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Der Israelit · 1871-08-16 · Heft 33 (16.8.1871) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
12 (1871)
Issue
Heft 33 (16.8.1871)
Date
1871-08-16
Page
– (sequence 2)
Language
German
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620 hen, wie es heißt: Und^Gott HÄ uns gebpten zu. vollziehen alle diese Gesetze, zu WrHen dtzrGÄaen KnsrM Gott, zu unserm ewigen HeG, ain.LebM ru erhalten wie an diesem Tage (5. B. M. C. 6, V. 24). Und wie es Speisen und Getränke gibt, die unserm Körper schädlich sind, so gibt es auch geistige Nahrung, welche die Seele schädigt und vor der man sich hüten muß. Daher hat uns Gott zur Stärkung, Kräftigung und Entwickelung unserer Seele Seine heiligen Gebote gegeben, und Seine Verbote, damit wir unterlassen, was die Seele schädigen könnte. Und wie Gott Medicamente geschaffen hat, welche den erkrankten Körper wiederherstellen , also hat.uns Gott eine heilsame Medicin für die Seele gegeben, welche stark genug ist, alle Krankhetten derselben zu Hellene das. ist. unsere, heilige Thora, deren emsiges Studium alle Krankheiten entfernt, deren Heilkraft eine wunderbare.und durchaus erprobte ist. Ach, gar zu häufig find die Krankheiten der Seele, und wir kennen sie nicht! Wie Mancher hält seine Seele für vollkommen gesund, weil er nicht mordet, nicht, stiehlt, nicht betrügt, nicht den Sabbat entweiht UNd nicht iffet das Fleisch unreiner oder gefallener Mxre! Und dennoch ist seine Seele krank! Siche, Nefe Seele, dieser Hauch des allmächtigen Gottes, wie reist ist sie, da Gott sie gibt, und wie rein sollte sie Miben! Aber Neid, Mißgunst, Gewinnsucht, Ehrgeiz und andere Leidenschaften aller Art trüben nur zu bald dsts reiste Spiegelbild, bis „von der Fuhsoole bis zun: Haupte" nichts Gesundes bleibt, bis die lügnerische, trügLrische, verleumderische Zunge vorherrscht und die Wahr- Mk verschwindet, bis die Begierde nach Besitz, 'nach BemrsÜgest, nach Bequemlichkeit, der Stotz und det Hychmuth den letzten Rest des Guten vernichten. Und nun gar in unserer Zeit, in der die Krank- Wten der, Seele epidemisch austreten, in welcher die Wjgsten Gchote unseres Gottes öffentlich schamlos: verlM werden, in der Jrrlehrer Zusammenkommen und Mchen und beschließen: die Verletzung, Verhöhnung, Verstümmelung und Vernichtung der Gschote und Lch? r§pi mÄeresjGpttes sei die echte und rechte Entwickelung «WlMoenthWO' — und wir sollten hqs- Wes mitayseyen und schwelgend Nein, „wir »rollen wieGpsauneytgk ifftleye. Stimme ergeben, unserem Volke seine Ver- Men! und dem Haufe Israels seine Sünden kusch zu chun." Doch , wer sind wir., die wir es wagen könnten^ mahnend- -und. ermahnend, strafend und belehrend unter die EMe-ukd Töchtw unseres Volkes zu^ tretend Es Wvergt^dte ProfHetenstimme in unserer. Zeit- und göttmh^' DffeübaMÄem Werdau den sterblichen Menschen »chtl ÄeVp rzut.H«L., und: wenn heutzutage J«««nd MWti, hinwemunchmen. so wird er an dmrlBalLn Ln^«nr:rigeven.»ugrnttisrmnert. Ki^uNs ^i^PstlP^Äb, zu rÄen, ^mahnen, zu eynMrn, soviel nur in unfern Kräften rp-nji win .iMU dw. „Wenn Deine Nation schwach geworden in der Erfüllung der göttlichen Gebote, so ergeht an Jeden der Ruf, die verfallenden Mauern und Zäune wiederautzurichten. (Jerufchalmi, Ende Bkrachoth nach der Erklärung des omn isv.) Du kennst wohl, liebet Lese^.jene entsetzliche Geschichte von dem Kebsweibe zu Gibeah. Bald nach dem Eintritte der Israeliten in das heilige Land hatten schaudererregende, sittliche Zustände Platz gegriffen. Wie einst die Bewohner von Sedom, so hatten sich die Bewohner von Gibeah nächtlicherweile zusammengerottet, um einen Fremden zu mißhandeln, der, um sich selbst m nttm, fem.We.ch Ä4 gerkrieg war aus dieser Schandthat entständen, w welchem 72,000 Israeliten den Tod fanden. Wer hat dieses furchtbareMorden verschuldet? fragen die Weifen im Midrasch (2"' o»üsw Niemwld anders als die Aeltesten, die Moschch und Josua eingesetzt, hatte». Sie hätten das Volk mahnen, sie hätten das Aufkommen solcher sittlichen Verkommenheit verhüten sollen und haben es nicht gethan, haben vielmehr in Ruhe und Frieden die Landgüter bebaut , die ihnen bei der Verteilung des heiligen Landes zugefaüen. waxen; denn wer die Macht hat zu bessern, und Hestert nicht, der verschuldet das Schlimme, was. geschieht. Daher tritt an jeden Israeliten die Mahnung heran — mag ihm seine Kraft auch noch so geringe erscheinen — seinen Kräften gemäß dahin zu streben, die Säulen der Gottesfurcht und des Gottesdienstes aufrecht zu erhalten oder w.iederaufzurichten, Die Orkane des Unglärweys, dieHtprme der. Gottlosigkeit »fischen; daß SchWchv.uDpex Ngtion wrrd umhssrgeworfen zwischen Felsen üstd Hippen und droht M fchMrn; und. wir,sollten. uns, rp den untechen Schlstmmt, begchen. upd — schufen? ., Neiy, der Schwache stehe, M wie ein Held, .uyd der OhMächttge smve Kraft zu gewinnen, dazu beizuträgen, daß das Schrff nicht scheitere und versinke, daß-feftbsgründet-wsrdeu^-i« Säulen der Gotteslehre, des Gottesdienstes und der Gottesfurcht, azch welchen das Haus- Israel -sich auferbaut. (Fortsetzung folgt. r: AeitMtg-rraehrichtsn «nd Gorrefpv«» '' d-M«' Deutschland. -~ Berlin^ Wie die „isr. hat ein hiesiger, jüdischer Verein: WockenschtM miWM t: ,chie GesellWftMk

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