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Der Israelit · 1872-06-26 · Heft 26 (26.6.1872) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
13 (1872)
Issue
Heft 26 (26.6.1872)
Date
1872-06-26
Page
– (sequence 11)
Language
German
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575 halb aus weiter Ferne hieher gekommen, um Jude zu , werden , aber ich weiß nicht, wie ich mich verhalten! soll, ich kenne hier Niemand Jch^wage nicht, Ihre i Mitwirkung zu beanspruchen, bitte Sie aber, mir mit! Ihrem Rathe den Weg hiezu zeigen zu wollen; Gott s wird Sie dafür segnen! Ihnen verdanke ich dann! meine vollständige aufrichtige Bekehrung, forme meine j Einführung in das Judenthum. Weisen ^Lie mich nicht zurück!" ' Lebhaft bewegt von diesem Briefe haben wir diesen! frommen Proselyten unfern religiösen Autoritäten ' empfohlen; er wurde nach einer sehr strengen Prüfung > ln beit Bund Abrahams ausgenommen, alsdann genej feit an Leib und Seele, ist er in seine Heimath glück-! Irch und freudig zurückgetehrt.! Wenn wir diese schon vor einer Reihe von Jahren! geschehene Begebenheit erzählen, so geschieht dies nickt! aus Eitelkeit, vielmehr nur defchalb, um wieder eini mal zn zeigen, wie Gott sich oft kleiner und schwacher > Mittel bedient, um große Zwecke zu erreichen. Wir ° haben das Glück gehabt ,-»r nm:? zu sein; dies i genügt uns für die Erfüllung eines Werkes unseres * Lebens. Wir haben unsere Zeit nicht verloren. > Heu illeton. Israels Hrden. Wir find geschmückt mit einem Orden, Der nicht vom ird'schen König nur. Den uns gereicht der höchste König. Der Allbeherrscher der Natur. Und dieser Orden ist das Zeichen. Das stets uns mahnt an feine Lieb'. Ein Band, das fest uns Ihm verbindet, Das unveräußerlich uns blieb. Wenn wir des Morgens früh erscheinen, Um Ihm zu danken Lieb' itnd Treu'. Dann nehmen wir das Band der Liebe, Dann legen wir es an auf's Neu'. Denn diews Band umfaßt zwei Worte, Die lltts verkünden flammend klar: Gott ist nur Einer, ist der Ew'ge! — Ihn sollst Du lieben treu und wahr! — Das heißt zugleich: Lehr' nur das Wahre Und t h u nach Deiner hoch st e u Pflicht! Dann hast Du Sinn und T h a t verbunden, lind Du verfällst dem Schlechten nicht. Die That mit Sinn vereint — d'ranf weiset Das Legen uns'res Bandes hin _— Um H an d und S ch ädel soll sich's schlingen: Die That sei Liebe, wahr der Sinn! Wer wollte wohl nicht gerne tragen Solch einen Orden, solch ein Band! Stolz können wir den Orden zeigen: Die T'filin find damit genannt! M. ANZEIGEN. Offene Lehrerstelle. In der Synagogen-Gemeinde Merzig a. d. Saar ist die Elementar- und Religionstehrerstclle sofort zu besetzen. Fixer Gehalt 250 Thtr. Nebenverdienste 100— 120 Thtr. Bei entsprechenden Leistungen Gehaltserhöhung sicher. Bewerber wollen ihre Zeugnisse einsenden an den Vorstand der Synagogen-Gemeinde Merzrg. n der mir soeben zu Gesichte gekommenen «ainnt« lang der rabbinischen Gutachten über die Reformbeschlüsse der Wiener Cuttusgemeiude finde ich zu meinem besondern Befremden in meinem Gutachten den ganz merkwürdigen Druckfehler: ecelesia majora statt aymigoga magna, und beeile ich mich, diesen erros hiermit zu ccnrigiren. Maros-Vasärhely, 19. Juni 1872. '* Dr. Lipschi tz, Oberrabbiner. D.ur ein Herren-Confections- Geschäft einer gewcrbreichen Stadt Bayerns wird zürn baldigen Eintritt ein Lehrling, der gute Vorbildung besitzt, gesticht. Samstag und Feiertage geschlossen. Adresse sub Nr. 1371 bei der Exped. d. Bl. zu erfragen.

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