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Der Israelit · 1872-05-01 · Heft 18 (1.5.1872) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
13 (1872)
Issue
Heft 18 (1.5.1872)
Date
1872-05-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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387 Wenn Ihr nicht augenblickliches Unglück lindert, sondern mit freigiebigem Opfermuth heilige Institutionen schafft, die weit in die Zukunft hinein mit ihrem segenspendenden Einfluß reichen! Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Mainz, 1. Mai. Für die Nothleidenden in Ismail sind bereits zahlreiche Spenden bei uns eingegangen. Wir werden, so Gott will, schon dieser Tage in der Lage sein, eine größere Summe an den Amerikanischen Eonsul, Herrn Peirotto in Bukarest, für dieselben einzusenden. Berlin. Der Kaiser erhielt zum Geburtstage von dem Eölner Banquier, Geh. Commerzienrath von Oppenheim, einen prachtvollen und kunstreich ausgesührten Tafelaufsatz von maisivem Silber. Derselbe stellt eine Scene nach der Schlacht von Gravelotte dar, in welcher der Kaiser den Mittelpunkt bildet. Bei der Besichtigung des kostbaren Kunstwerkes äußerte der Monarch in der ihm eigenthmnlichen Weise, daß er selbst nicht in der Lage wäre, irgend Jemandem ein ähnliches Geschenk von so hohem Werthe zu machen. (K. H. Z.) Berlin. Die Kaiserin hat der Krankenverpflegungs- Anstalt der hiesigen jüdischen Gemeinde ein Geschenk von 1600 Thlr. zugewendet. Berlin. Die „Bankztg." nreldet: Unsere städtische Schulcommifsion wählte heute Herrn Dr. Breslau zum Lehrer an einer der Communalschulen. Es ist dies unseres Wissens der erste Jude, welcher an einer städtischen Lehranstalt zum Amte gelangt. Berlin. Tr. F erd. Eohn, außerordentlicher Professor der Naturwissenschaften in Breslau, mosaischer Confession, ist zum ordentlichen Professor ernannt worden. Hamburg, 19. April. Der isr. Unterstützungs- Bcrein von 1862 hat während seines 10jährigen Bestehens recht erfreuliche Früchte seiner segensreichen Thätigkcit geerntet. Der Zweck dieses Vereins, darin bestehend, durch geringen Beitrag Jedem die Gelegenheit zur Ausübring der Wohlthätigkeit zu bieten, ist in letzterer Zeit durch ein neues Statut dahin erweitert, daß aus Anforderung der Mitglieder jederzeit Unterstützungen an bedürftige hiesige Israeliten ertheilt werden. Die Bewilligung der Unterstützung, sowie die Zusendung derselben geschieht auf eine den Bedürftigen nicht verletzende Weise und wird daher allen Freunden der Mildthätigkeit durch diestn Verein das Mittel geboten, auch da Hellen zu können, wo die eigene Tasche es zuweilen nicht gestattet. England. London. Wir erhielten von Sir MoseS Monte fio re folgende Zuschrift, die wir im Nachstehenden unfern Lesern mittheilen: London Committee of Deputies of the British Je ws. Den 14. April 1872. Geehrter Herr! Ich mache mir das Vergnügen, Ihnen die beigeschlossene Copie eines Briefes zn übersenden, welchen ich gestern von Earl Granville erhalten, in welchem derselbe die fpeciellen Schritte, die er zum Schutze unserer Glaubensgenossen in Rumänien für das herannahende Peßachfest gethan, mittheilt. Ich bin sicher, daß Sie mit mir übereinstimmeu, daß Earl Granville unfern wärmsten Dank für seine humane und verständige Intervention bei diesem kritischen Zeitpunkt verdient. Ich hoffe, daß die Maßregeln, welche derselbe wohlweislich ergriffen. gute und nachhaltige Resultate für unsere Glaubensgenossen in Rnmänien haben werden. Ich bin. geehrter Herr, Ihr ergebener Moses Montesiore, Präsident. Copie. Foreign Office, den 12. April 1872. Von Earl Granville beauftragt, beehre ich mich. Ihnen hiermit mitzutheilen, daß derselbe, wcchl schätzend die Befürchtungen, die die Juden in Rnmänien bei dem herannahenden Osterfeste hegen, die britischen Agenten „ und Generalconsuln in den Donausürstenthümern telegraphisch beauftragt hat die unverzügliche Aufmerksamkeit der Regierung auf diesen Gegenstand zu richten und von ihr die Nothwendigkeit der Ergreifung der bestmöglichen Maßregeln zum Schutze der Juden und die strikte Ausführung derselben von Seiten der Local-Autoritäten zu verlangen. Ihrer Majestät Repräsentanten in Paris, Berlin, St. Petersburg, Wien und Rom sind instruirt, bei den Regierungen, bei denen fie accreditirt sind, zu beantra-

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