Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 12 (1871)
- Issue
- Heft 33 (16.8.1871)
- Date
- 1871-08-16
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Xll. Jahrgang. JM 88» D.*r Israelit xl Gin Henlrat - Hrgan für das orthodoxe Iudenthum. Herausgegebm von Dr. Lehma«« in Mainz. Mittwoch, den 16. August 5631 (1871). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindesten» » «ogen. Pre« b« Jahrgangs 3 Lhlr. pr. E. aber st. 6. 16 fr. rH. Statt abomxixi ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehme» Bean. Inserate 2 Sgr. die Petitzeile oder der« Kaum. Oesterreichische »«ünoten laut Tour». Direete Francop»» fendnng unter Streifband pro. Jahrgang 4 Lhlr. pr. L. oder 6 fl. Ssterr. an die Expedition franco einzusenden. Anhalt r Leitender Artikel: Die Heilung der Seele. Zettung-nachrirbten und Eorresstvndenze»; Deuts chland: Berlin. Eölu. Hannover. Aus Breslau. Larnopol. — Oest.-Ungar. Monarchie: Wien. Wien. — Donaufürstenth.: Bukarest. — AeniLeton : Zur rechten Zeit. Knhatt der zteikag«: Leitender Artikel: Zur Charactcristik deS Breslauer Semi- Mit; -— lruerarycher «ccupi —■ -^t«ng»»»nchrichte« und Gorrrkwndenze»: Deutschland: Mainz. München. Berlin. Schippenbeil. Bad^ Soden. — Oesterr-Ung» Monarchie: Wien.— Italien: Wo» rrnz.— DonanfÄrstenth.: Bukarest.— stiutzlaud: Cbrfffl. — Asien: Prrfien — Amerika: Sincimmti.— Leiterrder ütHftl Me <Keitu»g der Seele. *) . . Mainz, 8. August. I. Der Ellulmonat beginnt. Bald «erde» die Schofartöne an unser Ohr schlagen und uns zurufen: „Er- •) Manch«« aus den nachfolgenden Aufpitze» ist dem trefflichen Äcrfe *t*>*xn von Josua Heüer <Wilnn ü616) entnommen»' wachet, ihr Schläfer, erwachet! Nicht fern mehr ist ber Tag des Gerichts, und auch jener große Tag, an welchem es sich entscheiden wird, ob ihr Sühne und Verzeihung findet beim himmlischen Vater, nahet heran!" Wohlan denn, so laffet uns Heilung suchen für die "Krankheiten der Seele! Heilung für die Krankheiten der Seele soüen wir suchend Ja, für die sittlichen und religiösen Schäden, welche so vielen Seelen, namentlich in unserer Zeit der sittlichen und religiösen Verwahrlosung, ihren Makel anheften. Ach, die Krankheit« der Seele «erden so schwer erkannt! Ein körperliches Uebel macht sich bald geltend; der Mensch erkennt, was ihm fehlt, su^Genesung und findet sie. Aber der sittlichen und «ligiösen Schäden seiner Seele wird sich der Mensch gar selten bewußt; er hält sich für vollkomm» gesund, «ährend derjenige Theil seiner selbst, der nach dem Will» des Schöpfers unsterblich sein sollte, krankt, dähinfiecht und endlich dem ewige» Tode archeimfällt. „Und Gott bildete den Menschen, Staub vom Gereich, und hauchte in feine Nase den Odem deS GeMeS des Lebens." (1. B. M. C. 2, V. 7.) Hier hat es die heilige Schrift deutlich au^esprochen, daß der Mensch aNs Körper und Seele bestehe; der Körper ist Staub vom Erdreich ney .iD-wn) und die Seele ist Odem des Geistes des Lebens (v"n rcw), Geist von Gottes Geiste, den Gott selbst de« Körper eingehaucht bat. Und Gott bat die Nahrung für beide vorbereitet; für den Körper die mannigfachsten Nahrungsmittel aus allen drei iRittnrreichen, aus den Mineralien, Pflanzen und Thier», wie es heißt rVjn nnn nnv *3, Alles hast Du ihm zu Füßen gelegt (Malm 8, V. 7); für die Seele Lehre», Gebote und . Gesetze, sie zu erlern» und sie zu vollzic»