Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 13 (1872)
- Issue
- Heft 39 (25.9.1872)
- Date
- 1872-09-25
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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*ssssnr MIM., 823 wichtig wegen der streng wissenschaftlichen Form und der Darstellnngsweise, woran'man den berühmten Verf. erkennt. Eine hochwichtige interessante Partie ist der Brief des Rabenu Joseph den Todrös Halevi an die Rabbinen in der Provence, der in einer poetischen, kräftigen Sprache die Wichtigkeit und Nützlichkeit des 0*2123 von D3"cn hervorhebt und vor der unrichtigen Benutzung desselben warnt. Ebenso geißelt der Brief von Jehudah und Abraham Halevyim '«io.-» an die jüdischen Gemeinden in Caftilien, Navarra und Aragonien, die Rabbinen in Frankreich, weil sich diese in unehrenhafter Wette gegen miD ausgesprochen und die religiösen Ansichten des Verf. verdächtigten. Dieser Brief hebt ebenfalls die Frömmigkeit und Geistesgröße des ov"Oi hervor und tadelt die Rabbinen ob ihrer schweren Versündigung gegen denselben. Für Herausgabe dieser wichtigen Briese sei hier besonders den Herren Steinschneider und Halberstamm Dank ausgesprochen. Die Untersuchung über nV?s'- p psn m, der in Eint, zu 7i"ii angeführt ft, ist eine streng wissenschaftliche und daher eine sehr anerkenncnswcrthe. Ebenso zeigt n-OTc von Steinschneider gründliche Wissenschaftlichkeit. Es ist überhaupt zu wünschen, daß r;-ro chy, Las so manche sprachliche Schwierigkeiten bietet, durch Erläuterungen von geübten Kräften dem Publikum näher gebracht werde Die exegetischen Erklärungen mehrerer Bibelstellen von vr. Kodak sind theilweise sehr schön. Nur möchten wir hier unsere Ansicht über die Schwierigkeit, die der Vers, in der Stelle r.vjOM o»ptrv cryj'» cnrir'i (Ehr. II. 28, 15) findet, aussprechen. Verf. meint, daß nach Tal. Joma76a, Nid. 326, Schebuoth 22b, wo rrntp in inbegriffen, das d'-sp’» c.Sdn’i auffallend wäre. Unserer Ansicht nach ist dieses durchaus nicht auffallend. Die betr. Talmudstellen behaupten, daß rp*:« ^DD.n'ntr ist, wie z B. am n"’, an dem jeder Genuß, der rjn =r"c ist, verboten ist; also das Trinken sowie das Esten ist oder in Nid. in ähnlicher Weise. Daraus ist aber noch nicht erwiesen, daß Jeder, von dem erzählt wird, daß er gegessen, auch getrunken hat, oder umgekehrt. In 7."n wird einfach erzählt, daß man zu essen und auch zu trinken gegeben hat. Nach Vers, wäre auch das Verftändniß von D*jrcp*i c.20’1 schwierig, da nach Nid. rn-ru -d ist. Jedoch nach Obigem ist dieses ebenfalls leicht verständlich. Zum Schlüsse gibt der Redacteur eine Abhandlung über die Quellen bezüglich des Vebots der gehauenen Bilder Auch hier ist uns eine Kleinigkeit auffallend. S 82 tritt der Verst dem ffv ' p-ar entgegen, der die Stelle Tal. Rösch Haschanah 24, Abodah sar. 43 als bei sprechend erklärt. Bert, sagt, warum antwortet die ‘cs nicht statt Q-2'b das 'JE oj« 3c.? Darauf könnte man wohl dieselbe Antwort geben, wie Verf. selbst weiter S. 86 ausführt, daß sie wohl gezwungen sein konnten, das Bild im n"ä aufzirstellen, aber nicht dorthin zu kommen, um zu lernen und zu beten. T. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Aus Baden- Wenn die Trefflichkeit der strengen Bestimmungen von 7,;7n bezüglich der Wiederoerheirathung einer r.Juy noch eines Beweises bedürfte, so könnte folgendes Factum dafür angeführt werden: In Enkenbach — so berichtet das „Mh. Journal" —- kam der Fall vor, daß ein als „Vermißt" im letzte» Kriege ausgeführter Soldat (Christ) wieder in seine Heimath zurückkehrte. Die glückliche Rückkehr wurde aber durch eine traurige Erscheinung getrübt, denn die vermeintliche Wittwe des Vermißten hatte sich inzwischen — gestützt auf den von der Militärbehörde erhaltenen Todtenschein — wieder verheiratet, und zwar mit dem Bruder ihres ersten Mannes. Der Vermißte war in Algier in ein Regiment gesteckt worden. Fürth, 11. September. Ist auch „Wohlthätigkeit" gleichsam ein Erbgut Israels'^), so verdient doch die Art und Weise, wie diese Tugend vor kurzer Zeit in der yiesigen israel. Waisenanstalt ausgeüvr wurde, in Ihren so geschätzten Blättern verzeichnet zu werden. Ein bekannter Gönner genannter Anstalt, Herr Sch—z von W—g, besuchte vor einigen Wochen dieselbe , und nachdem er von ihrer Einrichtung k. Einsicht genommen, lien er sich die Waisenknaben — 28 an der Zahl — vorstellen und beschenkte jeden derselben mit einem Pappenheimer 7 fl. - Loose. Die Freude der armen Waisen läßt sich leichter denken als schildern. Düsseldorf, 13. Sept. Unsere Gemeinde, in welcher der Rabbiner, Herr vr. M. Feilchenfeld, während 17 Jahren segensreich gewttkt hat, erleidet durch dessen Abgang nach Posen einen schweren Verlust. Sie hat nur die Geuugthuung, daß es ihm vergönnt ist, künftig seine Kräfte einem weit größeren Kreise als dem hiesigen angedeihen zu lassen. Zeugnitz von der ungetheilten Hochachtung und Verehrung, die Herr Or. Feilchenfeld sich sowohl Wdj seine gewissenhafte Berufstreue, als durch seinen Charakter und Lebenswandel hier ma'iDn Py cm^n 7D ,“cm ccrr v pn (* .(□"y y? *p p.3'2) crr-.z« ijnio «insyna