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Der Israelit · 1871-11-22 · Heft 47 (22.11.1871) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
12 (1871)
Issue
Heft 47 (22.11.1871)
Date
1871-11-22
Page
– (sequence 5)
Language
German
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871 Es ist eigenthürnlich, daß in diesem Punkte so große Gleichgiltigkeit herrschen kann, und es wäre sehr wünschenswerth, daß allenthalben solche Einrichtungen getroffen würderi, wie sie in manchen Gegenden Unterfrankens bestehen, daß bei nicht jüdischen Metzgern der Koscherfleischverkauf unter Aufsicht und Contwle eines ■onj, und auf einem unter dessen Verschluß gehaltenen Hackeklotz stattfindet. Auch sollten keineswegs Schweinefleisch und Koscherfteisch mit einem und demselben Instrumente zertheilt werden, ojni’ eryoiB^. —n. München. Der Kaufmann Moritz Kauftnann zu Manchester hat durch Urkunde d. d. Manchester, den 22. Febr. 1871 mit einem Kapitale von 20,000 Pfd. Sterling zu Gunsten seiner Verwandten eine Familienstiftung in Fürth errichtet, deren Einkünfte zu Brautpräbenden, zu Stipendien und zu Geldspenden an Bedürftige zu verwenden sind. Ferner hat der Bankdirektor Julius Herz in Wien zum Andenken an seinen Bruder, den verstorbenen Universitätsprofessor Dr. Jak. Herz in Erlangen, mit einem Kapttal von 1000 fl. eine Stipendienstiftung für würdige Studirende der Medicin, ohne Unterschied des Glaubens, errichtet. □ München. (Statistik.) Dem Berichte der Berliner städtischen Schuldeputation ist über das Schulwesen der Stadt Berlin während des Jahres 1870 zu entnehmen: An öffentlichen Schulen zählte Berlin: 10 Gymnasien, 10 Real- und andere höhere Schulen 4 höhere Töchterschulen, 58 Mittel- und Elementarschulen. Sehr viele dieser Bildungsanstalten wurden auch von israelitischen Kindern besucht. Hierzu kommen auch noch 2 jüdische Schulen mit 389 Schülern und 1034 Schülerinnen. Ferner 34 Vereins- und Kirchenschulen, in Privatschulen, 8 höhere Knabenschulen, 20 Mittel- und Clementar-Knabenschulen, 53 höhere Töchterschulen, 24 Mittel- und Elementar - Töchterschulen , 11 Schulen für beide Geschlechter. Die Summen aller dieser Schulen betrug Ende des genannten Jahres 2!4, mit 88,527 Besuchern, wovon 46,986 Knaben und 41,551 Mädchen. Gemmingen (Baden). Die dahier in allen Kreisen angesehene Frau Karoline M. Kahn, Vorsteherin des israel. Fraueuvereins, hat aus der Großh. Ordenskanzlei einen Erinnerungsorden für ihre geleistete freiwillige Thätigkeit während des Krieges erhalten. Aus Leobschütz, 10. November erhalten wir von Herrn B. H o l l ä n d e v eine Entgegnung auf den denselben betreffenden Artikel in Nr. 43 dieser Blätter, aus welchem das Thatsächliche hier wiedergeben, indem wir all die unberechtigten Schmähungen gegen die Person unseres höchst ehrenwerthen Correspondenteu ausmerzen. „In so fern aber/' schreibt Herr Holländer, „der erwähnte Correspondent mich mit der Anklage vor die > Schranken fordeü, ich hatte in dem von mir übersetzten | und commentirten onusn -p» aus dem nxo jmssn rmHo | 72 "r jxr-jn 02m wörtlich abgeschrieben und mich nicht gescheut, mich als den Entdecker der neuen Idee | bei dem hohen Liede auszugeben, — mich also eines ge- H flisfentl'chen Plagiats bezüchtigt, fühle ich mich verpflich- *§ tct, Siebe zu stehen, mb sei es auch nur meiner Freunde ' | wegen, die nicht alle in der Lage sein dürften, die Stich- Z haltigkeit der als Beweis für seine Behauptung ange- J führten Citate aus eigener Initiative zu prüfen. J Zuvörderst gebe ich hiermit feierlichst mein Ehrenwort darauf, und ich darf mit gutem Gewiffen sagen J conan nnan np o'dcco run, daß ich um das Jahr Ä 1833, um jene Zeit also, in welche die Uebersetzung f und Ausarbeitung meines Commentars zum hohen Liede /j fällt — ich bitte, das Datum der dem Schriftchen vor- 1 gedruckten hebräischen Gutachten nicht zu übersehen — / faktisch nicht gewußt habe, daß das angezogene Lewini sohnschen Werk existirt; daffelbe ist mir erst etwa 15 Jahre später zur Cognition gekommen. Es wird dem- ■ nach keiner Deduction bedürfen, daß ich den ri2'7o zu meiner Arbeit nicht benutzen konnte. Nächst dem habe ich doch in meiner Vorrede zu n"isr Seite 11 in den Worten, nx v\x2in '37-3 x7 o, 3’3n x*np dj jni ' I»' inx 3SD '»tpn'Qi mx-ap onsxjn 0'33ti 73 ’nxao m 1780 *3 pysyr? 'i coyn ’psrjo -pvnoxi ,r>3xn wao x7 ,p3ii -iV' tto 7i70C 'pp .->3'v3 ‘n T3 noa 7w32 73 \“nonm '7 x-ip' zmpn / nicht nur ausdrücklich herborgehoben, daß ich durchaus . / keinen Anspruch aus die Originalität des darin entwickel-! ten Jdeenganges mache, sondern auch ganz offen die Ouelle angegeben, welche von mir benutzt worden ist. i Wäre nun der 32'72 ebenfalls von mir benutzt \ worden, was hätte mich abhalten können, auch nach der Seite hin, der Wahrheit die Ehre zu geben und ihn zu nennend Aber auch davon abstrahirt, wolle der g-- neigte Leser sich einmal die Citate des anonymen Kri-! tikers etwas näher anschen. Worin gipfelt seine ganze! künstliche Beweiskraft? In der für jeden unparteiischen i ganz unverfänglichen Thatsache, daß mitunter ein einj zelnes Wott, mitunter auch zwei, drei gleichlautende j Wörter bisweilen auf Einzelnes aus denr 31x3 zur ' j Mendelsohnschen Uebersetzung, woraus ich ebenfalls in j meiner Anrede hingewiefen habe, in meinern Commenj kar vorkommt, was sich der Natur der Sache gemäß i zufällig auch in dem inizn ny7o vorfindet und darauf j hin wagt der anonyme Kritiker mich einen Plagiator : Levinsohns zu schelten, von mir zu sagen, ich hätte ihn .wörtlich abg eschriebend"! Genug der unerquicklichen Controverse. Ich bin, | was Anonymus glücklicher Weise nicht in Abrede zn! stellen vermochte, meines Berufes Geschäftsmann und . die wenigen Stunden der Muße, welche ich dem fortj gesetzten Studium der Alten widmete, gewährten mir

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