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Der Israelit · 1872-09-11 · Heft 37 (11.9.1872) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
13 (1872)
Issue
Heft 37 (11.9.1872)
Date
1872-09-11
Page
– (sequence 11)
Language
German
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-fj1 791 war, nahmen fast alle Feftgäste, auch Kirchenrath vr. v. Maier, Befirksrabbiner, Theil. Während desselben wurde dem Jubilar das Diplom als Ehrenmitglied der Eßlinger Bürgergesellfchaft überreicht. Schöne Toaste würzten das Mahl. Se. Btajestät der König versicherten, ein an Höchsldenselben gerichtetes Toasttelegramm beantwortend, den Jubilar der Königlichen Huld und Gnade. Eine Nachfeier.am folgenden Tage vereinigte einen engeren Intel von Freunden und Perwandteil um den Greis, der noch rüstig säst wie einst seinem Berufe nachzulommen vermag und freudig beten könnte: DT“ ISJ1? UCp &cuitbuvtv Aus dem Nachlasse des verstorbenen .Oerrn I. Renner empfingen an Legaten das Allgemeine Krankenhaus Bco.-M. -MIO, die Älsterdorser Anstalten Pco.-M- 4000. die israel. Mädchenschule von J708 Bco.-Rt. 4000, der israel. Frauenverein zur Bekleidung armer Knaben Bco.-M. 4000. der israel. Trauenverein zur Unterstützung armer Wittweii Bco.-M, 4000, der israel. Fenernngsvcrein von 1 <sf>ö Bco.-M. 4000 und die Ed Klevstittung Bco.-M. 4000 Italic n. Nom. Man schreibt ans Rom, daß engl. Unternehmer bei der ital. Regierung um die Erlaubniß eingekommen sind, das schon vor Jahren aufgetauchte Prosect, die Tiber abzuleiten, in Ausführung bringen zu dürfen, weil sie hoffen, in deren Bett viele Statuen, Kleinodien, Gold und Silber zu finden, welche die alten Römer zur Zeit, als das römische Reich von mehreren kriegerischen und wilden Völkerstämmen überschwemmt wurde, in die Tiber geworfen haben. Es ist gewiß, daß Titus, als er Jerusalem einnahm und zerstörte, viele goldene Gefäße und den goldnen Leuchter aus dem hl. Tempel als Trophänen mit nach Rom brachte und sie im Friedenstemvel aufstellte. Es ist in der Geschichte nicht bekannt, wohin dieses verschwunden. Die Archcologen und Alterthumskenner glauben, daß sie in die Tiber geworfen worden seien, sie glauben sogar Ursache zu haben, daß man sie in der Nähe des frühern Tempels der Vesta zu suchen habe. Was würde die Entdeckung dieser kostbaren Gegenstände so werthvoll sein!! Für die Israeliten hätte dies außer dem Kunstwerth, auch noch ein religiöses Interesse. Die ital. Regierung hat keine Ursache die Autorisation zu verweigern. (Arch. isr.) .«—1—! ■in.»' / Türkei. Vor Kurzem verschwand zu Küstendie ein schönes, jüdisches Mädchen, die Tochter eines Herrn Ventura, Kommissionärs der Bahn und mehrerer bedeutender Handelshäuser. Man entdeckte nach einigen Tagen, daß sie mit einem Konvertiten, der vor einiger Zeit vom Judenthum zum Islam übergetreten war, nach Tutcha abgereist sei. Der Vater (englischer Unterthan) begab sich mit seiner Familie zum dortigen Kadi, und der englische Gesandte reklamirte von ihm das Mädchen, da es noch unmündig sei und unter den väterlichen Schutz zurückkehren müsse. Die Reklamation blieb erfolglos, und sämmtliche Konsuln in Gemeinschaft mit dem Kolonel Gordon, vereinigten sich zu kollektivem Vorgehen. Aber auch jetzt verweigerte der großherrliche Kommissär Nafiz-Bey die Herausgabe des Mädchens und gab zuletzt an, er habe Auftrag, ohne den inzwischen abgereisten Kadi in dieser Angelegenheit nichts zu thun. Nach langem Depeschenwechsel mit diesem gelang es endlich, das Mädchen zurückzu erhalten. Feuilleton. Itrusalem. Während die milden Gaben für die armen Glaubensgenossen des bl. Landes und die Gründung des Bett' Jakob gespendet werden, in es erfreulich zu hören, daß auch einflußreiche Männer fick in anderer Beziebuug für die heil. Stadt beinüben. wie solches aus folgendem uns aiiv England Zugekommenen ersichtlich. Herr Capt. Henrv Lumtev «derselbe. der im vorigen Jahr die „Times" von der Entdeckung eines in Moabiterlande ausgesnndenen Steins, ans den Zeiten Mv'es ftamniend, benachrichtigte) hielt vor Kurzem in dem Verein nir jüdische Handwerksleute einen Vortrag, in welchem er unter Anderem Folgendes von feiner letzten in Gesellschaft feines Bruders, Herrn William Lumlep, gemachten Reiie in Palästina mittheilte: Bei meiner Ankunft in Jerusalem besuchte ich sofort den die Inden am meisten interessirendcn Trt, den Waiüng Place (Crt des Wehklagens) die w-'pv vnw. die bekanntlich der einzige lleberreft des bl. Tempels ist. Wir kamen mir unserem jüdischen Begleiter, dem alten Moses Jakob bergab in eine enge Gasse, und von da ans weiter in die Stadt hinein. Die Straßen wimmelten von Scannern und Frauen verschiedener Nationen und Religionen in den mannigfachsten Anzügen. Nachdem wir einige Straßen mühevoll durchwandert hatten, kainen wir endlich zur 7?>'v. Ich sah da eine

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