Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 13 (1872)
- Issue
- Heft 20 (15.5.1872)
- Date
- 1872-05-15
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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450 wissen zum msiü ^dnö wird und ms /TD** -i"aci erlaubt, so wie mit sonstigen □’bna □^ncco nD’jopi sich überbürdet! — Soll daher die Creirung eines Rabbiner-Seminars, das dem Judenthum zum Heile gereicht, angestrebt werden: so wäre diese erste Anforderung, die eigentliche Befähigung aks nsnin mio vor Allem sicher zu stellen, ebenso der Grad der zu erreichenden allgemeinen wissenschaftlichen Bildung durch gemeinschaftliche Berathung seitens der maßgebenden Autoritäten festzustellen; anderweitige specielle Studien der jüdischen Wissenschaft wären auf alle Weise möglichst zu fördern, doch dürften dieselben zum speciellen Berufe des Rabbiners nicht gemacht werden. — Möge der- Herr Correspondent diese Erwiderung sine ira et stuäio einer gewissenhaften Prüfung unterziehen und seine allenfallsige Thätigkeit in dieser Sache in angedeuteter Weise reguliren, ohne Rücksicht auf eitlen Glanz und Verherrlichung oder Bewunderung vielmehr lediglich im Sinne und nach den Anforderungen ‘w pn"in, alsdann nur kann eine lebensfähige Schöpfung zu Tage gefördert werden, für welche gewiß jeder wahrhaft Glaubenstreue mit Freuden zu wirken bereit sein wird. Veritas. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Mainz, 12. Mai. Wie unsere geehrten Leser sich erinnern werden, haben wir in Nr. 25 des 11. Jahrgangs dieser Zeitschrift (22. Juni 1870) einen Ausruf an die Handelskammern Europa's gerichtet, der die Bitte an dieselben enthielt, ihrerseits eine Pression auf Rumänien durch Entziehung des Credits zu üben. Fast sämmtliche große politische Journale nahmen damals Notiz von unserer Bitte, ohne daß jedoch irgend ein merkbarer tatsächlicher Erfolg zu Tage trat. Gleichwohl haben viele Leier des „Israelit" die Sache beherzigt und keine „Rumänischen Papiere" gekauft. Als es dann später mit den letzteren schief ging, haben wir von vielen Seiten Briefe erhalten, in denen es dankend anerkannt war, daß wir die Betteffenden vor Schaden geschützt. Unterm 28. Juni 1870 haben wir uns an die „Alliance Jsr Univ." gewendet und diesen Verein gebeten, die Sache in die Hand zu nehmen. Bald darauf jedoch brach der deutsch-französische Krieg aus, der alles Andere in den Hintergrund drängte. Jetzt nun, nachdem die Verhältnisse der rumänischen Israeliten in ein wahrhaft grauenerregendes Stadium getreten, nachdem die rumänische Justiz die unschuldigen, beraubten, geplünderten Israeliten zu schweren Kerkerstrafen verurtheilt, die Plünderer, Räuber und Mörder hingegen freigesprochen hat, so daß die rumänischen Juden förmlich für vogelfrei erklärt sind — jeßt berichten die Zeitungen von einem Aufrufe der „Alliance", welcher unfern Vorschlag von anno 70 zur Thatsache werden läßt. Schon sollen die angesehensten Firmen an den europäischen Börsenplätzen sich schriftlich verpflichtet haben, allen rumänischen Finanzoperationen fern zu bleiben. Offenbach a. M. Der Vorstand der hiesigen isr. Gemeinde hat den in voriger Nummer erwähnten Protest gegen die Benutzung des isr. Friedhofes behufs Erbauung einer neuen Eisenbahn zurückgenommen. Derselbe opfert die Religion Israels auf dem Altäre der vaterftädtischen Interessen!! Warum aber nimmt die orthodoxe Gemeinde in Offenbach die Sache nicht in die Hand und erneuert den Protest, den die Reformer haben fallen lassend — ANZEIGEN. CVn unierm Strumpf-, Kurz - und Weißwaaren - En -yV §r08-Geschäfte pdp streng geschlossen) ist eine Lehrlingsstelle vacant und bald zu besetzen. Nur mit guten Vorkennissen versehene junge Leute aus achtbarer Familie, die sich selbst zu beköstigen im Stande sind, wollen sich melden. Cöln. Gebrüder Marx. C£ür einen jungen Mann mit guten Schulkenntnissen (y ist in meinem Tuchgeschäfte eine Lehrlingsstelle offen. Samstag und Feiertage geschlossen. _Gmanuel Simon in Mainz. Briefkasten der Epvedition. Herrn B. M in D.: Jnseratgebühren für Annoncen m Nr. 36 bis 39 2 fl. 32 kr., desgleichen in Nr 49 bis 5t 1 fi' 45 kr., zusammen 4 fl. 17 kr.