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Der Israelit · 1872-03-27 · Heft 13 (27.3.1872) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
13 (1872)
Issue
Heft 13 (27.3.1872)
Date
1872-03-27
Page
– (sequence 2)
Language
German
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382 tensiver bei einem ftüher lebendigen, jetzt aber tobten Wesen. Das Wesen, von welchem das Leben gewichen, Mt der Vernichtung und Auflösung anheim, und gleich nach dem Erlöschen des Lebensfunkens tritt dieselbe ein. Des Menschen Aufgabe aber ist es, gerade dieser Vernichtung entgegenzuarbeiten. Daher wirkt die Berührung, ja nur das bloße Einathmen der Luft, die den Todten umgibt, die von ihm angesteckt ist, auf den Menschen zurück und macht ihn ndd. Es liegt in der Natur der Dinge, daß selbst der geistigste Zusammenhang mit dem der Erde, der Verwesung und Vernichtung Anheimgefallenen, daß sogar das Enrathmen der Luft, die in einem in bestimmter Weise begrenzten oder abgeschlossenen Raume vonder Ausdünstung des Leichnams erfüllt ist, auf unS, die wir ja aus demselben Stoffe zusammengesetzt sind, einwirkt. Von drei Gesichtspunkten aus kann also das für den Menschen nachtheilig sein, indem er erstens eine Luft einathmet, die für lebende Wesen überaus schädlich, ja tödtlich ist; zweitens, indem die Gemeinschaft mit dem Todten nur noch eine stoffliche, reinirdische ist, während wir gleichmäßig aus Geist und Stoff bestehen und nur in dieser Verbindung allein zu etwas Höherem und Befferem uns hinaufschwingen können, daher wir uns nie zum bloß Irdischen hinneigen dürfen. Drittens endlich ist auch der schwächste Zusammenhang mit dem bloßen Stoffe für uns, deren Aufgabe eine geistige ist, störend, denn Geist und Stoff in ihrer Trennung von einander, sind unvereinbare Gegensätze. Daher diese intensive nt*oiD bei Berührung eines Todten. Ein Mittel nur gibt es, wodurch wir den früheren Zustand der Reinheit wieder erlangen, j'N -\vm no’an non» ms diy ,-pt>y my -law did ns. Natürlich nur kdaS Reinste, das Fehlerlose kann Reinigung bewirken. Die Kuh ist das erste unter den nnmtj nions. Eine ms und kein ns darf es lein, denn dieser könnte ein nyiD sein, er hat Eigenschaften, welche mit der Reinheit, die mit der Unschuld verglichen wird, sich nicht gut vereinigen lassen, nre'vn nontt ganz roth muß sie sein, dnb/ miDS nnintp nnyer »np ns im nur zwei etwas dunkler gefärbte Haare an ihr machen sie unbrauchbar. Die natürliche Farbe der Kuh ist roth, alle übrigen Farben an ihr sind dem Einflüsse des Klima's, der Nahrung und anderen Ursachen zuzuschreiben, wie ja die Erfahrung lehrt, daß solche Veränderungen durch die angedeuteten Ursachen vorzukommen pflegen. Jede Abweichung aber von ihrer Ursprünglichkeit, von der Natur, kann nur nachtheilig sein, daher eine rothe, ganz rothe Kuh erforderlich ist. Die Seltenheit einer solchen zeigt eben, wie unter Millionen von Geschöpfen die unverfälschte Natur sich so überaus schwer erhält, ivtt did ns s'-r, kein körperliches Gebrechen durfte ihr anhaften, piy nny my m ntr« auch nicht einmal in Berührung mit irgend einem außer ihr liegenden Gegenstände darf sie gekommen sein, wodurch ihr natürliches Wesen auch nur im Geringsten beeinträchtigt worden wäre. Der Vorgesetzte der Priester mußte das Schlachten überwachen. Das Blut, das Beseelende im Thiere, wurde gesprengt, alles Uebrige verbrannt. Das geringste irdische Maß von ihr durfte übrig bleiben; ihre Asche mit Quellwasser vermischt, welches verglichen wird zur heiligen Lehre, D»n D’D mpo «mr, das war der Extract der reinen, in ihrer vollsten Natürlichkeit gewesenen .ms, welcher allein fähig war, die verlorene Reinheit wieder herzustellen. Aus diesem Abschnitt ersehen wir, wie schwer es hält, rein, unverdorben und natürlich zu bleiben, wie schwer es ist, die ursprüngliche Reinheit und Natürlichkeit wieder herzustellen, wie selbst alle Diejenigen, die sich mit der Wiederherstellung derselben beschäftigen, dennoch sich nicht dem nachtheiligen Einflüsse, welchen die Beschäftigung mit irdischen Dingen auf uns übt, ganz entziehen können. Wie eine zarte Pflanze auch bei der leisesten Berührung verletzt wird, so ist es auch, bei dem Menschengeift; ein unedler Gedanke zerstört die Reinheit und verwischt das blendende Weiß der Unschuld. Darum muß alles Unreine von uns sorgfältig ferngehalten werden, Zu diesem Zwecke wird auch am kommenden Sabbat der Abschnitt von non« .ms vorgelesen , mnus yrnDS wy'v nnvv buiLn n« nmn*> ns um gleich beim Beginne des Monats?D’j, des Befreiungsmonats , aus körperlicher und geistiger Knechtschaft, uns anzuspornen, das Peßachopfer in Reinheit zu bringen. Peßach ist so recht das Fest des Geistigen, yün, als Bild des Irdischen, muß aus unserein Bereich verbannt werden. Auch nicht das Geringste darf uns angehören . solange wir nicht unsere Aufgabe des Reingeistigen erfaßt haben. Aber nur durch die Gotteslehre ist dieses möglich, durch ihre heiligen Vorschriften, welche uns zu veredlen und zu reinigen bezwecken. Darum ist es ganz besonders für uns, die wir kein äußeres Mittel haben, die verlorene Reinheit des Geistes wieder zu ersetzen, nothwendig, diese Reinheit und die Hoheit des Geistes uns durch die min zu verschaffen. pDiyn ^>s nj’scsm ’js n«m nsn nmb mms. Zeitungsnachrichten und ^Korrespondenzen. Deutschland. Mainz, 18. März. Die Nummern 9 und 10 der zu Pesth erscheinenden Zeitschrift „das traditionelle Judenthum" veröffentlichten einige Artikel aus der.Feder eines namhaften Rabbinen aus Bayern (?), in welchen der jüdischen Orthodoxie eine ganze Reihe von Unterlassungssünden vorgeworfen werden. Der Kern der Artikel gipfelt in dem Vorschläge, einen orthodoxen

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