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Der Israelit · 1872-07-17 · Heft 29 (17.7.1872) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
13 (1872)
Issue
Heft 29 (17.7.1872)
Date
1872-07-17
Page
– (sequence 4)
Language
German
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632 Es ist der Glaube an die besondere Fürsorge, ri'v->s nmern, die Gott für Sein Volk Israel hat, welche Korach bekämpfen wollte; warum zwei Paraschoth aus 275? warum Israel aus der Mitte der Nationen? Und auch darin haben ihn seine modernen Nachfolger zum Muster genommen. Der Glaube an die besondere Erwählung Israels ist den modernen ReligionsVerächtern ein Dorn im Auge. Sie wollen allmählich die Eigenthümlichkeiten Israels hinwegräumen oder doch verwischen, damit allgemach Israel verschwinde aus der Reihe der Völker und in ihnen aufgehc. Und doch hat Gott Israel nur deshalb erwählt, um durch dieses Sein Volk dereinst die ganze Welt zu beglücken, um durch Israel die Tage des Glückes herbeizuführen, in denen Krieg und Streit, Laster und Verbrechen von der Erde verschwunden sein werden, in welcher von Gotteserkenntniß voll sein wird die Erde, in denen umschmieden die Völker ihre Schwerter zu Sicheln und ihre Lanzen zu Winzermessern. So singt auch der königliche Sänger: izn o , ü’DinP P:> irnrps? , D’U bi 'n nx i^n .rpiy?n .□‘piy1? 'n noxi non n^y „Lobet den Ewigen, alle Völker, preiset Ihn, alle Nationen, denn stark waltet über uns Seine Liebe und (weil das auch zu Eurem Besten, so offenbart sich dadurch) die Wahrheit (Treue, Gerechtigkeit) des Ewigen für immer, lobet Gott!" (Psalm 117.) Es ist bekannt, daß die nn:nn mtt'y, die zehn (Gebote, die ganze Thora in mi66 enthalten; weniger bekannt ist es, daß nach dem Talmud Jeruschalmi (Berachoth, Ende des 1. Perek) die Paraschoth von Kriath Schema die zehn Gebote enthalten: Das erste Gebot: Ich bin der Ewige Dein Gott — „höre Jisrael, der Ewige unser Gott ..." Das zweite Gebot: nicht sollen Dir sein andere Götter — „der Ewige ist einzig." Das dritte: Du sollst den Namen des Ewigen nicht vergeblich aussprechen — „und Du sollst lieben den Ewigen, Deinen Gott"; denn, wenn Du Gott liebst, so wirst Du Seinen Namen nicht mißbrauchen. Das vierte Gebot: sei eingedenk des Sabbat — „damit Ihr gedenket und thut alle Gebote des Ewigen";" denn der Sabbat wiegt so schwer wie alle Gebote zusammen. Das fünfte: ehre Deinen Vater und Deine Mutter, damit Du lange lebest — „damit sich mehren Eure Tage und die Tage Eurer Kinder." Das sechste: Du sollst nicht morden — „und Ihr werdet zu Grunde gehen schnell," denn ^apno ’r’Dpi jxc, wer tobtet, wird getödtet. Das siebente: „Du sollst nicht ehebrechen — und Ihr sollt nicht nachwandeln Euren Herzen und Euren Augen;" denn das Auge ist der Vermittler der Wollust. Das achte: Du sollst nicht stehlen — „und Du wirst einsammeln Dein Getreide," nicht aber das Anderer. Das neunte: Du sollst nicht aussagen wider Deinen Nächsten als ein lügenhafter Zeuge — nox ddhv?x',-i, „der Ewige, Euer Gott, ist die Wahrheit." Das zehnte: Du sollst nicht gelüsten nach Deines Nebenmenschen Haus — „und Du sollst sie schreiben an die Pfosten Deines Hauses" und nicht an die Pfosten des Hauses Deines Nächsten. Wie also diese Paraschoth die zehn Gebote und somit. die ganze Thora in sich fassen, so faßt Israel gleichsam die ganze Welt in sich, und wenn wir Gottes Gebote beobachten und in Seinem Geiste leben und weben, so werden wir zum Glücke der ganzen ÄZelt beitragen. Unsere modernen Brüder aber wollen Israel verschwinden lassen vom Erdboden, wollen es aufgehen lassen inmitten der Nationen. Ach, sind es doch gerade die myn wwj, die Vorsteher der Gemeinde, die 'r»'->p ->yD, die an Intelligenz und Mitteln Hervorragenden, die ow wm, die berühmten Männer in Israel, die sich auflehnen wider unfern Gott! Und diesen trat der Dahingeschiedene gegenüber, muthig und ausdauernd im Kampfe, um uns und unfern Nachkomniern den Geist der Väter zu erhalten, der uns der besondern Fürsorge Gottes würdig macht. III. Es war die hervorragende Prophetie Moscheh's, die Korach ferner bestritt, da er dem Gottesmanne bei Besetzung der Hohen-Priester-Würde eigensüchtige Motive unterschob. Die hervorragende Prophetie Moscheh's gipfelt sich in den Geboten und Verboten, die Gott durch ihn uns gegeben; alle 613 Gebote sind in Thorath Moscheh enthalten. Das ist's, dem Korach und sein Anhang widerstrebten; das schwerdrückende Joch der Mizwoth wollten sie nicht tragen 'i cumm D’^np 'myn TD 'v, „wenn man nur sich so ganz im Allgemeinen Gott weihet und Gott im Herzen trägt!" das ist ja noch heute die Parole. Was sind am Ende die Reformen im Gottesdienste im Vergleiche mit den vielen andern Dingen, die uns von unfern modernen Brüdern trennen! Sabbat, Ehegesetze, Speisegesetze, die sie in Synoden anfheben wollen, im praktischen Leben längst aufgegeben haben — das sind Scheidewände, die sie aufrichten zwischen sich und uns. Und dem gegenüber gibt es nur eine Losung: 'bim trennt euch! Und diese Losung hat der Dahingeschiedene gegeben, für sie hat er gestrebt, gekämpft, gelitten, — ja gelitten! Für sie hat er sich ausschließen lassen >-nps, von den Gräbern seiner Väter. Wahrlich, man hört höhnen und sprechen: B aruch Wormser hat die Trennung hervorgerufen, er hat's L

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