Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 12 (1871)
- Issue
- Heft 29 (19.7.1871)
- Date
- 1871-07-19
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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551 längst gesetzten Gral) st ein gestohlen, ihn umgehauen/und nach dem nahen O. verkauft!?! Als der Diebstahl bekannt, und von den: Dieb sofort eingestanden wurde. setzte ihn der aus lauter Neologen zusammengesetzte „Synagogenausschuß" mit der ausdrücklichen Motivirung: daß er dessen „nicht mehr würdig" sei, als Synagogendiener und pnp ab. beließ ihn aber, gleichsam zum Hohne auf unsere Religion. ruhig weiter im Sch acht erd ienste. den er setzt noch versieht!!! Man erzählt von diesem oma?: daß er in zwölf Jahren bereits kein einziges von ilnn geschlachtetes Stück Vieh für ns-io erkärt habe (!!!.): verbürgen kann ich aber dieses öffentliche Geheimniß nicht. — Nach gepflogener Berathung mit einer in der orthodoren wie nichtorthodoren Welt gleich anerkannten und hoch verehrten Autorität der deutschen Judenheit, faßte der ergebenst Gefertigte den Entschluß: umstehende Anfragen nebst Erklärung im „Israelit" zu veröffentlichen, und sämmtliche gesetzestreue Rabbiner zum Artschlusse an die letztere aufzufordern.Indem ich nun Euer Ehrwürden im Namen und Interesse unserer heiligen Religion höflichst und dringendst bitte: mir in den nächsten Tagen Ihren Beitritt zu meiner Erklärung gütigst anzuzeigen, kann ich Ihnen die bedeutsame Versicherung geben: daß Sie *9 durch Ihren Beitritt.zum Erzielen bedeutender religiöser Erfolge für eine ganze Provinz Mitwirken! Denn wenn die pfälzischen Gemeinden dann, in einem an sie zu versendenden Circulare, unter der umstehenden Erklärung die Unterschriften zahlreicher Rabbiner erblicken werden — dessen bin ich gewiß! — doch sehr viele derselben. in dieser heiligen Angelegenheit wenigstens. Kehrt machen, und Niemanden als Schächter anstellen . der nicht dem in der Erklärung Ausgesprochenen vollständig genügen wird! Ihrer freundlichen Einsendung der Unterzeichnete n Erklärung in den nach st e n Taget! entgegeniehend. zeichnet hochachtungsvoll: Nr. Adolf Salvendi. Bezirks-Rabbiner. Oeffentliche Anftageu und Erklärung. I. Ist das Fleisch eines Viehes, das von einem urmc geschlachtet worden, der sich öffentliche Entweihung des Sabbats oder sonstige muthwillige Uebertrctung eines religiösen Verbotes zu Schuldelt kommen ließ, dem Israeliten zum Speiiegenusse erlaubt oder nicht? (S. Jore Dcah 2, 5. » II. Darr Jemand, dem der zuställdige, gesetzestreue Rabbiner kein religiöses Vertrauen zu schenken, und ihm Sowie resp. Ihre Herren R abbinats - Assessore n! dcßhalb auch nicht die Autorisation, die Functionen des auszuüben, zu ertheilen vermag, diese Functionen dennoch in dessen Sprengel ausüben, selbst wenn der Betreffende voll eitlem anderen Rabbiner autorisirt wäre (Mahrarn Münz Nr. 102) , und ist der Speisegenuß des Fleisches eines Viehes, das von einein solchen Manne gegen den Willen des zuständigen Rabbiners, geschlachtet worden, den Israeliten seines Sprengels gestattet oder nicht? (S. Rosch zu Chulin Fol. 18).**) IIT. Ist es nicht unerläßliche Vorbedingung eines an zu st eil enden daß derselbe von maßgebender, gesetzestreuer Autorität als O'pbn — srp anerkannt sei? iS. Jore Deal) Eap. 89. R'mo daselbst S'if 13.) Indem ich? die beiden ersten Fragen meinerseits mit einen«, entschiedenen Nein! die letzte hingegen mit einem ebenso entschiedenen Z a .' beantworte, bitte ich alle hochverehrten, gesetzestreuen Rabbiner, Sich dieser Erklärung, durch gefällige Kundgebung au den ergebenst Unterzeichneten. anzuschließen! Hochachtungsvoll: vr. A. Salvendi, Bezirks-Rabb. Die Beitrittserklärungen werden in eitler späteren Nummer dieser geschätzten Zeitschrift veröffentlicht werden. tun^snachrichten und Eorrefpou» denze«. P a t ä st i n a. Ein englischer Reisender. H. B. Tristram. gibt eine Beschreibung des Todten Meeres, die von den gewöhnlichen Schilderungen desselben vielfach _ abweicht. So erklärt er unter Andern! die Annahme, daß an dem Ufer des Sees alles Leben fehle, für einen Jrrthum, und fährt dann fort : „Der Name Todtes Meer ist eine moderne oder vielmehr mittelalterliche Benennung. Bei den Alten hieß es Salzsee und bei den Arabern heißt es noch Loths See (Bahr Lut.) Im Laufe eines Jahres habe ich viele Wochen an den Ufern des Todten. Meeres zugebracht. Ich bin um einen großen Theil desselben herumgegangen und habe jede Spalte und Ritze der Klippen, die es unlgeben. untersucht. Das Klima **) S. ferner Noda bi Iehuda II. Abtheilung Iore Deah dir. 43.