werden wird, kann und wird Ihren frommen Muth, Ihre musterhafte Ausdauer nur stärken. Beharren Sie, meine wackeren Freunde, nach wie vor auf dem unantastbaren Boden, auf welchem unsere altehrwürdigen Ahnen gestanden; der warnende Ruf dieser 400 DoiNj, welche das fmnjD der Gegenwart bilden, und welche bezüglich ihrer Größe und Vollkommenheit zu den einstigen cpLm'3ll? pmn3D hätten gezählt werden können, mögen in Ihnen auch ferner jene Opferfähigkeit , die des Judenthums Zierde ist, wach rufen. Dem Verdienste wird die Krone nicht ausbleiben, '"fr"n, wird die Schritte derer, die wir in nnserer Angelegenheit als Vertreter gewählt, 0^3 o^hn dPo cn ->c\x Dnnu, segnen, sie werden ihre mühevolle Arbeit, welche sie für die n:iox. und für den Psnp' bbo begonnen, so sie dieselben auch ferner in jener rastlosen Thätigkeit fortführen werden, durch einen wahrhaft würdigen Sieg gelohnt sehen, C3^ nrr pen isn;?’ pn, mögen Sie standhaft bleiben, den süßen Ausgleichsphrasen ihrer Gegner die Spitze bieten, und wenn man ihnen zuruft, U23 vnn cn C3P n\xj, so mögen sie sich gegen solche Lockrufe wohl zu wahren wissen, cvP cr6' 'ni. D. S. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Mainz, 14. October. In Bezug auf unfern Artikel über Rabbiner Dr. Auerbach V't geht uns eine kleine Berichtigung zu. Derselbe war nicht in Bonn, sondern in Neuwied im Jahre 1808 geboren, wo fein Vater damals Rabbiner war. Bei seinem Leichenbegängnisse hat Hr. Rabbinats- Assessor Josaphat ’"3 nicht gesprochen, weil derselbe sich strict an das Testament des Verewigten halten wollte; dagegen hat ein Schüler des Heimgegangenen, Herr Rabbinatscandidat vr. van Geldern, eine Rede gehalten. Zugleich ergreifen wir die Gelegenheit, unserem Versprechen gemäß, hier eine Uebersicht der Werke des leider uns zu früh Entrissenen zu geben. Wir verdanken dieselbe der Güte des Hrn. vr. Selig Auerbach '"3. Als Rabbinatscandidat edirte er 1834 Fe st predigten (Marburg, bei Elsert), eine der ersten Sammlungen von jüd. Predigten, mit archäologischen Bemerkungen. Dieser folgte 1837 ein 1. Heft „Predigten, in der Synagoge zu Darmstadt gehalten" (Darmstadt, bei Pabst); ferner mehrere einzelne Gelegenheitsreden, theils separat, theils in Zeitschriften gedruckt. 1839 erschien (Darmstadt, bei Pabst; 2. Aust. 1853, Gießen, bei Färber) sein „Lehrbuch der israel. Religion," min pon, das erste und vielleicht noch jetzt einzige jüdische Religionsbuch, das, nach pädagogischen Grundsätzen ausgearbeitet und auf echt traditionell jüdischem Standpunkte stehend, den Gesammtinhatt unserer p''nn in prägnanter Kürze umfaßt, und durch den Reichthum der beigefügten Anmerkungen eine Fundgrube für nvbn jh m’pni auch dem gelehrten Kenner ist. Hierzu kommt noch während seiner amtlichen Wirksamkeit in Darmstadt von 1834—1857 eine ziemlich ausgedehnte literarische Thätigkeit in der Ausarbeitung von Artikeln für verschiedene Zeitschriften, besonders den „Treuen Zionswächter", die „Allgem. Kirchenzeitung" rc. Aus den Jahren seines Privatlebens in Frankfurt a. M. stammen folgende Schriften: d.ton nnc 'd oder die Beschneidungsfeier (Frankfurt a. M., bei Kauffmann, 1860) mit einer ausführlichen literar - historischen Einleitung, durch welche er im Kreise -der ersten Kenner der jüd. Literaturgeschichte ein wohlverdientes Aufsehen erregte; er trat darin mit Resultaten in einem Forschungsgebiete auf, das lange als die ausschließliche Domaine reformistischer Gelehrten galt. 1861 erschien (ibid) r.sisn njz'o.i ’D-n by, wohl die gründlichste und gelehrteste Arbeit, die in dem Hirsch - Frankel'schen Streite veröffentlicht wurde. Im folgenden Jahre (1862 ibid) veröffentlichte er sein „snv.i;n3 'n two", eine Sammlung von Bemerkungen und Erklärungen zu den mtw nJK/o mo in Anknüpfung an die vom nPn« jn3 U’3i s.13.1 handschriftlich seinem n,'3^v-Exemplar zugefügten Notizen. Ich kann es mir nicht versagen, auf folgende Stelle in der ncipn hinzuweisen: p>tnN nbi '-otp nt nvn J"n b\tr imiro 'nmct? nD3 naio 3DNI2Q H'niD '’3nD N3SnnD1 PBJ j"*l N33'3» ’N :n"-o Nm. In merkwürdiger Weiie ist, wie aus der Vorrede ersichtlich, der Todestag des großen;n3 '3-> (D"p"n) w auch yi mns dt; ebenso will ich nicht zu erwähnen unterlassen, daß yujn -hd"nn mich am Tage vor seinem Tode, leider so ftühen Tode, lrpptn n^sn vorlesen hieß und am Schluffe wiederholt die Worte '3”nni OD’bnm ausrief — Worte, die, wie a. a. Orte erzählt wird, die letzten Worte des jn3 '■> nppier waren. Zum großen Bedauern aller min '3niK ist 3"n n3ts>D nur auf D’jnt 'd zum Drucke befördert worden; Vorarbeiten für die übrigen er me befinden sich im Nachlaß. Sein Hauptwerk, in das er die ganze Fülle seines allgemein anerkannten Wiffenschatzes und seiner scharfsinnigen Forschungen niederlegte, Piepern psd PiDiew bru ‘s dy, wurde zum großen Theile noch in Frankfurt a.M. ausgearbeitet, es erschien in dreiTheilen (Halberstadt, 1867—69); zu einem vierten Theile liegen noch zahlreiche Vorarbeiten vor. Ueber den Werth dieses Werkes zu urtheilen, steht mir nicht zu, die gefeiertsten .min '33 in Deutschland, Rußland, Ungarn und '"er haben in brieflichen und literarischen Mittheilungen ihr Urtheil bereits gesprochen und die D’&on nnn