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Der Israelit · 1872-04-03 · Heft 14 (3.4.1872) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
13 (1872)
Issue
Heft 14 (3.4.1872)
Date
1872-04-03
Page
– (sequence 6)
Language
German
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pptjpi WWMMGMDWWWM ^»W^^WWWWWWMW 306 Mehr darüber, daß in Jerusalem eine Jnfchriftenfabrik im Aufblühen begriffen ist, mag Shapira Helfershelfer haben oder nicht. Der Zweck meiner etwas weitläuftgen Darstellung ist schließlich nur — dem Geschäft bald möglichst einen Riegel vorzustoßen. Ich kenne Shavira persönlich, und was seinen Charakter betrifft, traue ich ihm solche Fälschungen wohl zu; ist es doch bekannt, daß er nur deßhalb vom Judenthum übergetreten ist, um Agent der Bibelgesellschaft zu werden, und anderes mehr. Aber eines möchte ich zum Schluß noch betonen, nämlich wie unerquicklich leider für den bescheidenen Forscher das Suchen nach solchen Monumenten in Syrien und Palästina geworden ist, wenn Beduinen auf die Jnschriftenjagd gehen und man ihnen das Herbeischaffen von Abklatschen anvertraut; wenn Pascha's sich aus Geldgier Gewaltthaten erlauben und sich zu Haremswächtern für altsemitische Denksteine aufwerfen; die großen Tactlosigkeiten, welche von verschiedenen Seiten, aber namentlich gegenüber den Beduinen, bei der tragischen Geschichte des Meschasteines begangen worden sind, tragen uns als dritte Consequenz nun schon Früchte, wie die eben besprochenen Schwindeleien bekehrter Juden. Dr. Albert Socin. (Augsb. Allg. Ztg.) Oe ft err.-Ungar. Monarchie. Krakau. Der Stadtrath von Krakau hat auf Vorschlag eines seiner Mitglieder, des Herrn Dr. Samuelsohn, der jüdischen Gesellschaft zur Versorgung von Waisenkindern einen Platz zur Errichtung eines Waisenhauses geschenkt. (Hamagid.) Tarnopol. Seit einigen Monaten erscheint dahier eine in hebräischer Sprache geschriebene Monatsschrift, „Nohga Hajareiach" genannt, ein Organ für Wissenschaft, Religion und Bildung, herausgegeben von Berisch Goldenberg. Holland. Amsterdam. Bekanntlich wurde vor einigen Jahren beim Abschlüsse eines Handelsvertrages zwischen den Niederlanden und der Schweiz, namentlich in Folge der Bemühungen des Herrn L. D. Simons im Haag, die gegen die Juden in der Schweiz damals noch geltenden intoleranten Gesetzesbestimmungen beseitigt. Vor Kurzen! nun wurde von den Niederlanden ein Handelsvertrag mit S p a n i e n abgeschlossen, welcher den Angehörigen beider Staaten gegenseitig vollständige Religions- und Gewissensfreiheit garantirt. Frankreich. Paris. Ein neuer Lebrgegenstand, die Peritomie (die Beschneidung) wird jetzt im Rabbinerseminar in Paris gelehrt. Ern Mohel (der zugleich Chirurg ist) wurde zum Lehrer dieses Faches ernannt. In Folge der Annexion von Elsaß und Lothringen hat das Seminar nur noch 10 Schüler; 6 Lehrer unterrichten an demselben. (Un. isr.) Beaune (Cote d’Or). Herr Rabbiner M. A. Gerson in Dijon schreibt der Rev. isr.: Ein jüdischer arurer blinder Greis war auf Kosten unserer Gemeinde in dem bürgerlichen Hospital zu Beaune, woselbst dieser Unglückliche lange gewohnt, untergebracht worden. In diesem Etablissement war er bereits 9 Jahre. Meine Vorgänger sowie die Israeliten zu Beaune besuchten ihn oft und machten ihm so seine Lage weniger bitter. Oesters beklagte er sich bei seinen Glaubensgenossen über den moralischen Zwang, den man ihm gegenüber auszuüben pflege, und dringend bat er seine Besucher, ihm einen Sitz in einen! isr. Hospital zu verschaffen. Unglücklicherweise führten die zu diesem Zwecke ausgeführten Schritte zu keinen! entsprechenden Ziele. (Herr- Rabbiner G. ist erst seit Kurzem in Dijon und hatte von der Existenz des blinden Israeliten in B. noch nichts erfahren.) Vor einigen Tagen ist dieser Greis gestorben, ohne daß einer feiner Glaubensgenossen zugegen gewesen, und nachdem man ihn vorher unter unerhörten moralischen Torturen getauft hatte. Ich habe iin Verein mit Herrn Nathan Ullmann bewirkt, daß dessen Leiche vom christlichen Kirchhofe ausgegraben wurde, und am 1. Februar wurde der arme Cerf Weil in Gegenwart der ganzen isr. Geineinde auf dem jüd. Friedhofe in Dijon wieder bestattet. Wie die „R6publique fraiiQaise" mittheilt, gibt sich die katholische Geistlichkeit in Beaune noch nicht zufrieden. Sie will ihren Todtcn; der Leichnam sei ihr Eigenthum; man arbeitet gegenwärtig daran. daß die Leiche zum zweitenmale nach Beaune transportirt werde. „Rev. isr." bezweifelt, daß man diese Schritte gethan. England. London. Der verstorbene Lewis Aria hat in seinen! Testamente vom Februar 1855 einen großen Theil seines Vermögens, über 20,000 L., zur Errichtung eines Aria-Jew. College vermacht. In dem Testamente ist verfügt, daß das Etablissement erst, nachdem gewisse Eventualitäten stattgehabt, ins Leben gerufen werden soll. Gegenwärtig will man zur Ausführung des letzten Willens des verstorbenen A. schreiten. Allein, wie „Jew. Chr." schreibt, sind in dem Testamente derartige Bedingungen gestellt, die der Entwickelung des zu errichtenden College hinderlich fein dürften. So soll der Sitz des College in der Provinzialstadt Porsea sein und die Wohlthaten der Anstalt nur jüd. Jünglingen der Provinz Hampshire, woselbst A. geboren war, zn Gute kommen. zwei! irlän Versio alleil nur dahei will mir lorcr es sc ich r Weg inir! Kind liebte Kum geste inud lichei Tir Tein Tein währ lasier solgu bram Jetzt sürch Freil ist ei bietet suche- Sie

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