Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 13 (1872)
- Issue
- Heft 27 (3.7.1872)
- Date
- 1872-07-03
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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Xm. Jahrgang. Erste Beilafte zu Nr. 27 des Israelit. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Aus Bayern. In diesem so sehr geschätzten und verbreiteten Blatte, dos immer ir.it so großöm Eifer für das Interesse des wahren Judenthums eintrirt, und welches die schlummernden Glieder der großen JakobsFarnilie zu erwecken, die Gleichgiliigen zu ermuntern und die Energischen zu kräftigen und mit dem Feuereifer der Religion zu stählen bemüht ist, sind seit einigen Wochen verschiedene Artikel veröffentlicht worden, die bezwecken sollen, das wahre Thorafindrum, unseren geistigen Lebensborn, in Verbindung mit rvi.scuschafllicher Bildung zu orgauisiren und zu befird ru. Die Mängel der bereits bestehenden Anstalten wurden offen getadelt, die ducken und Mißverhältnisse ans eine solche Are und Wege blosgelcgt, daß w r zu dem Schlüsse berechtigt sind, die Autoren diezer Artikel kennen jene Verhältnisse aus Erfahrung. Sie haben Gelegenheit gehabt, zu beobachten, wie der angehende jüdische Theologe, besonders derjenige, dem es Ernst tfr, sich mit aller Liebe und dem größten Eifer ccm Thoia-Studium zu widmen und dabei ein wissenschaftliches Suidium zu absolvireu, so einsam und isolirt dasteht, wie er sich ganz allein überlassen ist, Niemanden hat, der ihm ralbend zur Seite sieht, oder der ihm den Weg vorzeichnet, wie er das Nolhwcndigste und Nützlichste mit seinem Lernen verbinden soll. wie er dadurch ans falsche Pfade gerärh, seine Kräfte uns Zeir minder wichrigeu Fachern widmet. die lvichugslen und umulbehrlichslen aber entweder vernachlässigt oder doch nicht mit der ihnen gebührenden Ninße pflegt. ES wäre daher eine höhere j jüdische Anstalt im Sinne des orthodoxen Jnoenchums,! die solche Nebel beseitigt, von großem, ja unbercchenf barem Nutzen für die Verbreitung des Thora-Studiums j und für das Erlangen einer gründlichen Bildung in wissenschaftlicher Beziehung. Aber ein noch weit giößeres l Vcdürfniß ist es, vor Allein Lehrau^alteu zu gründen, \ in welchen chülegei heit gebot-m u i'd. eine-' gründi licken Xirtcnici/i in . -jjl;.r in Verbindung j mit einem guten Elementanintenlcht und dann später! mit einem wissend Stücken zu e.h-.-Mu. V-ohi.l n-ic - j blicken in unserem großen, deutschen Batenaude sehen wir die vielen Anstalten, in welchen das Thora-Sluj biiim noch vor wenigen Deceuuien blühte, und wo viele begeisteite Jünglinge ihren Wissensdurst befriedigten und sich zu den hervorragendsten Persönlichkeiten unserer Generation ausbildeten, größtentperls wriusf-w oder doch sehr schwach frequentirt. Aureeerjci.o eegegnek man oft der bitteren Klage, daß Eltein. die mit der größten Liebe und beharrricher Hingabe ihre Söhne der mo widmen wollen, kernen geeigneten Brr für eine solche Ausbildung wissen, in ihrer Nalhiosigteit rheils die beste Zeit ihrer miuckw rn egniden, lyeils schwere Opfer bringen, ohne rare in t auen Wünsche mit dem gehofften Resultate getan r zu :cl)rn. Und doch war eu viele unserer aitereir üeaavutew trotz ihres hohen Alters r.D~r p mit dem größten Berg wütigen bereit, ihre trübere so segensreiche ühäiigkeit mit derselbeu oder mit nom größerer Energie, Ausdauer und Liebe wieder zu beginnen und sänge re .ir raste würden sich glücklich Pratzen, weun sie Gelegenhett fänden, rr.r feilt zu könnet: Ti-.ser Widerspruch sinder eben darin seine Lösung, mf: wir keine Anstalt besitzen für augehenke Jünger, wo mr. mit wissen ich'? stltchcr Bildung rerbnn. en ist. Das ^^edürsnig, beide zu vereinige^ >,>. tuchio grog unb so unbedingr nothwendig, daß Jedermaur. davon durchdrungen ist, und daß servp. derjenige,, der sehnsüchtig wünscht, aus seinen! Sohne einen po? zu erziehen, nur einen soll. ei: O rr, iro Beides zu erlangen ist, für die Ans', ickung seines Kinoes wünscht. Es ist dies eine so dringende Forderung unserer Zeit, der wir um so rascher und um so lieber entsprechen mrijürr, weil wir nur durch die Vereinigung von r'-un ~,*r d> mm den immer weiter sich verbreitenden Fluchen des 'Nihilismus, Materialislnus und Jndissereulismus, die «eider Nltsere Zeit so sehr bedroh.n und g..fäordeu, einen Damm entgegensetzen können , der dieser veroeivi chen Sttömuug einen nnbesiegbareu Wieeruand bietet, und weil diese uils zugleich die geistigen Massen liefern, mit welchen war ui.kvw :»*. •. -• •... uuv u.r.-.s Terrain een innen werden. Urtiere durch uramUgiache Vmutsde ci u sprnch genemmen. ihr Amt 0t.ttxi-.ick und zu großeStörnugeu i:uL Untat* mit dem bestell Willen den b.rdmjcr. zum N'mzerr und F-romm.u P’iivit A .u.t:.; C i. v; twti:. Eaoornen aber sind r.ti zu nl>r in Änibnen oft zu diele echl.ngeit. so daß sie .. eu Uu'.rrr'cht nicht!i:d die gwotinschten gebenden Aabbineu und ctnstußr>-ia)en Persönlichkerteli ohne Zögern und mit all.m Ernst an die Gründung '.olcher gegirgerr chgarz w len z. u...■!iri) entweder eine jüdische Facnltät oder irgend eine andere derartige höhere Anstalt ur's Lebert gerrrferr leerden r* r* c.vm, wenn wir nicht erst einen festen Grund sowohl mir:: als auch .r.!::n legen, woraus soll denn eine höhere Anstalt weiter bauend Die-